28.7.2010

Digital Reportage Award

Der Digital Reportage Award unseres Partners WELT KOMPAKT geht in die Finalrunde. Zum Thema “Streetlife” wurden diesmal mehr als 300 Video- oder Fotobeiträge eingereicht. Die Jury hat nun zwei Video- und acht Foto-Kandidaten für die entscheidende Runde ausgewählt. Wir zeigen einen Auszug aus den Arbeiten der Finalisten – alle Fotos und Videos finden Sie hier.

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Die Finalisten müssen jetzt eine Foto- oder Video-Reportage zum Thema “Mutter” produzieren. Bei der ersten Auflage des Digital Reportage Award (”Ein Tag im Leben von…”) gewann im vergangenen Jahr Lucas Wahl.

Autor: amayer Kategorie: A bis Z, Zukunft des Journalismus | Keine Kommentare »
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23.7.2010

Seid empört, Journalisten!

Manchmal braucht ein Gedanke eben länger. Diesmal ist das so.

Manchmal braucht ein Gedanke ein ganzes Leben. Bei Sir Peter Ustinov war das auch so.

Manchmal bekommt man einen Gedanken nicht zu Ende.

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Hamburg Lokstedt. 22527. Hugh-Greene-Weg 1. Das NDR Konferenzzentrum ersäuft in der Hitze. 9. Juli. 38 Grad. Eine viskosen Luft, durch die ich mich mit 700 anderen Journalisten den ganzen Tag durchschaufel. Zug um Zug – wie im Schwimmunterricht.

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Autor: student Kategorie: A bis Z, Ausbildung, Zukunft des Journalismus | 2 Kommentare »
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22.7.2010

Und wieder ein neues Berufsfeld: iPad – Screenplay

Die Aufforderung unseres CEO ist hinlänglich bekannt und erschütterte die andersgläubigen Kollegen nachhaltig: Jeder Verleger solle sich einmal am Tag niedersetzen, beten und Steve Jobs dafür danken, dass dieser mit dem iPad die Verlagsindustrie rette, forderte Mathias Döpfner.

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Browser-Adaption reicht nicht. Journalismus auf dem iPad muss inszeniert werden.

Ich würde meinem Boss niemals widersprechen, daher stelle ich lieber gleich die Frage, was wir außerhalb der Gebetszeiten mit dem iPad anstellen sollten. Schon vor einiger Zeit appellierte Telekom-Vorstandschef René Obermann an die Verlage, neue redaktionelle Inhalte für Mobile zu entwickeln. Auch das iPad ist bisher eine Hightech-Bühne mit lückenhaftem Spielplan.

Es ist wichtig, dass sich DIE WELT so frühzeitig und mutig platziert hat. Und mit Iconist sammeln wir weitere Erfahrungen. Die entscheidende Frage lautet: Wie entwickelt man Inhalte für ein Medium, das eine völlig neue Kombination aus Inszenierung und Nutzungskontext schafft?

Um beim Beispiel der Bühne zu bleiben, die das iPad darstellt: Wir benötigen künftig Journalisten, die Drehbücher schreiben können. iPad-optimierte Inhalte zeichnet aus, dass sie durchkomponiert sind. Wie BILD-Vordenker Michael Paustian aus der iPad-Entwicklungsredaktion erklärt: “Das Produkt muss einen Anfang und ein Ende haben.”


Wordpress Video Plugin

Es muss ein haptisches, emotionales Erlebnis sein, die journalistischen Inhalte zu nutzen. Das Storytelling verlangt eine Dramaturgie, die sich dem Trägermedium anpasst. Es ist wichtig, dass es neue Angebote wie Flipboard gibt, denn sie erfüllen durch Navigation und Personalisierung Service-Pflichten, die auch Aufgabe von Journalisten sind. (Dafür stand z.B. auch das Crossmedia-Projekt TISA von Team 7.)

Aber: Daneben muss es auch integrierte journalistische Produkte geben, die beispielsweise Magazinjournalismus neu leben, mit den Möglichkeiten der Interaktion spielen, Location Based Services nutzen. Das iPad ist ein (verdammt) teures mobiles Endgerät. Es verdient ebenso edle Produkte als Resultat journalistischer Qualitätsarbeit.

Der kreative Prozess wird wieder eine neue Facette des Journalismus hervorbringen: den Experten für iPad-Screenplay. Wir brauchen Redakteure, deren Leidenschaft weit genug reicht, um iPad-User süchtig zu machen.

Ps.: Ich danke ebenfalls: meinem Kollegen Frank Diering für das Sparring zu diesem Beitrag. (Ich knie aber nicht nieder.)

Pps. (26.07.): Céline Lauer (Team 5) hat Recht mit dem Hinweis, dass an dieser Stelle auch Gundolf S. Freyermuth erwähnt werden sollte:

Papier setzt dem Wissenstransfer, zwischenmenschlicher Kommunikation und dem Erzählen von Geschichten genauso enge Grenzen wie das System der analogen elektronischen Massenmedien. Für die Ansprüche, die sich an den digitalen Online-Medien geschult haben, erweisen sich die analogen (Massen-) Medien seit einiger Zeit als zu langsam, zu standardisiert, zu wenig interaktiv, zu unpersönlich. Die Gestalt einer neuen digitalen Zivilisation wird daher entscheidend von innovativer Kultur-Software abhängen, die diese medientechnisch nunmehr aufgehobenen Grenzen auch medienästhetisch überschreitet – in der Entwicklung neuer Interfaces, neuem Design, neuen Narrationsweisen, neuen Varianten von Literatur und Bildender Kunst, Film und Spiel.

Hiermit geschehen. Und mehr von ihm gibt es hier.

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15.7.2010

Journalismus, PR, Politik – alles das Gleiche!

Vom Journalisten zum Politiker zum Pressesprecher wieder Journalist und… Dieter Weirich hat Team 8 erklärt, warum er solche Berufswechsel nicht problematisch findet. “Sie müssen Ihre Loyalitäten von Ihren Aufgaben trennen”, sagt der ehemalige CDU-Politiker, Deutsche Welle-Intendant und Leiter der Unternehmenskommunikation des Frankfurter Flughafens.

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Dieter Weirich im Gespräch mit Moderator Jürn Kruse von Team 8 (Foto: Laura Fölmer)

Ist das so einfach? Steffen Seibert hätte er von seinem neuen Job jedenfalls abgeraten. Aber nicht, weil der ZDF-Moderator als künftiger Regierungssprecher seine Glaubwürdigkeit verlieren könnte. Sondern weil “Politik momentan schlecht zu verkaufen ist.”

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Autor: student Kategorie: A bis Z, Ausbildung, Gäste der Akademie, Medienmacher zu Besuch | Keine Kommentare »
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14.7.2010

GASTBLOG: Sebastian Turner über Innovation

Wer Innovationen und ihre Quellen ansieht, stellt fest: Alles kann grandios gutgehen oder schrecklichst scheitern. Meist hängen Erfolg und Misserfolg nicht am Geld, sondern am Geist: an der Fähigkeit und Bereitschaft, Innovation zu erkennen, wertzuschätzen und erfolgreich zu verwirklichen.

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Prof. Sebastian Turner ist Partner der Scholz & Friends Gruppe
und lehrt an der Berliner Universität der Künste (Foto: S&F)

Deutschlands künftiger Erfolg beruht darauf, dass wir diese Einstellung annehmen. Das ist nicht nur leicht gesagt, es ist auch erstaunlich leicht getan. Ein jeder kann es an seinem Platz. Es geht nicht um die Neuerfindung der Menschen oder der Organisationen, sondern allein darum, stets und immer darauf zu achten, dass Überholtes infrage gestellt und neue Lösungen gesucht und erprobt werden.

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Autor: Gastblogger Kategorie: A bis Z, Zukunft des Journalismus | 4 Kommentare »
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2.7.2010

Grimme Online Award – die ganze Wahrheit

Nein, wir hatten nicht mehr damit gerechnet. Als die deutsch-türkische Autorin Hatice Akyün bei der Verleihung des Grimme Online Award 2010 in Köln ihre hinreißende Laudatio auf eine Website hielt, die sie nicht mehr losgelassen habe, krochen wir nervlich längst auf allen Vieren.

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Gruppenbild mit Laudatorin: Die Delegation von Team 5 samt Trophäe
(Foto: Adolf-Grimme-Institut/Jens Becker)

In unserer Preiskategorie “Wissen und Bildung” waren zuvor nämlich bereits drei unserer Mitbewerber ausgezeichnet  worden – darunter das Kinder-Lernportal Ein Jahr auf dem Bauernhof, auf dem die Nutzer unter anderem den kompletten Verdauungsprozess einer Kuh interaktiv miterleben können. Ernsthaft: Auch Team 5 hat sich bei der Recherche in der ländlichen Idylle Mödlareuths wirklich ins Zeug gelegt – aber an solche O-Töne hatten wir nun wirklich nicht gedacht.

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Autor: student Kategorie: A bis Z, Ausbildung, Zukunft des Journalismus | Keine Kommentare »
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1.7.2010

Papier verändert alles! Papier bedrucken noch viel mehr!

Papier hat es möglich gemacht, das Wissen des Menschen zu dokumentieren. Der Buchdruck hat es vervielfältigt, hat es für den Bürger zugänglich gemacht. Die Zeitung hat die Nachrichten zu den Menschen gebracht. Die täglichen Informationen. Papier wird sterben, sagen Medienexperten. Und die Blogger.

Bedrucktes Papier wird sterben sagen auch die Journalisten. Deshalb wollen jetzt alle ins Netz.

Journalisten wollen nicht mehr aufklären, sagen die Blogger.

Blogger sind keine Journalisten, sagen die Journalisten. Heißt das im Umkehrschluss, dass Blogger aufklären wollen?

Journalisten haben sich gedacht, dann lass doch Blogger Papier bedrucken.

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Axel Springer Hochhaus, 6. Stockwerk, Blogger auf orangenen Sesseln. Journalisten sitzen auf den Fensterbänken. Die Welt Kompakt macht eine Scroll Edition – scrollen, dieses mit dem Rad auf der Maus über eine Internetseite nach unten fahren – Papier soll den Monitor imitieren. Blogger ihre Inhalte von Pixeln in Druckerschwärze verwandeln.

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Autor: student Kategorie: A bis Z, Blattkritik, Zukunft des Journalismus | Keine Kommentare »
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1.7.2010

Und wir holen den Pokal…

Ein Fußball-Chant ist vielleicht nicht ganz adäquat, aber was soll’s: Team 5 holt für sein Crossmedia-Projekt www.littleberlin.de den Grimme Online Award 2010 in der Kategorie “Wissen und Bildung”.

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Jubel, Trubel, Grimme-Trophy: Laudatorin
Hatice Akyün sowie (von links) Sonja Vukovic, Julia Finger, Thore Schröder, Céline Lauer, Marc Baron, Johannes Wiedemann und Maria Gerber als Delegation von Team 5. Mächtig stolz flankieren Direktor Marc Thomas Spahl und der Crossmedia-Leiter. (Foto: Jens Becker/lensemann.de)

Das Online-Doku-Dossier über die Teilungsgeschichte von Mödlareuth an der bayerisch-thüringischen Grenze war bereits mit dem Sonderpreis “20 Jahre Mauerfall” ausgezeichnet worden. Jetzt urteilte die Grimme-Jury:

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Autor: amayer Kategorie: A bis Z, Ausbildung, Zukunft des Journalismus | 1 Kommentar »
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25.6.2010

Nieder mit dem Schachtelsatz

Mark Twain war so enerviert, dass er seinem Frust ebenfalls in einem Schachtelsatz Bahn brach:

Deutsche Bücher sind ziemlich leicht zu lesen, wenn man sie vor den Spiegel hält oder sich auf den Kopf stellt – um den Aufbau umzukehren -, aber ich glaube, eine deutsche Zeitung lesen und verstehen zu lernen ist eine Sache, die einem Ausländer stets unmöglich bleiben muss.

Heute liefert FAZ-Mitherausgeber Günther Nonnenmacher im Leitartikel einen Beleg dafür:

Fachleute nennen die Erwartung, dass ausländische Truppen vom Jahr 2011 an die Sicherheit größerer Teile des Landes in afghanische Hände übergeben und mit dem Abzug beginnen könnten, eine Illusion.

Der Leser wähnt sich eine lange Wegstrecke auf der richtigen Spur, ehe er am Ziel die letzte Abzweigung erkennt, die im Ringschluss auf “die Erwartung” Bezug nimmt. Das ist in etwa so präzise wie die Pässe der DFB-Auwahl gegen Ghana. Und man fragt sich: Warum?

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Autor: amayer Kategorie: A bis Z, Blattkritik, Zukunft des Journalismus | 4 Kommentare »
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21.6.2010

Beziehungen, Netzwerke, Jarvis

Klar macht man sich so seine Gedanken. Ist ja schließlich nicht irgendjemand, sondern ER, der Internet-Guru. Derjenige, der das Netz ganz neu interpretiert hat. Ein Wanderprediger der neuen Welt. Jeff Jarvis ist eine Ikone des Internets.

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Das Bild täuscht: Jeff Jarvis doziert ungern, er plaudert und fragt.

Und dann kam er um die Ecke, in den Newsroom. Grauer Fünftage-Bart, schwarze Jeans, ein weißes Hemd, das aussah, als habe er es extra für diesen Tag von einem Freund geliehen. Ein dummer Gedanke eigentlich, denn er war der, für den sich schick gemacht wurde.

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17.6.2010

Jeff Jarvis über TISA: “I love it”

Was für ein Finale für “eines der spannendsten Internet-Projekte der vergangenen Monate” (meedia.de): Team 7 präsentierte heute sein Crossmedia-Masterpiece This is South Africa (TISA), ein Nachrichtenportal, das sich ausschließlich aus Social-Media-Quellen speiste, die allesamt redaktionell geprüft und – teilweise in neu entwickelten Formaten – aufbereitet worden sind.

Sein besonderes Projekt verlangt besondere Site-Kritiker: Jeff Jarvis nahm sich mehrere Stunden für die Diskussion mit dem TISA-Team und zog anschließend im Interview von Nadine Delistat sein Fazit:

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Autor: amayer Kategorie: A bis Z, Ausbildung, Zukunft des Journalismus | Keine Kommentare »
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14.6.2010

Team 4 goes Columbia (2, 3, 4 u.s.w.)

Was lange währt: Hier lesen Sie, was 19 künftige Redakteure auf ihrer Abschlussfahrt erlebt haben, nachdem der Flug nach New York nicht ganz so feuchtfröhlich verlaufen war, wie sich das der eine oder andere womöglich vorgestellt hatte…

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Team 4 vor der J-School. Deren Motto lautet: “TO EDUCATE THE NEXT GENERATION OF JOURNALISTS” (Foto: Elena Olivo)

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Autor: student Kategorie: A bis Z, Ausbildung, Zukunft des Journalismus | 4 Kommentare »
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