26.2.2007

Filmkritikaster

Das Klischee vom Propheten, der im eigenen Land nichts gilt, ist so abgegriffen, dass man es gar nicht mehr zitieren mag. Aber wie das mit Klischees nun mal so ist: Sie sind oft ja wahr. Ein Beispiel findet sich heute in der „Welt“. Da hat man gerade im Radio vom Triumph des jungen Florian Henckel von Donnersmarck gehört und sich gefreut – ein 33-jähriger bekommt für seinen ersten Film den „Oscar“! – und dann liest man in der „Welt“ ganz oben auf Seite 2: „Der deutsche Beitrag ‘Das Leben der Anderen’ hat keinen Oscar verdient.“ Das soll originell sein, aber es ist einfach nur doof.

Autor: jep Kategorie: A bis Z, Blattkritik | 1 Kommentar »
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Ein Kommentar zu “Filmkritikaster”

  1. D.S.

    Mich hat die Geschichte des Films sehr berührt. Ich habe ihn mir allerdings erst angesehen, als bekannt wurde, dass er für einen Oscar nominiert ist. Die Kritik an diesem Film (nicht realistisch zu sein) war mit bekannt, und ich konnte diese am Ende des Films nicht verstehen. Es ist doch nur eine Geschichte, und eine sehr schöne dazu; keine Dokumentation. Unumstritten ist das Thema sehr heikel, aber mein Geschichtsbild beziehe ich aus einem Spielfilm bestimmt nicht. Ich bin in der DDR aufgewachsen, und hatte somit einen kleinen Einblick in das DDR-Leben. Jeder hat das Recht und auch die Pflicht sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen. Ich denke, authentisches Material gibt es dazu genug. Oder wird der Film jetzt im Geschichtsunterricht mit den Worten gezeigt: “Und so war das damals mit der Stasi”?!
    Ich freue mich darüber, dass dieser Film den Oscar gewonnen hat.

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