Der SCOOP!
Die Jury: Andreas Wiele, Tanja Kinkel, Tim Renner, Jette Joop, Felix Petersen, Miriam Pielhau, Michael Michalsky, Nadine Schemmann, Oliver Berben, Mirko Borsche, Florian Henckel v. Donnersmarck, Jan-Eric Peters, Michael Conrad, Max Hollein, außerdem Tom Spahl (Akademie)
1.894 Ideen aus 20 Ländern, 25 Konzepte auf der Shortlist, fünf gestern im Finale – jetzt ist der SCOOP! gelandet. Nach achstündiger Jury-Sitzung ist die Entscheidung für die beste Idee, für ein neues kreatives Medienprojekt gefallen.
Die fünf Finalisten hatten ihre Projekte vormittags den 14 Jury-Mitgliedern in der Axel Springer Akademie präsentiert. Danach wurde diskutiert, lange und intensiv. Denn jedes der fünf Konzepte hatte seinen speziellen Reiz. Die Entscheidung fiel dann auch alles andere als leicht, es war spannend und die Abstimmung knapp.
Das ausgezeichnete Konzept wird in den kommenden zwei Jahren mit bis zu einer halben Million Euro und viel tatkräftiger Hilfe unterstützt. Mit dem Ideengeber wird jetzt die Umsetzung besprochen. Titelrechte und Internet-Adressen müssen gesichert werden, Layouts entwickelt, Dummys gebaut, Strukturen aufgebaut und Mitarbeiter gesucht werden…
Am 6. Dezember, wenn alle wesentlichen Details feststehen, wird die Gewinner-Idee öffentlich vorgestellt.
Jette Joop, Florian Henckel von Donnersmarck und Tanja Kinkel
Oliver Berben mit Tim Renner und Miriam Pielhau
Tim Renner und Michael Conrad
Mirko Borsche und Oliver Berben
Felix Petersen
Autor: jep Kategorie: A bis Z, Zukunft des Journalismus | 22 Kommentare »
Tags: Förderinitivative, Ideenwettbewerb, Jury, SCOOP!
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Am 30. Oktober 2007 um 20:05 Uhr
Viel Glück dem Gewinner.
Der Tag der Veröffentlichung ist ein gutes Omen, den der Name Nikolaus bedeutet “Sieger des Volkes”.
Also mach’ den Volks-Scoop!
Am 31. Oktober 2007 um 07:56 Uhr
Glückwunsch an den Gewinner und viel Erfolg! Aber was sagt Springer-Vorstandsmitglied Andreas Wiele da im Video? „Die Aufgabe ist es (…) gewesen, eine möglichst medienübergreifende Idee zu entwickeln oder jedenfalls unabhängig von einem festen Medium zu sein und auch nicht nur auf unsere klassischen Printmedien beschränkt zu sein..“
Hm, hat er die Ausschreibung nicht richtig gelesen oder ich nicht? Da hieß es doch: “Ein Online-Konzept? Eine Print-Idee? Ein Video-Format? Ein Multimedia-Projekt? Alle Gattungen sind möglich, Ihrer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!” Offensichtlich doch.
Am 31. Oktober 2007 um 10:02 Uhr
@ Oliver
Im Finale waren die unterschiedlichsten Medienideen, vom reinen Printprojekt über Zeitschrift-Online-Kombinationen bis zum Bewegtbild/Fernsehkonzept.
Am 31. Oktober 2007 um 13:40 Uhr
Laut einer aktuellen emnid-Umfrage unter 1.367 Personen nimmt zwar die Bedeutung der Printmedien als Überbringer der wichtigsten Nachrichten des Tagesgeschehens ab, ABER trotzdem sehen 80% der Befragten die Printmedien als unverzichtbar an, wenn es um aufklärende Hintergrundinformationen und eine tiefergehende Analyse und zu den vorgestellten Themen geht.
http://www.dwdl.de/article/news_13211,00.html
Da lag mein Scoop!-Vorschlag voll im Trend: eine gedruckte Zeitschrift, in der Themen nicht eindimensional sondern aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet werden, damit sich der Leser sein eigenes Bild
zusammensetzen kann und nicht auf eine vorgeformte Weltanschauung der Redaktion “vertrauen” muss.
Am 31. Oktober 2007 um 23:37 Uhr
@Drucker: Klingt eher nach einer sehr interessanten Webseite, oder? Mit Links und Querverweisen kann man doch im Netz viel besser arbeiten, oder? Und überhaupt: Warum schon die Idee hier (kostenlos) posten, wenn sie vorher vielleicht fast eine halbe Million Euros eingebracht hätte?
Keine Angst vor Ideenklau?
Am 1. November 2007 um 15:44 Uhr
@ Soeren
Zitat: “Keine Angst vor Ideenklau?”
Nö, wäre der Vorschlag lohnenswert, hätte er beim Scoop! genau dieses halbes Milliönchen eingebracht. Niemand ist so doof, eine Idee zu klauen, die von Profis abgelehnt wurden. Außer vielleicht die Verlage, die “Harry Potter” nicht haben wollten
Zitat: “Klingt eher nach einer Webseite, oder?”
Nein eben nicht, im Internet kann jeder auf Millionen von Webseiten alle möglichen Informationen saugen und abspeichern. Da verliert man leicht den Überblick und hat meist trotz umfangreicher Recherche das Gefühl, die entscheidenden Aspekte nicht gefunden zu haben.
Das ist wie im Supermarkt: Untersuchungen zeigen, dass eine zu große Auswahl unterschiedlicher Anbieter innerhalb einer Produktgruppe die Kauflaune senkt, weil der Kunde sich nicht entscheiden kann. Fachleute sprechen hier von “Consumer-Confusion”, also einer “Konsumentenverwirrtheit” in Folge einer Reizüberflutung, die das Gehirn nicht mehr zu einer Bewertung befähigt und somit zum Abbruch des Kaufentscheidungsprozesses führt.
Der Handel reagiert darauf mit Reduktionsstrategien, wobei die Auswahl aber auch nicht zu klein werden darf, weil sich sonst der Kunde in seinen Vorlieben nicht ernstgenommen fühlt. Genau dieses Gleichgewicht würde solch eine Zeitschrift auch erfordern: keine Informationsüberflutung wie im Internet aber auch keine eindimensionale Berichterstattung wie in den Mainstream-Medien, die oft mehr an Presseerklärungen von PR-Agenturen erinnert als an kritischen Journalismus.
Am 2. November 2007 um 13:37 Uhr
Auch ich möchte dem oder der Gewinner(in) recht herzlich gratulieren.
Am 5. November 2007 um 13:25 Uhr
…auch herzlichen Glückwunsch an den Gewinner. Gibts vielleicht auch irgendwo die Möglichkeit kleinere Summen als Startkapital für sein Medienprojekt zu erhalten. So 20000 € würden mir erstmal reichen!
Bin generell für mehrere kleinere Projekte mit kleineren Summen als für ein Riesenprojekt mit ner halben Million.
Bin auch überzeugt, dass die Endauswahl maßgeblich durch sehr subjektive Einschätzungen geprägt ist, man sollte sich also seinen Traum nicht nehmen lassen!
Am 14. November 2007 um 18:54 Uhr
Ich bin schon gespannt welche Idee jährlich nachweislich mehr als 20 Milliarden Produktionseffekte auslöst, tausende Arbeitsplätze schafft sowie hunderte neue Zukunfts-Journalisten ermöglicht. Als Lösung und Vorgabe wurde so etwas von mir eingereicht. Sollte eine noch bessere wirtschaftliche und journalistische Idee herausgekommen sein, meine Hochachtung und Gratulation dem Gewinner.
Am 15. November 2007 um 00:53 Uhr
scoop gelandet — schade so wie es aussieht
ja nich bei mir —
was nun interressant gewesen wäre wenn man
eine nachricht bekommen hätte wie nah man
am landeplatz vorbeigeschossen hat
nur das ist ja wohl nich möglich — obwohl
sich fast 2000 teilnehmer bestimmt einige
mühe gemacht haben
in einer zeit wo oberflächlichkeit und
gleichgültigkeit oberhand gewonnen haben
zählt nur noch der profit
dem gewinner toi toi toi
Am 16. November 2007 um 12:56 Uhr
schon komisch,
da taucht der zweite absatz meines konzepts, sechs monate nach abgabe beim a.s. verlag in der bild zeitung münchen auf….habe andere städte zufällig auch seit neustem eine serie, die da heißt:”mein stadtteil”?
inspiration, ideenklau, oder zufall?
Am 16. November 2007 um 15:24 Uhr
“inspiration, ideenklau, oder zufall?”
Die Antwort ist abhängig vom Befragten. Springer wird Ihnen sagen “Zufall”; ich denke, man hat die Einsendungen als Brainstorming genutzt und wird Interessantes nun als “Inspiration” mehr oder weniger verfremdet anwenden und aus Ihrer Sicht ist es eindeutig “Ideenklau”.
In der Musikbranche ist sowas übrigens ganz normal, man denke nur an den Song der Prinzen “Alles nur geklaut”. Fragen Sie mal Herr Döpfner, als Musikwisenschaftler müsste er das wissen.
Am 16. November 2007 um 18:46 Uhr
Aus Verlierern werden Gewinner!
Wir geben sämtlichen Nichtgewinnern und zukünftigen kreativen Köpfen die Chance, geistiges Eigentum zu schützen und sicher zu vermarkten.
Damit unentdecktes Talent nicht in den Schubläden verschwindet, eingereichte Ideen und zukünftige Geistesblitze umgesetzt und Investoren global angesprochen werden können, wurde mit Unterstützung von Rechtsanwälten, ein Modell entwickelt, das erstmalig die Möglichkeit eröffnet, Ideen weltweit zu vermarkten und gleichzeitig zu schützen. Dabei wird die Idee – Ihre Idee – anwaltlich betreut. Die Idee wird regelmäßig auf Verletzung des Urheberrechts überprüft. Es erfolgt eine kostenlose, ordentliche Registrierung – vergleichbar mit der Eintragung in einem Grundbuch. Zur Durchsetzung Ihrer Interessen, wie zum Beispiel Vertragsverhandlungen, steht Ihnen ein Anwalt zur Seite.
Wer Interesse hat kann sich unter netzwerk@vdsmp.de melden.
Am 16. November 2007 um 19:29 Uhr
@ f & f und sowas
Mit allem Respekt, ich kenne das Konzept ja nicht im Detail, aber: Ideenklau bei einer Serie “Mein Stadtteil”??? Es dürfte schwierig werden, auch nur eine Lokalzeitung im Lande zu finden, die das nicht schon mehrfach gemacht hat…!
Am 17. November 2007 um 21:52 Uhr
es hilft ja nun nichts, wir sind nicht dabei.meine eingereichte idee kommt garantiert irgendwann ans tageslicht.das problem wird sein, das es dann nicht von mir sein wird, sondernd von jemanden mit besseren kontakten.deshalb suche ich unbedingt jemanden für meine zwei spezialideen, der nicht gleich 2.500 Euro für die bearbeitung haben wollen.
Am 18. November 2007 um 19:37 Uhr
An alle Bewerber!
Sollten wir nicht alle informiert werden ueber die letzten 25 Bewerber?
und die Finalisten??
Vielen Dank an Springer Verlag fuer all die fotos der jury, aber wir wollen eigentlich wissen, wer denn das rennen gemacht hat!
Bewerber aus Berlin,
Sun
Am 18. November 2007 um 21:59 Uhr
@ sun peng toh
Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Was hatte es doch gleich mit dem 6. Dezember auf sich?! Also abgesehen davon, dass da der Nikolaus vorbeikommt… In diesem Sinne: schöne Vorfreude.
Am 6. Dezember 2007 um 14:25 Uhr
[...] “Bild” rettet die Welt!12. Die Enteignung der Presse13. Award für Bild.T-Online14. Der SCOOP!15. SCOOP! Fragen und Antworten16. Bewerbung: Entscheidung getroffen17. Award für [...]
Am 7. Dezember 2007 um 12:29 Uhr
[...] Glückwunsch an Dennis Buchmann, der den Scoop-Wettbewerb der Axel Springer Akademie mit seinem Projekt “Humanglobaler Zufall” gewonnen hat. [...]
Am 19. Dezember 2007 um 01:59 Uhr
finde das projekt ganz in ordnung. allerdings wurde das schon viel virtuoser umgesetzt von geoff ryman, in einem interaktiven u-bahn lustigen zufallsbegegnungen und anekdoten aus der u-bahn
. der gedanke, so etwas unter einem leitfaden in der u-bahn zu verteilen ist ganz nett. ich finde dennoch weder, dass das einen mords-scoop darstellt, noch dass das wirklich “die welt verändert” (zugegeben ist dieser anspruch hoch, aber es könnte doch zumindest in die richtung gehen…).
naja, haben wir halt noch ‘nen blog-print-hybriden. wat soll’s.
Am 19. Dezember 2007 um 02:02 Uhr
ähhhh, ja. da haben sich wohl syntaktische fehler eingeschlichen, lol. ich glaube, die botschaft kommt trotz des worthaufens noch an…
Am 19. April 2008 um 13:57 Uhr
http://www.axel-springer-akademie.de/blog/2008/04/18/award-der-woche-fur-humanglobaler-zufall/