Hier wird über Journalismus diskutiert, über Medienthemen von A bis Z, von der Ausbildung des Nachwuchses bis zur Zukunft der Branche. Diskutieren Sie mit!
“Es gibt sie noch, die guten Dinge”, lautet der Claim eines demnächst abhängigen Kaufhauses der anderen Art. Auch auf dem Magazinmarkt gibt es noch die guten Dinge, ein besonders gutes möchte ich heute auszeichnen: Das österreichische Magazin DATUM.
Gastblogger Christian Jakubetz gibt der Axel Springer Akademie diese Woche auch als Dozent die Ehre: Freitag und Samstag steht ein Crossmedia-Workshop mit dem Schwerpunkt “Podcasting” auf dem Programm. Und quasi als Warmup gibt es heute auch seinen Gastbeitrag im Audiodownload.
Es ist einer der spektakulärsten Politkrimis in der Geschichte der Bundesrepublik: Der Tod von Uwe Barschel. In der Nacht zum 11. Oktober 1987 starb der ehemalige Ministerpräsident Schleswig Holsteins in einem Genfer Hotel. Noch heute, zwanzig Jahre später, ist weder eindeutig geklärt, ob Barschel Anstifter oder Opfer der Schmutzkampagne im Kieler Wahlkampf war, noch ob es sich bei seinem Tod um Mord oder Selbstmord handelt. Die Polizei musste ihre Ermittlungen ohne Ergebnis einstellen.
Nie aufgehört zu recherchieren haben jedoch der ehemalige Stern-Reporter Rudolf Lambrecht, sowie die freien Journalisten Leo Müller, Peter F. Müller und Michael Mueller. Zusammen suchten sie unnachgiebig weiter nach Antworten und stießen in den vergangenen Jahren auf unbekannte Details und neue Informationen. An sie geht diese Woche der JEPBLOG-Award für ihre hartnäckigen Nachforschungen.
Im Juli ist die Summe der zahlenden Bewohner von Second Life erstmals zurückgegangen, gestand Weltenschöpfer Linden Labvor kurzem kleinlaut ein. Doch selbst wenn die besten Zeiten schon vorbei sein sollten – “Second Life” steht doch für den breitenwirksamen Durchbruch der Online-Universen (Spötter sprechen gerne vom “kostümierten Chat”).
Und auch wenn “Second Life” eben gerade kein Spiel ist, gilt es bei Design und Navigation als Pate für eine spannende, interaktive Sparte, das “Educational Gaming”. Auf diesem Feld hat nun eine dänische Firma ein Reporter-Spiel entwickelt, das Schülern den Nahost-Konflikt hautnah erläutern soll.
Manchmal bin ich froh, Radiomensch zu sein. Auch wenn meine Eltern dann nicht zu Hause sitzen, die Artikel ausschneiden und sie mir stolz zeigen, wenn ich sie am Wochenende besuche. Printkollegen erzählen mir, wie ihre Artikel zu Hause gesammelt werden. Dann bin ich immer ein ganz bisschen neidisch. Dafür muss ich meine Interviews nicht autorisieren lassen. Bei “Was mit Medien” sind wir in letzter Zeit häufiger auf ein Problem gestoßen: Die Änderungen durch den Gesprächspartner oder seinem PR-Attaché werden immer drastischer, sodass die Interviews gar nicht mehr lesbar sind. Ich finde, darüber muss ordentlich diskutiert werden.
Da liest man einen spannenden Artikel im Internet und gleich gehen einem zahlreiche Gedanken durch den Kopf. Man ist schockiert, begeistert oder verwirrt über den Inhalt. Und mit diesen Gefühlen möchte man nicht alleine sein. Die Meinung eines anderen ist gefragt. Ein Klick, und schon haben wir die Internetseite an unsere Freunde und Kollegen weitergeleitet. Aber was machen wir mit unseren Gedanken? Die soll der Empfänger schließlich auch gleich mitgeschickt bekommen. Ist kein persönliches Gespräch möglich, hilft fleck.com.
Frau Bach, Sie haben’s geschafft! Alle Einsendungen für unseren Ideenwettbewerb SCOOP! sind registriert. War das eine Welle, gerade in den letzten Tagen vor Einsendeschluss: 1.894 Bewerbungen haben die Akademie geflutet!
Kommandosache “BM”: Die Journalistenschüler der Axel Springer Akademie haben die “Berliner Morgenpost” übernommen. Der neue Chef Philip Volkmann-Schluck (hinten Mitte) leitet die Morgenkonferenz, der alte Chef Carsten Erdmann lehnt ausrangiert an der Wand.
4. Tag: Heute sind die meisten von uns schon früh auf einem Termin gewesen. Ich auch. Hab mich mit einer Berlinerin getroffen, die mit ihrem Handy Leute auf der Straße oder in der U-Bahn „anklicken“ kann. Mehr darüber in der Samstags-Zeitung der “Berliner Morgenpost”. Doch warum ich das erzähle: Wir saßen im Park in Mitte, tranken einen „Latte“ und auf der Nachbar-Parkbank lag ein junger Mann, gut gekleidet. Er sah nur sehr müde aus…
Der Countdown läuft. Nicht einmal mehr 24 Stunden und die Redaktion der “Berliner Morgenpost” wird von 35 Journalistenschülern übernommen. Kommandosache “BM”, ein Pilotprojekt ohne Präzedenzfall und vor allem: ohne Netz und irgendwelche altmodischen Doppelböden.
Vorbereitung ist alles. Wirtschaftsreporter Peer Leugermann, nachts um halbeins in der Akademie
Ohne Sex würde es das Internet vermutlich nicht geben. Gut zwölf Prozent aller Websites sind dem Thema Sex gewidmet, jeder vierte Internet-Nutzer besucht Porno-Websites, ein Drittel aller Downloads sind pornografischer Natur. Sex im Internet ist aber nicht immer gleich Porno. Über Sex schreiben kann man auch ganz ohne Erniedringung und Altherrenwitz.