Unterwegs in Sachen Zeilen…
…Überschriften machen bei der B.Z.
Das klassische Großraumbüro, knapp 160 Menschen arbeiten hier. Sie sitzen an Sechsertischen, einzelne Ressorts sind durch kleine Schallschutzwände getrennt, aber auch die sind nicht besonders hoch. Das ist Teamarbeit. “Und im Team entstehen die besten Zeilen”, sagt Peter Huth, stellvertretender Chefredakteur der B.Z. Genau deswegen sind wir hier, hoch oben im Neuen Kranzler Eck, der Redaktion der B.Z. “Überschriften machen bei der B.Z.” steht auf dem Lehrplan.
Foto: Stephanie Morcinek
Zuerst zeigt Peter Huth uns die Redaktion. Sehr modern, überall hängen Fernseher, es riecht noch ganz frisch, alles ist neu. Erst im Februar ist die B.Z. von der Kochstraße hierher gezogen. “Das ist, was wir uns immer gewünscht haben. Das ermöglicht uns ein effektiveres, schnelleres Arbeiten”, sagt Huth, “so muss man nicht ständig von Büro zu Büro rennen.” Anschließend führt er uns zum Herzstück der Redaktion, dem runden Tisch. Hier entstehen die Schlagzeilen von morgen.
Foto: Stephanie Morcinek
Und jetzt geht es auch für uns zur Sache: Überschriften machen – im Team natürlich. Anschließend tragen wir unsere Ergebnisse vor und sehen zum Vergleich die Zeilen, die die Redaktion gemacht hat.
Foto: Eva Sudholt
Wie muss sie denn nun sein, eine gute Überschrift? Vor allem eines: “Leicht zu verstehen”, sagt Peter Huth. Und dann soll sie dem Leser den Text verkaufen. Die Mischung macht’s: Mal reißerisch, mal mit Wortwitz, und auch nachrichtlich sollte sie manchmal sein. Aber ein Patentrezept gibt es auch im Boulevard-Journalismus nicht, nur die Erkenntnis: Übung macht den (Zeilen-)Meister.
Astrid Bock
Autor: student Kategorie: A bis Z, Ausbildung, Blattkritik | 5 Kommentare »
Tags: B.Z., Peter Huth, Redaktion, Schlagzeilen
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Am 12. Juli 2007 um 21:16 Uhr
Jaja, “Zeilen” texten für den Boulevard – eine Kunst für sich. Wir haben uns ganz gut geschlagen. Nur die Grazien im unteren Bild verweilten allzu lange beim nackten Carsten Spengemann
Da blieb wenig Zeit für die übrigen Headlines.
Am 13. Juli 2007 um 12:21 Uhr
Eher tapsig unterwegs in Sachen Zeilen…
Wenn ich mir so die Seite 1 der BZ von heute “Lauf, Suri!” unter http://www.bz-berlin.de/BZ/home/seite1-als-pdf/seite1-als-pdf.html betrachte, steht dort nicht viel drauf. Und das Wenige, das dort steht, ist weder nachrichtlich, noch reißerisch, noch hat es irgendeinen Wortwitz. Vielleicht ist ja der Witz, dass dort dreimal dasselbe steht:
“Stolz beobachtet Mutter Katie Holmes, wie Suri die ersten Schritte macht”
“Tom Cruise’ Tochter macht in Berlin ihre allerersten Schritte”
“Suri Cruise (…) unternahm gestern Abend im Tiergarten ihre ersten Schritte.”
So verkauft man mir das Blatt aber nicht wirklich…
Am 14. Juli 2007 um 14:07 Uhr
@ hansi
na! na! na! da waren die augen wohl größer als der magen.
sicher ist es nicht sehr einfallsreich, was dort geschrieben stand. man hätte in diesem fall sogar komplett auf text verzichten können. die fotos stehen für sich. sie sind überragend! für eine boulevardzeitung wie die BZ absolut unbezahlbar.
außerdem haben huth und co. die mitbewerber mit suri ein zweites mal in dieser woche einfach abgekocht. brad pitt auf seiner ducati an der tankstelle ist ne große leistung! muss man einfach so zugeben.
also: zeilen sind nicht alles. hier hätte gereicht zu schreiben: “guckt mal, welche geilen fotos wir haben – und ihr nicht!”
Am 15. Juli 2007 um 03:47 Uhr
Höhö, die Jungjournalisten haben sich für Redaktionsbesuch und Fototermin ja wirklich in Jacket & Co geschmissen. Passt so gar nicht zu den Bildern der Anzeigenkampagne für den Nachwuchs.
Am 15. Juli 2007 um 13:14 Uhr
@ noweblog
Passt nicht? Alle vier “Models” der Anzeige sind Original-Journalistenschüler aus Team 1 der Akademie.