Reporter spielen: PC-Game zum Nahostkonflikt
Im Juli ist die Summe der zahlenden Bewohner von Second Life erstmals zurückgegangen, gestand Weltenschöpfer Linden Lab vor kurzem kleinlaut ein. Doch selbst wenn die besten Zeiten schon vorbei sein sollten – “Second Life” steht doch für den breitenwirksamen Durchbruch der Online-Universen (Spötter sprechen gerne vom “kostümierten Chat”).
Und auch wenn “Second Life” eben gerade kein Spiel ist, gilt es bei Design und Navigation als Pate für eine spannende, interaktive Sparte, das “Educational Gaming”. Auf diesem Feld hat nun eine dänische Firma ein Reporter-Spiel entwickelt, das Schülern den Nahost-Konflikt hautnah erläutern soll.
Global conflicts: Palestine lässt den Spieler zunächst wählen, ob er ein Reporter israelischer oder palästinensischer Herkunft ist. Auch die Zeitung, für die er schreibt, lässt sich regional zuordnen. Wie im echten Journalistenleben soll sich der Spieler dann eine möglichst ausgewogene Meinung über den Krisenherd bilden, Soldaten und Zivilisten interviewen und anschließend Recherche-Ergebnisse ins Blatt bringen.
Entwickelt hat das Spiel ein Team um den Psychologen Simon Egenfeldt-Nielsen von der Uni Kopenhagen (Mitgründer von Game Research). Vor dem Marktstart wurde es nach Unternehmensangaben von 30 Schulklassen getestet. Nach Presseberichten befindet sich das zweite Spiel bereits in der Entwicklung. Diesmal soll der Reporter in Lateinamerika recherchieren.
Autor: amayer Kategorie: A bis Z, Zukunft des Journalismus | Keine Kommentare »
Tags: Nahostkonflikt, PC-Game, Recherche, Reporter, Second Life
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