World Press Institute am Ende
Nach 46 Jahren gibt das World Press Institute (WPI) in St. Paul, Minnesota, auf und beendet damit auch sein internationales Trainingsprogramm für Journalisten. An mangelnder Nachfrage lag es nicht, dem Institut ist schlicht das Geld ausgegangen.
Schuld sind übrigens diesmal nicht die umstrittenen Kürzungen der Bush-Administration in der Medienförderung, sondern ausbleibende Zuschüsse von Medienunternehmen. Allein die Star Tribune Foundation hat einen Förderbetrag in sechsstelliger Höhe gestrichen. Das WPI fällt somit indirekt der Anzeigen- und Auflagenkrise in den USA zum Opfer.
Das WPI war 1961 im Zeichen des Kalten Krieges gegründet worden. Jährlich wurden bisher zehn Journalisten aus aller Welt in die USA eingeladen, um Gesellschaft, politische Strukturen und die Arbeitsbedigungen der Presse kennenzulernen.
Zu den Unterstützern gehörten u.a. Bloomberg, Ford, New York Times, Washington Post und die Stiftung der Vereinten Nationen sowie zahlreiche Einzelspender.
Für deutsche Journalisten gab und gibt es sicherlich reizvollere Alternativen, nicht zuletzt die renommierte Arthur F. Burns Fellowship, trotzdem: Dass ein solches Projekt bei dieser Liste an Unterstützern aufgeben muss, ist einfach schade – und auch ein wenig alarmierend.
Autor: amayer Kategorie: A bis Z, Zukunft des Journalismus | Keine Kommentare »
Tags: Arthur F. Burns Fellowship, Stipendium, World Press Institute
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