16.1.2007

Was Leser wirklich lesen!

Mediennutzungsstudien hin, Rezipientenforschung her – was lesen Leser denn nun wirklich? Meine Kollegen vom Axel-Springer-Team “Bei Anruf: Kunde” haben sich mit einer Videokamera auf die Suche begeben. Und die ultimative Antwort gefunden! Christa D. weiß, wovon sie redet. Die Berlinerin ist 72 Jahre alt und vertraut mit der Materie, sie hat jahrelang selbst einen Zeitungskiosk geführt. Egal, was sie liest, sie macht das Beste daraus. Ist ja sonst auch alles “traurich jenuch”. Aber sehen Sie selbst:

Autor: jep Kategorie: A bis Z, Blattkritik | 4 Kommentare »
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4 Kommentare zu “Was Leser wirklich lesen!”

  1. Thomas Wanhoff

    In der Tat mag sich der eine oder andere lustig machen über die Befragungen (auch beim Kioskbesitzer), aber es ist ernst: Kein CEO kann ein Unternehmen besser beurteilen als der Kunde selbst. Alle Strategiemeetings nutzen nichts, wenn die Zeitung nicht morgens am Kiosk ist oder die Leser sie uninteressant finden. Mehr solcher Videos, weniger Studienbefragungen am Telefon!

  2. CG

    Richtig :) Wir wollen mehr, vom Redakteur subjektiv herausgepickte vox pops. Weil sie ja so repräsentativ sind. Bürgerumfragen sind wirklich sehr einseitig. Zum einen ist aus eigener Erfahrung die sog. Bildungselite weniger bereit, sich vor einer Kamera zu outen und zum anderen sind deren Antworten meist zu fad, um gesendet zu werden. Dann doch lieber den einfachen Mann von der Straße, über den man sich im besten Fall noch selbst erheben kann. Der Konsument schmunzelt – Auftrag erfüllt.

  3. Dajana

    Im ersten Moment scheint der Beitrag belustigend. Dann fand ich die Dame bedauernswert, da der (stellenweise) Verlust der Muttersprache nicht zu überhören war. Um im dritten Ansatz dachte ich, sie ist eine optimistische Berlinerin, die ihre Zeitung auf eine ganz spezielle Art und Weise konsumiert. :-)

  4. Christian Jakubetz

    Und was liest die Dame als erstes? Leserbriefe. Da kann man sich ann vorstellen, warum Interaktion und Partizipation eine immer größere Rolle spielen. Das Bedürfnis nach Teilhabe und der Meinung von Nicht-Journalisten war anscheinend schon immer groß, und das quer durch alle Alters- und sonstige soziologische Schichten. Merke: Wenn du dir deine Leserbriefe (ersetze heute durch: Trackbacks et al) nicht mehr selber schreiben musst, dann hast du es geschafft.

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