SCOOP! And the winner is…
… Dennis Buchmann und sein Magazin “Humanglobaler Zufall”!
Der 30-jährige Diplom-Biologe hat seine Ausbildung an der, na ja, zweitbesten
Journalistenschule der Republik, der Deutschen Journalistenschule in München, gerade erst beendet und konnte sich gleich gegen 1.893 andere Kreative durchsetzen.
Das Gewinnerprojekt ist eine Zeitschrift. “Humanglobaler Zufall” beschäftigt sich mit der Vernetzung der Welt. Der sperrige, aber wie ich finde wunderbare Titel ist buchstäblich bezeichnend für den Inhalt des Magazins: Es geht um Menschen in der globalisierten Welt, die der Zufall zusammengeführt hat.
Ausgangspunkt könnte beispielsweise das Portrait eines deutschen Investmentbankers in London sein, der mit seinen Millionengewinnen nach Deutschland zurückkehrt und hier eine Biosuppenküche eröffnet (ja, den gibt’s!). Die zweite Geschichte handelt dann von dem pakistanischen Kioskbesitzer, bei dem der Banker in London jeden Morgen seine Zeitungen gekauft hat – und dessen Kiosk einem internationalen Bauprojekt weichen soll.
Und so verbindet sich schließlich eine Geschichte mit der nächsten, wie auf einer Perlenkette, klassische Ressorts gibt es nicht, ein Geschichten-Netzwerk entsteht.
Die Jury hat sich für dieses Projekt entschieden, weil es das Thema Globalisierung, das uns alle bewegt, so originell aufbereitet. Das Konzept ist einzigartig, und es ist ganz nah am Menschen.
“Humanglobaler Zufall” wird im Frühjahr 2008 zum ersten Mal erscheinen, dann alle drei Monate – so lang das Fördergeld und Anzeigen- wie Verkaufserlöse reichen. Gestaltet wird das Heft von Mirko Borsche, der erfolgreich für die “Zeit” arbeitet, das “SZ-Magazin” und “Neon” mitentwickelt und sich schon als SCOOP!-Juror für das Projekt begeistert hat.
Die Akademie wird die Zeitschrift herausgeben und Dennis Buchmann journalistisch mit Rat und Tat zur Seite stehen. Der hat sein Büro an der Akademie schon vor zwei Wochen bezogen und arbeitet an der ersten Geschichte – als “Global Editor”, so steht es im Vertrag.
P.S. Der SCOOP! Auf Papier? Ein Print-Magazin? Auch im Online-Zeitalter waren fast die Hälfte aller eingereichten Ideen Zeitschriften-Konzepte. Ins Finale hatten es auch Online-Formate und Bewegtbild-Projekte geschafft – aber am Ende ist die Jury dem Reiz des Gedruckten erlegen. Für einen Moment die Welt anhalten, sie entschleunigen, diese Idee steckt auch im “Humanglobalen Zufall”.
Nachtrag, 7.12. – das Presse-Echo:
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Welt Kompakt
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Berliner Morgenpost
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Hamburger Abendblatt
Autor: jep Kategorie: A bis Z, Zukunft des Journalismus | 109 Kommentare »
Tags: Förderinitiative, Ideenwettbewerb, Jury, SCOOP!
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Am 6. Dezember 2007 um 19:26 Uhr
humanglobaler glückwunsch! eine tolle idee, ein prima typ. falls gewünscht: unterstütze gerne, wo ich kann. nummer 5 lebt, gruß oliver
Am 6. Dezember 2007 um 19:35 Uhr
Tja. Global, human, vernetzt. Und dann noch rote Haare. Da kommt man nicht gegen an. Glückwunsch, Buchmann!
Am 6. Dezember 2007 um 20:52 Uhr
genial verstrahlter titel. weitermachen…
Am 6. Dezember 2007 um 21:01 Uhr
Schöne Wahl, klingt spannend.
Die fachlichen Kenntnisse als Biologie ermöglichen es dem Autor zudem, nicht ausschließlich nur humanoide Lebewesen literarisch zu begleiten sondern manchmal den Blick auch auf Flora und Fauna zu lenken. Bedeutet Globalisierung doch oft den Verlust der selben.
Viel Spaß dem Zufallsprodukt.
Am 6. Dezember 2007 um 22:09 Uhr
Ich finde die Idee eher gewöhnlich. Projekte über Vernetzung gibt es inzwischen doch wie Sand am Meer. Für den Scoop! hätte ich bei 1.893 Ideen mehr erwartet. Trotzdem viel Erfolg für das Projekt und Glückwunsch an Dennis Buchmann!
Am 6. Dezember 2007 um 23:14 Uhr
Ein Ex-Banker der eine Bio-Suppenkueche aufmacht? Ja nee is klar. Ihr seid ja ganz vorne dran!
Am 6. Dezember 2007 um 23:47 Uhr
Glückwunsch!
Ich bin gespannt.
Ob das Projekt die WELT KOMPAKT in Sachen Innovation übertreffen kann?
Wird auf jeden Fall schwer.
Am 7. Dezember 2007 um 08:54 Uhr
[...] SCOOP! And the winner is… (axel-springer-akademie.de/blog) … Dennis Buchmann und sein Magazin “Humanglobaler Zufall”! [...]
Am 7. Dezember 2007 um 11:03 Uhr
Unter http://www.bookmarks-magazin.de kann man sehen, was wir eingereicht hatten. (Auf den Bild-Link “Das Heft im Netz” klicken) Es war geplant als Printprodukt.
Und nun meine Gedanken zum Gewinner-Projekt: Der Gewinner des Scoop steht fest. Und ich bin überrascht. Im Moment kann ich die Entscheidung nicht nachvollziehen, begreife auch das Konzept nicht (oder übersehe Potential), frage mich, welche Kritierien über die veröffentlichten hinaus galten. Aber ich werde darüber nachdenken.
Am 7. Dezember 2007 um 10:21 Uhr
Sehr coole Idee! Glückwunsch und viel Erfolg. Ich werde mir das erste Heft kaufen….
Am 7. Dezember 2007 um 11:10 Uhr
Glückwunsch!! Bin positiv überrascht, dass es kein Onlineangebot ist – wir haben doch noch eine Chance!! Man darf gespannt sein auf die erste Ausgabe (ein Vergleich mit der Welt Kompakt hinkt wohl eher, Julien…)
Am 7. Dezember 2007 um 12:19 Uhr
Gratulieren tue ich übrigens trotzdem. Und bin neugierig, wie das Konzept denn aussieht, wenn es – wie Jette Joop in dem Video bereits sagte – ausgereift ist. Vielleicht bin ich dann ja doch noch voll des Lobes.
Am 7. Dezember 2007 um 11:34 Uhr
Der Axel Springer Verlag unterstützt Zeitschriftenprojekt “Humanglobaler Zufall” mit 500.000 Euro. [...]
Am 7. Dezember 2007 um 12:28 Uhr
[...] Glückwunsch an Dennis Buchmann, der den Scoop-Wettbewerb der Axel Springer Akademie mit seinem Projekt “Humanglobaler [...]
Am 7. Dezember 2007 um 12:41 Uhr
Ich bin gespannt!
Am 7. Dezember 2007 um 13:56 Uhr
@ Christine Brügge
Zitat “…und frage mich, welche Kriterien galten…”
Das Kriterium war, dass die Jury beim gedanklichen Nachvollziehen der Idee eine emotionale Erregung des limbischen Systems erfährt, der nicht eine bewußte, geistige Willenssteuerung der jeweilige Person sondern instinktmäßig ablaufende Reaktionsmuster zugrunde liegen. Fragen Sie mal den Gewinner, als Biologe kann er das gut erklären, immerhin hat er im Studium Fröschen das Bein elektrisch stimuliert, damit es zuckt. So ähnlich ist er auch bei seiner Idee vorgegangen.
Die Globalisierung ist wie ein Karussell, das sich mit immer höherer Geschwindigkeit dreht. Zunächst macht es Spaß, einige Runden zu drehen und Neues zu entdecken, aber irgendwann wird es zu schnell für einen und man spürt die Fliehkräft. Am liebsten möchte man wieder aussteigen, aber das geht nicht mehr: den Steuerknüppel bedient jemand anderer. Jemand, der mit diesem Karussell viel Geld verdient!
Mit der Zeit fliegt einer nach dem anderen aus seinem Sitz und landet im Dreck, nur die Stärksten können sich halten und dem rasendem Tempo standhalten. Doch selbst sie sind im Vergleich zum Karussellbetreiber Verlierer, denn sie drehen sich ständig im Kreis und glauben nur, sich fortzubewegen. Trotzdem möchte jeder mitfahren, weil schon die Vorstellung, quasi durch Raum und Zeit zu fliegen, Glückshormone auslöst.
Es ist diese Erwartungs-Spannung, wie das Karussell sich weiterdreht und wer als nächster auf- und absteigt, die zur Juryentscheidung geführt haben könnte. Schon bei “Dalles” war es gut für die Quote, wenn am Ende einer Folge jemand von der Klippe springt und die Zuschauer wissen möchten, wie er unten ankommt. Allerdings funktioniert dieses Konzept nur, wenn die Erzählweise den Zuschauer/Leser in seinen Bann zieht. Da kann die Geschichte noch so spannend sein, wenn der Stil langweilt, bleibt das Publikum aus. Also warten wir mal die erste Ausgabe ab, da er trotz hochqualifiziertem Beruf noch Journalist gelernt hat, scheint er ja recht ambitioniert zu sein.
Die Idee mit der Schicksals-Vernetzung gefällt mir, allerdings hätte der Scoop! medientechnisch etwas innovativer ausfallen können. Nachdem mein Handy gelernt hat, im Internet zu surfen, bin ich noch auf der Suche nach einer guten Seite, die Nachrichtenportal und Suchmaschine vereint. Die für PC-Bildschirme konzipierten Online-Seiten sind fürs Handy nur Option aber nicht erste Wahl. Man braucht z.B. eine intelligente Oberfläche, die Suchbegriffe sofort verarbeitet, ohne sie in dafür vorgesehene Kästchen tippen zu müssen und nach Schlüsselwörtern alphabetisch abrufbare Nachrichteninhalte, die im Stil eines Telegramms aufgereitet sind. Der Name passt doch schon, man muss aus dem Telegraphen nur ein Telefon machen.
Am 7. Dezember 2007 um 14:01 Uhr
Die geplante Zeitschrift könnte interessant werden, ich werde mir die erste Ausgabe wohl kaufen. Aber dass das die beste Idee unter 1.894 gewesen sein soll… Irgendwie ein bißchen wenig, oder?
Ich hätte gewettet, dass ein Webprojekt das Rennen macht. Und ich hätte das richtig gefunden, weil sich online viel mehr realisieren und experimentieren lässt – gerade, wenn es um Verknüpfungen geht. “Humanglobaler Zufall” will sich “mit der Vernetzung der Welt” beschäftigen. Ja, um Himmels willen, das schreit doch nach dem Internet! Stattdessen: noch ein Stapel Papier. Schade.
Am 7. Dezember 2007 um 14:41 Uhr
Die Axel Springer Akademie hat einen Gewinner für seine Nachwuchsförderung Scoop gekürt. Dennis Buchmann, Absolvent der Deutschen Journalistenschule, hat mit der Zeitschrift “Humanglobaler Zufall” den Zuschlag bekommen. [...]
Am 7. Dezember 2007 um 14:46 Uhr
hm. hm… aha.
also, wenn schon verknüpfung und globaler zufall mit humanem touch dann bitte aber auch kritisch! mit nennung von ross und reiter, den verantwortlichen, die diese globalisierungen hervorrufen, dahinter stecken mit ihren verquasten plänen. und da brauchen man auch nicht nach london, die themen stehen vor unserer tür.
das müsste so kritisch sein, dass es nur so von unterlassungserklärungen wimmelt. dann würde ein schuh daraus, würde das sinn machen. aber so, wie beschrieben, kommt es mir wie ein nettes lifestyle-magazin daher, das sich eben zufälligerweise auf solche geschichtchen kapriziert.
:-I
Am 7. Dezember 2007 um 15:04 Uhr
Eine Jury der Axel Springer Akademie hat das Zeitschriftenprojekt “Humanglobaler Zufall” zum Sieger des Wettbewerbs “Scoop” (kress.de vom 16. Juli 2007) gekürt. Der Ideengeber Dennis Buchmann, 30, Biologe und Absolvent der Deutschen Journalistenschule, wird die Zeitschrift nun entwickeln. Sie soll miteinander verbundene Geschichten von Menschen in der globalisierten Welt erzählen und wird erstmals im Frühjahr 2008 erscheinen. [...]
Am 7. Dezember 2007 um 15:24 Uhr
Die Entscheidung ist gefallen – der 30-jährige Diplom-Biologe Dennis Buchmann hat die Jury des Ideenwettbewerbs der Axel Springer Akademie SCOOP! überzeugt. Sein Projekt ist eine Zeitschrift namens “Humanglobaler Zufall”, die sich mit der Vernetzung der Welt beschäftigt. [...]
Am 7. Dezember 2007 um 17:47 Uhr
@ Langweiler:
Sie scheinen das Konzept näher zu kennen? Ich lese das ausgebuffte System nämlich nicht heraus aus den Zeilen “Ausgangspunkt könnte beispielsweise das Portrait eines deutschen Investmentbankers in London sein, der mit seinen Millionengewinnen nach Deutschland zurückkehrt und hier eine Biosuppenküche eröffnet (ja, den gibt’s!). Die zweite Geschichte handelt dann von dem pakistanischen Kioskbesitzer, bei dem der Banker in London jeden Morgen seine Zeitungen gekauft hat – und dessen Kiosk einem internationalen Bauprojekt weichen soll.
Und so verbindet sich schließlich eine Geschichte mit der nächsten, wie auf einer Perlenkette (…)”
Für mich klingt es eher nach einer Aneinanderreihung von Fallbeispielen, die ich in dieser Form schon oft gelesen habe.
Aber ich will nicht unken! Wer weiß, wer weiß, ob da nicht doch ein so raffinierter Gedanke dahinter steckt, dass ihn mein altomodisches Spatzenhirn bloß noch nicht visionär erfasst hat. Man kann nie wissen…
Am 7. Dezember 2007 um 18:08 Uhr
@ Andreas Jung:
Ich find’s spannend, dass Sie Ihre Idee auch zur Ansicht zeigen. Vielleicht können ja noch ein paar mehr von uns ihre Konzepte präsentieren. Sofern sie nicht unter Verschluss wegen späterer Realisierungen bleiben sollten.
Am 7. Dezember 2007 um 17:16 Uhr
Hier gibts unser Scoop Medienkonzept:
http://mobile-tagging.blogspot.com/2007/12/der-scoop-von-axel-springer.html
Am 7. Dezember 2007 um 20:36 Uhr
[...] Quelle Technorati tags: humanglobaler zufall, dennis buchmann, axel-springer [...]
Am 7. Dezember 2007 um 21:05 Uhr
Aha, beim Siegerprojekt geht es also “um Menschen in der globalisierten Welt, die der Zufall zusammengeführt hat”.
Ich wüsste jetzt nicht, warum solche Geschichten der große Verkaufsrenner werden sollten. Eigentlich kauft man sich doch eine Zeitschrift, weil man daraus einen Nutzen für sich zieht: entweder durch Tipps zum Geldsparen, durch Modetipps, Kauftipps usw.
Dann war wohl die Gewinnprognose kein entscheidungsrelevantes Kriterium. Und die Zeitschrift wird, wenn die halbe Million Euro verbraten ist, wieder eingestellt.
Am 8. Dezember 2007 um 00:07 Uhr
Nach rund 14 Stunden ist die Idee jetzt bei mir angekommen. Allerdings liegt dies wohl weniger an der Idee selbst, als vielmehr an der Beschreibung. Jetzt verstehe ich auch, was “Langeweiler” meinte. Stelle es mir als “Robert Altman in Print-Format” vor. Frage mich, wie da wohl die Schnitte gesetzt werden.
Und ich denke es ist müßig, darüber zu spekulieren, ob ein Web- oder ein Print-Projekt besser gewesen wäre. Jeder von uns wird irgendeinen Ansatz gefunden haben, den er als umsetzungswürdig erachtet (und manches davon wird es auch durchaus sein). Ich persönlich werde die Zeitschrift daran bemessen, was die sechste Ausgabe zum Inhalt hat.
Also, lieber Dennis Buchmann: Ich kann mir gut vorstellen, dass Sie nun kräftig am Wühlen sind. Solche Geschichten schnitzt man sich ja nicht “mal eben so” aus den Rippen. Viel Glück!
Am 7. Dezember 2007 um 23:28 Uhr
@ Christine Brügge
Zitat “…ob da nicht doch ein so raffinierter Gedanke dahinter steckt, dass ihn mein altomodisches Spatzenhirn bloß noch nicht visionär erfasst hat.”
Nein, das liegt nicht an Ihrem Hirn sondern daran, dass die siegreiche Idee eine altmodische Vision ist nach dem politisch-korrekten Motto “wir sind alle Freunde oder sollten es zumindest sein, deshalb laßt uns einander besser kennenlernen und verstehen”. Altmodisch weil oft gehört und visionär, weil nicht wirklich umsetzbar, solange Wirtschaftsinteressen die Weltpolitik bestimmen.
Irgendwo auf einer Onlineseite zur Scoop!-Entscheidung steht, man würde in dem Heft Informationen bekommen zu Politik, Wirtschaft und Gesellschaft der jeweiligen Länder. Vielleicht ist das der Ansatz, der zum Sieg führte: die Jury findet es innovativ, dass der Leser sich quasi nebenbei mit Themen wie “Bruttoinlandsprodukt, Insiderhandel oder Selbstmord indischer Kleinbauern” befasst , während es ihm doch eigentlich nur darum gehen würde, seinen Voyeurismus nach Privat-TV-Art zu befriedigen und Leute in ihrem Alltag zu beobachten.
Im Vergleich zu Mobile-Tagging ist das biologische Zufallsprodukt nicht innovativ. Vielleicht sind alle Juroren auf ihrem Tätigkeitsfeld einfach zu erfolgreich, als das sie nach neuen Konzepten der medialen Darstellung hungern würden: sie brauchen sie nicht, weil sie mit herkömmlichen Medien ihre Kunst ausdrücken können.
Am 9. Dezember 2007 um 15:45 Uhr
Glückwunsch, bei der Axel Springer Akademie, ist eine zukunftweisende Idee – ein Print- Journal. Wie visionär! Auf so eine einzigartige und innovative Idee, in unserer heutigen Online-Welt, muss man erst mal kommen. Und der Sieger ist vor allem einer von „uns“, ein netter Typ. Genial!
Welche elitäre Gruppe sollte diese Geschichten eigentlich ständig lesen, wenn sie im Netz zudem kostenlos zu finden sind? Wer soll das Heft kaufen? Es ist eben sehr schwer und besonders unangenehm Veränderungen zu vollziehen.
In der Bildung und an den Schulen ist es ja auch nicht anders. Bloß keine Abweichungen. Der Unterricht ist hier auch noch immer wie im 19.Jahrhundert. Lehrbuch, Lehrer, Tafel und Kreide. Über Lernen im 21. Jahrhundert findet man heute keine einzige Publikation in den Buchläden! Vielleicht leben wir gar nicht im 21. Jahrhundert und Internet ist nur eine Illusion. Ist ja auch charakterlos, wenn Bildung und Information für jeden kostenlos und dazu noch überall in der Welt ständig zur Verfügung stehen kann.
Sollte der Scoop eher eine Arbeitsbeschaffung für einige junge Journalisten sein? Seltsam ist nämlich, Ihr Zeitungsartikel mit Foto zum Gewinner auf Ihrer Website, ist im Original („Die Welt“, Ausgabe vom 6.12.07, 7.12.07 oder 8.12.07 usw., die uns vorliegen) überhaupt nicht zu finden. Nach weiteren Recherchen wurde festgestellt, dass Ideengeber die eingeladen wurden, selbst nicht einmal von Ihrer Idee überzeugt sind und sie selbst als Spinnerei bezeichnen. Dagegen wurde zum Beispiel eine Idee, die auf Ihrem Tisch gelandet ist und wirklich innovativ und nachweislich über 20 Milliarden in der Branche erwirtschaftet sowie massenhaften jungen Journalisten einen spannenden, zukunftssicheren und interessanten Job gebracht hätte, nicht einmal angehört. Soviel Naivität oder Überheblichkeit hätte ich nicht gedacht. Hatte wirklich mehr von einer Axel Springer Akademie erwartet. Es soll nicht gegen den Sieger sprechen, aber mit dieser Auswertung haben Sie sich wohl eher blamiert und ein schlechtes Image gegeben. Mein Kompliment!
Gratulieren tue ich trotzdem, denn der Sieger kann ja nichts dafür, wenn er mit seinem experimentellen Magazin-Format, plötzlich gewinnt. Sollte das Projekt vielleicht im Netz als Web-TV gesendet werden, vielleicht bin ich dann ja doch noch voll des Lobes.
Ein besinnliches Weihnachtsfest
Peters
Am 9. Dezember 2007 um 19:12 Uhr
@ Peters
Der Zeitungsausschnitt stammt aus der “Welt Kompakt”, so wie es im Beitrag oben auch steht. Lesen hilft.
Und was Ihre Idee angeht: Da sie “nachweislich” 20 Milliarden machen wird, werden Sie sich vor Investoren gar nicht retten können. Wir waren bloß auf der Suche nach einer kleinen originellen Medienidee, nicht nach einer Gelddruckmaschine.
Am 10. Dezember 2007 um 08:50 Uhr
Sehr originell, Amores Perros und ähnliche Filme lassen grüßen. Der Knüller, entschuldigung, dass ich gähne :-0
Am 10. Dezember 2007 um 11:02 Uhr
Interessant an der Resonanz ist, dass sie nur hier in den Kommentaren auch negativ ist. Wenn ich Leuten von der Idee erzähle, findet sie die Mehrheit gut und vor allem spannend, weil sie eben nicht so berechenbar ist, wie ein neues Magazin über Angeln oder so. Aber hier klingen viele Kommentare immer gleich so frustriert und gehässig. Warum nicht einfach locker bleiben? Ich behaupte ja nicht, dass andere Projekte nicht toll sind, aber was soll´s, an dem Tag hab ich halt überzeugt. Und jene, die hier so rumschimpfen haben es zumindest aus Sicht der Jury nicht besser gemacht. Eine andere Jury hätte vielleicht anders entschieden, aber es war nun einmal keine andere Jury, fertig.
Für die Glückwünsche bedanke ich mich jedenfalls und special Grüße an Oliver Wurm, der mit sportlichem Beispiel voran geht, und mir einfach nett gratuliert, obwohl sein Projekt nicht gewonnen hat. Wieso auch nicht, das Leben geht weiter…
Am 10. Dezember 2007 um 11:30 Uhr
Herzlichen Glückwunsch an Dennis Buchmann. Ein sehr aufregendes Projekt, dass sicher sowohl für laute Kreativität als auch für leise Kritik Raum läßt, hat verdient gewonnen, auch wenn es die vielen Zweitplazierten noch nicht ganz so sehen. Und dass es “wieder nur ein Stapel Papier” ist, gefällt mir persönlich umso mehr.
Am 10. Dezember 2007 um 14:29 Uhr
at Dennis Buchmann
Glückwunsch zum Gewinn!
Mit negativen Kritiken solltest du rechnen. Das ist normal. Wie ich irgendwo aufgeschnappt habe, legen viele Menschen bei einem Zeitschriftenprojekt gerade Wert auf das Berechenbare. Sie wollen wissen, was sie irgendwie erwartet. Zudem wirkt auf mich das Titel eher akademisch.
Am 10. Dezember 2007 um 16:05 Uhr
Na, da fällt mir ja gleich der Titel für ein neues Heft ein: Heulsuse – ein Heft für schlechte Verlierer.
Zu der hier zur Schau gestellten Eitelkeit sage ich “Gähn”, nicht zum “Humanglobalen Zufall”. Denn der klingt nach einer wiklich guten Idee.
Herzlichen Glückwunsch, Herr Buchmann!
Am 10. Dezember 2007 um 16:46 Uhr
Hallo Dennis,
sorry, ich wollte dich nicht persönlich beleidigen, nur ich finde einfach, dass Dein Projekt kein Knüller ist.
Das hat auch nichts mit schlechtem Verlierertum meinerseits zu tun. Sondern nur mit Meinungsfreiheit.
Ciao
Am 10. Dezember 2007 um 17:47 Uhr
at jep & dennis buchmann
Der Sieger des Scoop wird in der weniger bedeutenden „Welt Kompakt“ veröffentlicht, wobei alle anderen Artikel vorher über den Scoop in der „Welt“ erschienen. Tolle Geistesblüte.
Sorry! Die ca. 20 Milliarden beziehen sich auf die Investitionen, die die Wirtschaft in diese Branche jedes Jahr nur alleine in Deutschland steckt.
Die jetzige Ehrlichkeit, wie: „Wir waren bloß auf der Suche nach einer kleinen originellen Medienidee, nicht nach einer Gelddruckmaschine“, ist anerkennenswert. Sie hätte nur schon vorher auf der Website stehen sollen. Damit hätte man sich einige Kritik erspart und für andere die Bewerbung. Noch heute steht auf der Website: „wir suchen eine brillante Idee! Die Akademie ist Ideenwerkstatt und Zukunftslabor der Axel Springer AG. Mit SCOOP! wollen wir kreatives Potenzial fördern, denn Kreativität ist wesentlicher Bestandteil unserer Unternehmenskultur und Grundlage unseres Geschäfts“.
Die Sieger-Idee sollte nicht ungewürdigt werden. Aber bei der Höhe des Siegerpreises und den Möglichkeiten der Axel Springer AG hat man schon etwas Einzigartiges und Faszinierendes, dem Zeitgeist der Jugend und neuen Medien entsprechendes, erwartet.
Sollte bei einigen Journalisten Unternehmergeist, Neugierde, Chancen sehen und erkennen noch vorhanden sein, dann meldet Euch. Ein kleiner Plausch hat schon öfter manche aussichtslose Idee zu einem großen globalen Erfolg gemacht (siehe Google oder YouTube). Warum nicht mal in Deutschland. Ihr seid doch nicht dümmer und bestimmt genauso gut, oder?
Am 10. Dezember 2007 um 18:15 Uhr
@ Peters
irgendwie hast du mit dem lesen so deine probleme, oder? auf der scoop-webseite steht doch: “Wirtschaftliche Gewinnchancen stehen nicht im Vordergrund, die Vermarktungsfähigkeit ist keine Auflage.” und im übrigen finde ich die gewinner-idee brillant!
Am 10. Dezember 2007 um 22:04 Uhr
Hallo Dennis,
für meinen Ausdruck “Gähn” will ich mich nochmals bei Dir entschuldigen, das war dumm von mir.
Deine Idee ist klasse, außer Frage. Gratuliere!
Aber ich habe mich ähnlich wie Peters von der Scoop-Website (Knüller) auch eher irreführen lassen. Später las ich dann in einem Interview von JEP “Wir suchen nur eine kleine feine Idee usw.” da wußte ich schon, daß ich mit meinem Eher-die-Welt-retten-Projekt im Web 2.0 Gewande, an der Jury vorbelaufe.
Da wollte ich dann noch schnell mein Alternativ-Projekt nachschieben, ein Kunst- und Kulturmagazin von und für Ziegenhirten in Timbuktu, aber die Bewerbungsfrist war abgelaufen – Schade!
MW
Am 11. Dezember 2007 um 15:43 Uhr
Mein-Scoop=Ideenbeschaffung für Springer!?
Ich bin mir sicher ein paar interessante Projekte waren dabei, die auch wirtschaftlichen Erfolg versprechen. Vor allem im Online-Bereich! Der Gewinner Idee traue ich das nicht zu.
Sehr human!
Am 12. Dezember 2007 um 11:55 Uhr
Hallo Herr Buchmann,
es ist sicher enttäuschend für Sie zu lesen, wie viele im ersten Moment stutzen. Ideen, die man persönlich präsentiert, werden fast immer angenommen. Von Menschen, die in diesem Moment keine Jury sind. Es gebietet schon fast die Höflichkeit.
Die Höflichkeit gebietet es auch, einen Gewinner stehen lassen zu können. Und nicht mit Geschirr zu schmeißen, nur weil man selbst keinen Goldteller gewonnen hat. Und auf der anderen Seite wiederum (diffizile Situation) ist die Meinungsfreiheit erlaubt.
Ich selbst bin übrigens bei der Erkenntnis angekommen, dass mein erstes Unverständnis weder an Ihrer Idee lag noch an der Beschreibung der Akademie sondern einzig allein daran, dass ich “mehr” erwartet hatte und dann plötzlich “weniger” (im Sinne von “schlanker”) kam. Das passte erst einmal nicht in meinen Kopf. Vierzehn Stunden lang habe ich versucht, dieses sperrige Detail zu integrieren…
Also – ich glaube ganz sicher, dass Ihre Idee richtig klasse werden kann, wenn man ein paar Eckpunkte beachtet. Und dann wird der Humanglobale Zufall sicher nicht wie “Der Freund” Art Directors Preise einheimsen aber am Gros der Leser vorbei gehen. Das empfand ich damals und empfinde ich auch heute noch als “eitel verschenktes Potential”. Andererseits (diffizile Situation…) ist es immer so, dass man es nie jedem recht machen kann und den eigenen Produkten gegenüber betriebsblind ist und auch ein Team erliegt der Gefahr, unbewusst die Rudeldynamik vor die unabhängige Kritikfähigkeit zu schieben. All das ist menschlich, ansonsten gäbe es all diese Überraschungen wie YouTube und all diese Flopps wie … jetzt fällt mir grad nichts ein… und so.
Insofern wünsche ich Ihnen ein glückvolles Innen und Außen. Damit es die Bestform wird.
Am 12. Dezember 2007 um 12:42 Uhr
@ yvi, jep, oder Praktikant?
Korrekt. Auf der Scoop-Webseite steht auch: Wirtschaftliche Gewinnchancen stehen nicht im Vordergrund, die Vermarktungsfähigkeit ist keine Auflage. Doch bei 500.000,- € Preisgeld? Es ist unfassbar. Keine wirtschaftlich tragbaren und zukunftsorientierten Ideen waren nötig. Die Axel Springer Akademie steht also für belanglose Ideen. Ein wenig Unterhaltung und eine Beschäftigung für junge Journalisten. Endlich mal eine klare und deutliche Ansage. Danke! Ein Hinweis: Eine „Gewinner-Idee“ ist nur brillant, wenn sie auch greifbaren Mehrwert und Nachhaltigkeit für Kunden bringt. Ist das in den Köpfen etwa unbekannt? Warum habt Ihr Werbung in einer Zeitschrift? Wieso sollen Kunden Zeitschriften bezahlen? Wirtschaftliche Gewinnchancen stehen ja nicht im Vordergrund.
Am 12. Dezember 2007 um 15:24 Uhr
Es ist schrecklich – wenn man erst einmal anfängt, über Dinge nachzudenken…
Mein Vorschlag wäre, das Printprodukt mit einem Online-Portal zu ergänzen. Darüber ließen sich dann vielleicht auch weitere Fälle finden. Und selbst wenn man sie nicht ins Heft hebt, hätte es den Effekt “Tell your story!”. Menschen lieben so etwas. Und man sieht ja schon an uns, wie groß der Mitteilungsdrang ist
Außerdem hätte man dann beide Medienformen bedient und handelt sich weniger Vorwürfe ein
Was ich sehr gut finde am bisherigen Ansatz und worauf ich unbedingt achten würde, ist, dass die Hintergrundinformationen zu den jeweiligen Ländern und Regionen einfließen. Und es ist meines Erachtens sehr wichtig, die Geschichten auch emotional zu erzählen. Das war meines Erachtens ein Fehler, den “Der Freund” gemacht hatte. Der Titel war genial! Aber der Inhalt passte nicht dazu. Er blieb kühl und geriet streckenweise nonchalant. Und das zu einer Zeit, als die Rezension Deutschland erwischte. Das wirkte fast zynisch.
Nun halte ich vorerst meinen Mund. Es sei denn, ich werde von weiteren Geniestreichen übermannt.
Am 12. Dezember 2007 um 14:45 Uhr
@ Peters
Mei oh mei, Ihre Überheblichkeit steigert sich ja von Kommentar zu Kommentar. Die Qualität leider nicht. An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass ich mit Ihnen weder verwandt noch verschwägert bin.
Aber es ist schon lustig: Üblicherweise wird Axel Springer zum Vorwurf gemacht, Kreativität dem Streben nach Gewinn zu opfern, und jetzt wird gejammert, dass bei einem Kreativitätswettbewerb nicht Profitstreben im Vordergrund stand.
P.S. Nach Ihrer denkwürdigen Definition a la “nur was sich rechnet ist gut” müssten übrigens die meisten auch populären Internet-Angebote sofort dicht machen.
Am 12. Dezember 2007 um 16:19 Uhr
Rezension? Es muss natürlich Rezession heißen.
Am 12. Dezember 2007 um 16:04 Uhr
“An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass ich mit Ihnen weder verwandt noch verschwägert bin.”
ich war auch schon drauf und dran, sowas zu posten. Mit dem nörgelnden “Peters” verbinden auch mich keine familiären Bande ; )
nicht das jemand denkt…
Am 12. Dezember 2007 um 17:56 Uhr
P.s Hab zufälligerweise meine Idee abgewandelt in der Bildzeitung wieder gefunden zwischen August und November hmmm….Zufall ?
Am 12. Dezember 2007 um 20:35 Uhr
Eine wunderbare Idee.
Am 12. Dezember 2007 um 21:05 Uhr
nur zur erinnerung:
jep
Am 9. März 2007 um 12:05 Uhr
@ Sebastian
Womit hat Gehrs recht?
Ich sage es gern noch einmal: Ein Heft auf den Markt zu bringen, das bloß ein paar tausend Käufer interessiert, ist keine Kunst und auch nicht unbedingt kreativ. Das könnte jeder Großverlag gleich hundertfach, und manchmal gönnt man sich ja das Vergnügen, denken Sie an „Der Freund“ von Axel Springer, die literarische Vierteljahreszeitschrift, die von Anfang an als eine Art experimentelles Kultursponsoring gedacht war.
Aber wenn es um erfolgreichen Journalismus geht, der auch finanziert werden muss, dann ist einem mit Jubel aus dem Szenecafe nicht geholfen, dann braucht man Käufer, und zwar hunderttausendfach.
Am 12. Dezember 2007 um 21:12 Uhr
Sehr geehrter Herr oder Frau jep,
ich sehe in meiner E-Mail keine Zeile der Überheblichkeit. Jedoch stelle ich fest, Antworten auf einige konkrete Fragen gibt es nicht. Wenn ein „Kreativitätswettbewerb ohne Profitstreben“ angedacht war, so hätte man es jedenfalls unschädlicher und greifbarer artikulieren können, so wie Sie es jetzt deutlich erkennbar machen. Es geht auch nicht gegen den Gewinner Ihres Wettbewerbs (siehe E-Mail 9. Dezember 2007 um 15:45 Uhr). Ich sehe nur das verzerrte Image für die Axel Springer AG bzw. Akademie.
Kleiner Hinweis zu Ihrer P.S. Internet-Angebot „YouTube“ schreibt tief rote Zahlen und ist von Google trotzdem für 1,3 Milliarden gekauft worden! Nach Ihrer These sind das alles Dummköpfe die bald dicht machen. Wenn Axel Springer von Google oder Youtube eines Tages eventuell übernommen wird, dann werden Sie es bestimmt verstehen. Die Welt hat sich nun mal verändert! Wir leben nicht mehr im 19. sondern im 21. Jahrhundert! Schauen Sie mal über den Tellerrand.
Der nörgelnde oder zum nachdenkend notwendige Herr Peters
Am 12. Dezember 2007 um 22:07 Uhr
@ Joseph
GENAU! Dieses Vergnügen gönnen wir uns, den Lesern und vor allem dem Ideengeber. So stand es ja auch auf http://www.mein-scoop.de:
“Die guten Erfahrungen, die wir mit experimentellem Mediensponsoring beim Projekt DER FREUND sammeln konnten, haben uns zu dieser Initiative bewogen. Mit SCOOP! wollen wir Menschen, die mit Leidenschaft für ihre Idee stehen, die Chance geben, diese Idee Wirklichkeit werden zu lassen…. Wirtschaftliche Gewinnchancen stehen nicht im Vordergrund, die Vermarktungsfähigkeit ist keine Auflage.”
Am 12. Dezember 2007 um 22:30 Uhr
@ Peters
Wie nennen Sie es, wenn Sie die Entscheidung der kreativ wie wirtschaftlich erfolgreichen Juroren, vom Oscar-Preisträger über den vielfach ausgezeichneten Zeitschriftenmacher, Medienunternehmer, Fernsehproduzenten, Bestsellerautoren bis hin zum Online-Entrepreneur, wechselweise als naiv oder ahnungslos bezeichnen? Überheblich trifft’s doch ganz gut, würde ich sagen.
Und was die These angeht. Das war nicht meine, sondern Ihre. Schon vergessen?
P.S. Über den Tellerrand schauen wir sehr gern.
Am 13. Dezember 2007 um 10:33 Uhr
Dennis Buchmann im Interview mit jetzt.de
Am 13. Dezember 2007 um 22:56 Uhr
Liebe Herren Peters,
ich finde Ihre Diskussion nicht nur interessant sondern auch wichtig. Denn sie zeigt das Grundsätzliche in Sachen Medienpolitik auf.
Ich kann Sie beide verstehen, denn ich kenne beide Seiten. Ich kenne die finanziellen Notwendigkeiten eines Verlages als Verantwortliche, ich kenne die Position eines Freien, ich habe gewonnen und verloren, war Mitglied einer Jury.
Die Frage, um die es glaube ich geht, ist: Wie verteilt ein Verlag Einkommen und Ausgaben? Welche Inhalte werden somit gefördert, zugelassen oder unterdrückt? Welche Titel nimmt er auf oder lehnt er ab?
Wie das Ökosystem Natur muss ein Verlag die Balance halten. Es ist leicht einem Verlag Vorwürfe zu machen. Ganz leicht. Dabei ist er aber “nur” und zwar entscheidend abhängig vom Konsumenten. Ob durch Anzeigenschaltung oder Tresenverkauf. Es ist der Leser selbst, der entscheidet, was er lesen will und deswegen kauft.
Herr Peters fragt, wieso eine gute Idee, die nicht ökonomisch als “der Bringer” einzuschätzen ist einer anderen guten Idee vorgezogen wird, die obendrein Gewinn machen würde. (Korrigieren Sie mich, wenn ich Sie falsch verstehe.) Das ist durchaus eine berechtigte Frage.
Antwort von JEP:
Wir haben ökonomisch potente Titel im Programm, die schware Zahlen erwirtschaften und WEIL wir ansonsten immer aufs Geld achten müssen, TROTZDEM aber auch kreativ & innovativ sein möchten, haben wir diese Nische erschaffen.
Heißt: Splittet sich der Verlag derart auf, indem er a) “Geldmaschinen” neben “Nischenprodukten” platziert oder b)Titel hat, die sowohl verkaufsstark als auch innvoativ sind?
Ich glaube jede Redaktion wird von sich behaupten, eine ausgewogene Mischung zu haben. Und ich glaube auch, dass das von fast jedem Leser und / oder Wettbewerbsteilnehmer anders gesehen wird. Und meines Erachtens habe beide Recht.
Denn das Dumme an der Sache ist, dass
- nicht einmal Marktforschungen mit Cross-Analysen todsichere Ergebnisse zur Akzeptanz eines Titels, Themas bringen. Weil sich Leser in der Praxis immer anders verhalten als in der Theorie. (”Würden Sie das Produkt xy zu dem&dem Preis kaufen?” – “Na klar!” -> Realität: Sie tun’s nicht.
- Medien auch einen politisch-pädagogischen Einfluss haben, den sie zum Teil beliebig geltend machen. (Entweder: “Das Thema müssen wir unseren Lesern einbläuen, weil es wichtig ist!!” oder “Tut uns Leid – wir sind nicht dazu da, den Leser zu erziehen.”)
- Medien, die nicht gekauft werden, leider gar nichts ausrichten können.
- Leser, die Aufklärung und Hintergrundinformationen nicht konsumieren, wenn sie sie angeboten bekommen, leider Gottes die Richtung vorgeben.
Welche Möglichkeiten der Titelplatzierung und Themenwahl hat also ein Verlag?
Wie kann er demzufolge in einem Wettbewerb wie dem Scoop entscheiden?
Wie müsste er es?
Am 13. Dezember 2007 um 23:22 Uhr
Noch etwas:
Man kann argumentieren: Wenn ein Verlag kreative und gleichzeitig finanziell potente Titel ins Programm nimmt, schafft er damit Platz für weitere Titel dieser Kategorie.
Die Frage ist, ob der Scoop dazu da ist.
Man kann mit einem Konzept unterm Arm jederzeit beim Springer-Verlag auftauchen und Vorschläge unterbreiten. Weiß ich zufälligerweise, weil ich mit unserem Konzept bereits vor zwei Jahren bei Andreas Wiele saß. Er hat abgelehnt und er hatte auch Recht. Das Konzept war noch nicht ausgereift.
Andererseits kann man auch mit guten Konzepten scheitern, wenn es einfach nicht zu einem Verlag passt. Beispielsweise wäre es müßig, unseres (und viele andere) beim Bauer-Verlag vorzustellen oder bei der Milchstraße oder der Spiegelgruppe. Bei Burda könnte man es nochmal versuchen, der Mann hat ja durchaus einen rebellischen Sinn
Auch Michael Lohrmann ist ein leidenschaftlicher Macher. So ist eine mögliche Platzierung im Vorfeld zu überdenken.
Wenn es ums Internet geht, sind sie fast alle vorsichtig. Gleichzeitig investieren sie “doch irgendwie”. Die “Welt” hat gerade alle überholt. Die Süddeutsche kämpft mit ihren Online-Lesern. Die Zeit macht erst gar nicht die Kommentare auf. Der Spiegel nur bedingt. Und vieles, was richtungweisend in den Kommentaren steht, wird nicht erhört.
So zeichnet sich ab, dass Ideengeber so vielfältige wie eingeschränkte Möglichkeiten haben. Genauso wie die Verlage selbst. Und eigentlich kann man alles immer nur am konkreten Fall diskutieren, während man zeitgleich das große Ganze im Blick haben muss und deswegen finde ich Ihre Diskussion spannend.
So. Das war mein Wort zum Donnerstag, jetzt bin ich erstmal ganz erschöpft von so viel Geschlaumeiere
Am 13. Dezember 2007 um 23:38 Uhr
EIN Gedanke muss doch noch raus:
Und dann kann man sich ja auch immer noch dafür entscheiden, einen eigenen Verlag zu gründen.
Viel Spaß dabei…
Ich habe das mal durchgerechnet, hatte gute Prognosen vorliegen (auch vom kritischen Vertriebspartner) und plötzlich, ganz plötzlich, war ich mir nicht sicher, wie “der Konsument” eigentlich gestrickt ist. Erhellend war auch dabei, wie die Reaktion unserer Autoren ausfiel, als wir vorschlugen den Vertriebsweg über Buchhandlungen zu nehmen, die in den Wohnsitzen der Autoren ansässig sind. Schreiben wollten sie alle gerne und vor allen Dingen abgedruckt werden, aber vierteljährlich Buchhandlungen besuchen und dort Hefte abliefern bzw. Remittenden entgegen nehmen?
Gabriele Fischer von “brand eins” hat viel vorgemacht. Aber sie hat auch viel durchgemacht. Wer sich diesen Weg ersparen will, drängt durch die Türen Großverlage. Und mit ihm drängen – wie viel Teilnehmer hatte der Scoop? – knapp 2000 andere Leute…
Am 14. Dezember 2007 um 11:53 Uhr
Glückwunsch dem Gewinner.
Viel spaß bei Geschichten ausdenken.
Hätte mehr erwartet.Ich bin dafür das man die Auswahl stonieren sollte und das Geld Hilfsbedürftigen spendet ( z.B. pakistanischen Kioskbesitzer).
Am 14. Dezember 2007 um 13:03 Uhr
@ #44: “Und das zu einer Zeit, als die Rezension Deutschland erwischte.”
Da können wir ja nur opportunistisch in die Zukunft blicken…
Am 14. Dezember 2007 um 16:58 Uhr
Frau Brügge, Respekt, dass sie solche Massen an bleischweren Gedanken noch um elf Uhr abends haben. Ich hoffe, dass sie wenigstens jetzt, am Wochenende, mal mental Feierabend machen können. Denn das Banale bracht man nicht zu schälen.
Am 14. Dezember 2007 um 18:55 Uhr
Hallo Soeren – wie meinen Sie das?
Hallo Herr Buchmann: Schade, dass Sie es um 17 Uhr für banal halten. Ich habe versucht Fronten konstruktiv aufzuweichen.
Am 14. Dezember 2007 um 19:57 Uhr
Und darüber hinaus habe ich versucht, Ihre Idee zu unterstützen. Ihre. Nicht meine. Schade, dass Sie das falsch verstanden haben.
Am 15. Dezember 2007 um 06:58 Uhr
[...] sich noch etwas gedulden: Team2-Studenten Thomas Andre, Michaela Dobbeck und Jenni Roth (mit SCOOP!-Gewinner Dennis Buchmann, 2. [...]
Am 15. Dezember 2007 um 14:05 Uhr
Auf den ersten Blick, klingt es wie eine Mischung aus mare und den Heften zu politischen Bildung. Schaue ich genauer hin, fällt mir das Gespräch mit einem Inder in Wiesbaden in, der seine puerto-ricanische Frau in Kuweit kennen gelernt hat, weil beide für ein Unternehmen arbeiteten, das die US-Amerikaner dabei unterstützt, den Irak-Krieg zu führen. Und wenn ich weiter denke, fallen mir derart viele Geschichten ein, die ich auch selbst erleben durfte, die eine durchaus hoffnungsvolle Perspektive der Globalisierung öffnen (und die mich immer wieder in Opposition zu “nörgelnden Deutschen” bringen), die aber bislang noch kaum jemand aufschreibt.
Am 16. Dezember 2007 um 02:25 Uhr
Da die Menschen sensationsgierig sind, wäre wohl als erste Geschichte in der neuen Zeitschrift nicht die eines pakistanischen Kioskbesitzers o.Ä. angebracht, sondern vielleicht die eines Knackis: Wie sich seine und die Wege des Opfers kreuzten…
Am 16. Dezember 2007 um 13:53 Uhr
Nachdenken hilft, Dennis Buchmann. Polemik nicht.
Am 17. Dezember 2007 um 02:54 Uhr
Gratulation dem Gewinner. Globalisierung ist das Thema der Zukunft, auch für unsere Kinder und ältere Bevölkerung.
Wer mehr über das Medienkonzept “SixtyPlus – Aktiv & erfolgreich im reifen Alter” des Handeln udn Forschen für das Alter e.V, Berlin erfahren will, kann sich bei mir oder dem Generalsekretariat des Vereins melden.
Am 17. Dezember 2007 um 20:29 Uhr
at jep
Sie möchten Klartext? Bitte schön!
Ist es nicht eine Verschwendung von Geldern und zudem abscheulich, wenn Ihr alle zwei Jahre auf Eurem spirituellen Weg zur „Kreativen- Intellektuellen-Führerschaft“ ein Print-Format mit neuem Titel herausballert? Für 2004 bis 2006 war es das Magazin „DER FREUND“. Dazu die Aussage des damaligen Herausgebers Christian Kracht: „Das Magazin soll in der langsam erkaltenden Badewanne gelesen werden, am Sonntag, bei einer Tasse Tee und einer Zigarette“. Und was hat diese Borniertheit gebracht. Einen Exitus.
Und im Jahre 2007, scheinheilig als angeblichen deutschlandweiten Wettbewerb getarnt…?
Es gab beim Ideen-Wettbewerb weder 1.893 oder 2000 kreative Ideen, noch einen Bewerber mit 10 oder 83 Jahren. Auch wurden nicht 25 Personen mit Ihren Bewerbungen der Jury zur Auswahl vorgestellt. Zwei oder drei Journalisten aus den eigenen Reihen wurden eventuell „eingeladen“. Die nach Ihren eigenen Aussagen Ihre Idee selbst als Spinnerein bezeichneten. Und solch „tolle“ Ideen wurden der Jury, wenn überhaupt, dann als einzige offeriert. Wir haben uns die Freude gemacht, dazu einmal zu recherchieren. Die Jury hatte von der Akademie vorgegebene „Ideen“ von eigenen Journalisten zu bewerten, mehr nicht. Daher hat die Idee eines angehenden Springer-Journalisten mit seinem Print-Format auch gewonnen.
Nebenbei, der Videobeitrag auf Eurer Website zeigt diesen Sachverhalt ebenso eindeutig. Es ist weder ein auswärtiger Kandidat im Foto zusehen, noch steht einer vor der Kamera und man hört ein paar Worte. In der Laudatio lesen wir dagegen dann aber: „Jetzt sind die 37 ehemaligen Journalistenschüler…“.
Es ist doch eine Heuchelei, wenn von Anfang an feststand mit den eigenen Leuten die Gewinnerwahl vorzunehmen. Bei soviel Rechtschaffenheit ist auf alle Fälle eine Weiterempfehlung der Akademie angebracht.
Obwohl einzigartige und bessere Ideen der Springer Akademie vorlagen, wie uns bekannt ist, wurden diese arroganterweise nicht angehört. Die Angst war wohl zu erheblich. Fremde Teilnehmer hätten vielleicht Euer Spektakel enttarnt. Es wäre außerdem wirklich sehr peinlich und unangenehm, wenn die Jury plötzlich einen Außenstehenden und keinen von den eigenen Leuten den 500.000 € Preis übergeben müsste. Womöglich wäre Er/Sie vielleicht nicht einmal Journalist! Beängstigend, entsetzlich! Das hätte Euer Ego und Weltbild dann vollkommen zerstört. Daher, wir bleiben unter uns. Das Geld bleibt in der Firma auch wenn die Idee ein Flop ist oder wird.
Mit dieser Art und Weise bestätigt Ihr Eure „Vorbild-Funktion“ beispielhaft. Hier reift ein glänzender Journalismus heran! Eine Akademie zeigt jungen Menschen Trickserei und Scheinheiligkeit schon bevor sie auf die Menschheit losgelassen werden! Ein tolles Fundament wird hier gefertigt.
Anstatt an Innovationen und Fortschritt zu denken, um somit für Arbeitsplätze zu sorgen sowie für zukunftsweisende Jobs bei Journalisten, verplempert Ihr horrende Gelder für ein pillepalle Print-Format mit neuem Titel, dass weder Mehrwert noch Nachhaltigkeit für die Menschen bringt. Glaubt Ihr tatsächlich immer noch es geht so weiter wie bisher. Ihr denkt, wenn Ihr die Wörter „ Human und Global“ in ein neues Magazin verpackt, seid Ihr dem Zeitgeist angepasst. Na, dann träumt mal schön weiter!
Auch für Euch gelten die neuen Veränderungen in der Medienwelt. Und die werden leider nicht von der schreibenden Zunft allein erfüllt. Videojournalisten und Web-TV sind die Zukunft! Soviel Qualität, liebe Akademie, solltet Ihr uns schon schuldig sein in der neuen Informations- und Kommunikationsgesellschaft. Die Zukunft ist nicht das Medium Print mit ausgedachten Geschichten. Die Absage des TV-Manns Claus Kleber als neuer Chefredakteur bei Springer sagt alles.
P.S. Für die Weiterbildung hier nun ein Link. Journalismus im Wandel
http://www.presseportal.de/extra/mediastudie/012007/
Und als Info.:
Nach einer Studie der europäischen EIAA (European Interactive Advertising Association) wurde schon im Januar 2007 mitgeteilt, dass die deutschen Internet-Nutzer an fünf Tagen in der Woche zehn Stunden und 20 Minuten im Netz verbringen. Damit steigerten die Deutschen ihre Internet-Nutzung um 14 Prozent und die Europäer um 11 Prozent. Die Zeitungsnutzung ist um neun Prozent rückläufig. Magazine mussten einen Rückgang von fünf Prozent hinnehmen.
Sorry, das trifft ja nicht für Euch zu. Ihr seid ja auf dem Weg der „kreativen-Marktführerschaft“.
So, nun viel Spaß beim Geld verprassen und Geschichten erfinden und ein schönes Fest.
Die mosernde Myrte Peters
Am 17. Dezember 2007 um 21:11 Uhr
@ Peters
Äh, ja, is scho recht… Den Rest besprechen Sie dann aber bitte besser direkt mit Ihrem Therapeuten.
Am 18. Dezember 2007 um 01:26 Uhr
“myrte peters” – klingt irgendwie nach “miese-peter”.
wobei ich schon faszinierend finde, mit welcher ausdauer sie, pardon, diesen blog vollseiern. jetzt sollte es aber mal gut sein mit den beleidigungen. schließlich stehlen sie unsere zeit, da man ihre endlos beiträge ja auch endlos runterscrollen muss, um weiter lesen zu können…
und was ihre “recherchen” anbelangt: zum spiegel-chef wird das vermutlich noch nicht ganz reichen.
ich zitiere: “Zwei oder drei Journalisten aus den eigenen Reihen wurden eventuell „eingeladen“. Die nach Ihren eigenen Aussagen Ihre Idee selbst als Spinnerein bezeichneten.”
da ich unter den letzten fünf war, kann ich nur so viel sagen: ich habe meine idee in der tat nicht so wichtig genommen, wie sie die ihrige. aber ich hatte sie doch sehr gerne… also nicht SIE, sondern meine idee… und für die anderen finalteilnehmer kann ich denke ich ruhigen gewissens sagen: gewonnen hätten alle gerne. aber am ende haben es auch alle sportlich genommen.
also: jetzt mal tief durchatmen, im frühjahr zum kiosk gehen, blättern, noch besser LESEN, und dann sprechen wir uns an dieser stelle wieder. gegen konstruktive kritik wird auch dennis buchmann nichts haben. aber ihre antihaltung nervt dann am ende doch, wenn man, wie dennis, noch eine solche strecke zu laufen hat.
herzlichst
oliver wurm
Am 18. Dezember 2007 um 14:24 Uhr
Wenn man diesen unfassbaren Unsinn liest, kann man wirklich froh sein, dass die neidische “Myrte Peters” nicht gewonnen hat und Deutschland von ihren seltsamen Ideen verschont bleibt.
P.S. Das mit dem Therapeuten sollten sie sich vielleicht mal zu Herzen nehmen.
Am 18. Dezember 2007 um 15:34 Uhr
@ Peters: Na, was ist denn los? Vielleicht sollten Sie noch ein bisschen Web-TV gucken, zur Beruhigung. Und für weitere heiße Recherchen. Bestimmt wussten Sie es schon: die Deutsche Journalistenschule, die ich besuchte, ist eigentlich eine Tochter der Axel-Springer-Akademie und die Frankfurter Rundschau und die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, wo ich hospitiert habe, die gehören auch zur Axel-Springer AG. Und Claus Kleber sollte der Chefredakteur von Springer werden. Doch der eigentliche Boss von allem ist Rupert Murdoch und der hat mir erzählt, dass er aus seinen Zeitungskonzernen nun Klopapierhersteller machen will, und auf den Klos soll dann Web-TV laufen.
Am 18. Dezember 2007 um 21:25 Uhr
Hallo Herr Peters,
ich möchte Sie ganz neutral etwas fragen. Sie schreiben:
“Es gab beim Ideen-Wettbewerb weder 1.893 oder 2000 kreative Ideen, noch einen Bewerber mit 10 oder 83 Jahren. Auch wurden nicht 25 Personen mit Ihren Bewerbungen der Jury zur Auswahl vorgestellt. Zwei oder drei Journalisten aus den eigenen Reihen wurden eventuell „eingeladen“. Die nach Ihren eigenen Aussagen Ihre Idee selbst als Spinnerein bezeichneten. Und solch „tolle“ Ideen wurden der Jury, wenn überhaupt, dann als einzige offeriert. Wir haben uns die Freude gemacht, dazu einmal zu recherchieren. Die Jury hatte von der Akademie vorgegebene „Ideen“ von eigenen Journalisten zu bewerten, mehr nicht.”
Können Sie das beweisen?
Beste Grüße,
C.B.
(Immer noch nach einer Diskussion im Internet suchend, die nicht entgleist. Würde man sich all das auch so ins Gesicht sagen?)
Am 19. Dezember 2007 um 07:40 Uhr
oh mann, frau brügge, jetzt heizen sie den typen auch noch an…! das ist ein so OFFENKUNDIGER schwachsinn, den “herr peters” schreibt, da muss man ihn jetzt doch nicht auch noch mal extra nach seinen verschwörungstheorien befragen!! aber klar, wenn sie mögen, können sie mit ihm natürlich auch darüber diskutieren, warum die erde eine scheibe ist.
Am 19. Dezember 2007 um 09:55 Uhr
Die Zeitschrift wird sicher auf dem Tresen liegen.
Ich frage, weil ich es für möglich halte. (Genauso wie ich es auch für abwegig halte.) Nun kann man sich fragen, warum ich es als möglicherweise realistisch einstufe. Antwort: Ich hab schon die dollsten Sachen erlebt. Und: Bis jetzt habe ich an dieser Stelle noch nicht gehört, dass es nicht stimmt.
Kann man solche Sätze wie “aber klar, wenn sie mögen, können sie mit ihm natürlich auch darüber diskutieren, warum die erde eine scheibe ist.” nicht einfach mal weglassen? Einfach mal bei der Sache bleiben, anstatt gleich in die persönliche Kiste zu greifen?
Wen soll das überzeugen?
Am 19. Dezember 2007 um 09:58 Uhr
Hallo Tom,
Ein Experiment: Ich schreibe, dass ich den Auftrag habe, eine Titelgeschichte mit dem Dalai Lama komplett zu fälschen, die auch noch als exklusiv angekündigt wird.
Glauben Sie das oder nicht?
Am 19. Dezember 2007 um 10:03 Uhr
Und zu Ihrer Einschätzung des Titels:
Nach Marktforschungsergebnissen betrachten die Leser den Titel auf dem Niveau des “Stern”. (Also kein Yellow)
Am 19. Dezember 2007 um 09:19 Uhr
Nee Tom, die Nachfrage von Frau Brügge ist berechtigt. Denn die Zielgruppe der neuen Zeitschrift ist unklar, die Themen schwammig und dass die Zeitschriftenläden dieses neue Blatt nun ganz vorne an der Theke auslegen werden, dürfte wohl niemand annehmen.
Wenn dann genügend Leute diese Zeitschrift im hinteren Regal finden und dann auch noch kaufen – tja, das wäre dann echt ein “humanglobaler Zufall”.
Am 19. Dezember 2007 um 12:37 Uhr
@ Christine Brügge
“Einfach mal bei der Sache bleiben”?
sie halten es also “für möglich”, dass einer der größten medienkonzerne europas diesen wettbewerb zwar ausgeschrieben, er aber tatsächlich gar nicht stattgefunden hat, alle einsendungen gefälscht waren, alle öffentlichen informationen dazu gelogen, der jury gar keine echten bewerber vorgestellt wurden (he, wer sagt eigentlich, dass tatsächlich florian henckel von donnersmarck, oliver berben, jette joop & co in der jury saßen? das waren doch alles doubles!!)und der sieger buchmann in wirklichkeit ein verkappter springer-mitarbeiter ist undsoweiter? uhuhu, alles eine groooooße verschwörung!!
wie krank ist das denn?!
frau brügge, vielleicht sollten sie sich mit dem wirren herrn peters gemeinsam um eine therapie bemühen. ist nur ein gut gemeinter rat und noch das sachlichste, was mir zu diesem thema einfällt.
Am 19. Dezember 2007 um 13:34 Uhr
Das wird ja immer lustiger hier. Und von Frau Brügge wünsche ich mir noch mehr Kommentare, die sind immer so schön stock-ernst.
Am 19. Dezember 2007 um 19:49 Uhr
Falls es immer noch nicht angekommen ist: Gebärden beeindrucken mich nicht.
Die Frage nach dem, was ich glaube, ist ohnehin und demnach längst beantwortet: Nichts, solange ich keine binäre Antwort habe. Ja oder Nein.
Am 19. Dezember 2007 um 22:39 Uhr
@ buchmann und co.
Ist das hier der Ton, der dann auch in dem neuen Heft angeschlagen wird? Ist das der Ton von ernst zu nehmenden Journalisten? Also dann lese ich lieber im Friseusenblog, das hat mehr Niveau.
Am 20. Dezember 2007 um 01:13 Uhr
Hätte mindestens e i nen “abgefahrensten globalen Zufall” (Wahrscheinlichkeit 1 : 1 Mrd.) zu melden – wohin ?
Mfg
dd.
Am 20. Dezember 2007 um 10:58 Uhr
@ Schmodde: Bitte an buchmann@humanglobalerzufall.de mailen. Danke, ich freu mich drauf!
Am 20. Dezember 2007 um 17:28 Uhr
Ich verabschiede mich. Ein fruchtbarer Diskurs hat sich nicht entsponnen. Die Fronten wollen Fronten bleiben. Die Behauptungen von Herrn Peters zum Wettbewerbs-Prozedere interpretiere ich vorerst als haltlos. Zwischen den Zeilen gab es viel zu lesen. Das Unverständnis war groß. Die Gestik auch.
Am 20. Dezember 2007 um 19:44 Uhr
Hallo Jep
was pasiert jetzt eigendlich mit den Konzepten die nicht gewonnen haben?
Am 20. Dezember 2007 um 19:58 Uhr
Habe jetzt Angst, das mein Konzept in die falsche Hände kommt, oder zumindest, von einem der es gelesen hat, leicht verändert und als sein Eigen verkauft.
wie können sie mir beweisen, das dies nicht geschieht, oder schon geschehen ist.
P.s is ne geile Idee “globalen Zufall”
Am 21. Dezember 2007 um 15:48 Uhr
@ Maj Puskaric
Das steht alles hier, Frage Nr. 4
Am 23. Dezember 2007 um 15:25 Uhr
Kurz zurück gekehrt und einen Lesetipp reingereicht:
http://www.taz.de/1/leben/medien/artikel/1/die-arroganz-der-netznoergler/?src=TE&cHash=55cb131f4c
Und wieder gegangen.
Am 26. Dezember 2007 um 12:02 Uhr
Es schreibt Claus E. Dürke
Hallo, Dennis Buchmann. Herzlichen Glückwunsch zum Gewinn des Wettbewerbs. Mein Gedankengut ist positiv und mir hat sich sofort die Frage gestellt, welchen Beitrag kann ich leisten? Mein Leben besteht aus dem Kontakt zu Menschen, viele mit einer ausserordentlich interessanten Lebensgeschichte. Ob dann immer global, muß die Redaktion entscheiden. Auf meiner Web-Seite: http://www.go-innovation.de werden Informationen über Erfindungen und neue Produkte vorgestellt, nicht aber über die Vita der einzelnen Erfinder, und die ist in vielen Fällen ausserordentlich interessant. Jedes Jahr kommt es alleine in Deutschland zu über 60.000 Patentanmeldungen, ein nahezu unerschöpfliches Potenzial! Für jede Ausgabe kann ich Ihnen zumindestens einen Beitrag liefern, der dem Anspruch Ihre Idee und letztlich dem geplanten Magazin nützlich sein kann und wird.
Der Titel für diese Seite: go-innovation, auf jedenFall ist der angedachte Titel für diese Seite global und eröffnet einzelnen Menschen neue Chancen! Fröhliche Weihnachten,- noch ist es nicht zu spät-, und ein erfolreiches, neues Jahr.
Ihrer Antwort sehe ich mit Interesse und einer gewissen Spannung entgegen. Grüsse vom Bodensee, Claus E.
Am 3. Januar 2008 um 15:32 Uhr
tolle idee. ich bin gespannt aufs heft. humanglobale grüße!
Am 7. Januar 2008 um 18:05 Uhr
Ist ja niedlich. Trotzdem Gratulation. Aber warum nicht mal was weniger Kleinkünstlerisches? Das nächst Mal versuche ich es mit handgemalten Abziehbildern …
LG
Am 10. Januar 2008 um 11:06 Uhr
Axel Springer Verlag stärkt Vergangenheit, unterstützt eigene Monopole, rettet was zu retten ist.
Zukunft sieht anders aus.
Dem Gewinner aber Gratulation!
Am 29. Januar 2008 um 21:23 Uhr
Ich wünsche dem Projekt wirklich gutes Gelingen und vor allem Resonanz.
Innovativ finde ich an dem Projekt – so wie es bislang beschrieben ist – nichts. Das Thema Globalisierung war vielleicht noch vor drei Jahren spannend und ist, genauso wie z. B. das Thema “Web 2.0″ (ich kann es nicht mehr hören), medienmäßig zu Ende berichtet. Es ist schlicht langweilig und zum Modethema geworden. Stories perlenkettenartig zu verknüpfen ist auch ein alter Hut.
Bei dieser Ausgangslage bin ich wirklich gespannt auf das erste Heft. Trotzdem: Viel Erfolg!
Am 1. Februar 2008 um 12:42 Uhr
[...] Bild 3.02. SCOOP! And the winner is…3. Charlotte R. rettet “Bildblog4. Der SCOOP!5. “Welt Kompakt” und das 6. Award [...]
Am 26. Februar 2008 um 14:19 Uhr
Lieber Dennis,
hier geht es ja zu wie im Kindergarten. Wie gut, daß du reichlich Geduld und Humor hast.
Ich wünsche Dir viel Erfolg mit deinem Projekt und bin schon gespannt auf deine kreativen Ergüsse!
Liebe Grüße aus La Palma!
Am 20. März 2008 um 10:51 Uhr
meine güte,
da versucht man über jahre, irgendjemand für seine ideen zu begeistern – auch scoop – und dann wird meine idee bis auf’s kleinste von jemand anderem umgesetzt (www.webcanvas.com) und entwickelt sich zum weltweiten erfolg. gewinner bei start-up wettbewerben, mediale präsenz, you name it! ich ärgere mich einfach gerade und irgendwo muss der ärger halt hin. hatte die gleiche idee schon seit mind. 5 jahren.
Am 2. April 2008 um 14:49 Uhr
[...] Schlammschlacht2. SCOOP! And the winner is…3. Der innere Kompass4. Sind Rauchmelder eigentlich Medien?5. Von Giftpilzen und Pöblern6. [...]
Am 17. April 2008 um 23:57 Uhr
[...] der DJS in München überzeugte mit seiner Idee im Dezember 2007 die Jury des Ideenwettbewerbs “Scoop”, ausgeschrieben von der Springer-Akademie. Buchmann setzte sich mit seinem Konzept gegen 1.893 [...]
Am 18. April 2008 um 09:23 Uhr
[...] Schlammschlacht2. SCOOP! And the winner is…3. Sind Rauchmelder eigentlich Medien?4. Der innere Kompass5. Größenwahn vs. Großverlage6. Award [...]
Am 23. April 2008 um 10:40 Uhr
Ich habe selten so ein schlechtes Projekt gesehen. Das eine Exemplar was da abgesetzt wird, ist den Aufwand nicht wert! Von dem Geld hätte der Springer Verlag sich Rubbellose kaufen sollen, hätte Arbeitsplätze geschaffen und wäre erfolgreicher gewesen…
Am 23. April 2008 um 11:05 Uhr
Das sieht sogar die Springer-Konkurrenz von FAZ bis zur Süddeutschen anders. Überall viel Lob für das Projekt. Mir gefällt’s extrem gut!
Am 23. April 2008 um 20:12 Uhr
[...] er mit Spannung erwartet wurde, liegt in diesen Tagen Axel Springers neuester Zeitschriftenscoop mit dem Titel “Humanglobaler Zufall” am Kiosk. (In jedes Exemplar wurde übrigens von [...]
Am 7. Mai 2008 um 14:17 Uhr
[...] Infos: http://www.humanglobalerzufall.de http://www.axel-springer-akademie.de/blog/2007/12/06/scoop-and-the-winner-is [...]
Am 17. Juli 2008 um 14:15 Uhr
[...] Informationen: http://www.humanglobalerzufall.de http://www.axel-springer-akademie.de [...]
Am 28. August 2008 um 10:16 Uhr
[...] Bewerberrekord über den Ideenwettbewerb SCOOP! und unser erstes Magazin “Humanglobaler Zufall” bis zur Auszeichnung als Ort im “Land der Ideen” – die Axel Springer Akademie hat ein gutes [...]
Am 11. Oktober 2008 um 14:27 Uhr
[...] sein. Doch es ist ein Reportagen-Magazin, das (vorerst) existiert, weil der jetzige Chefredakteur bei einem Wettbewerb den ersten Preis gewonnen hat (”von fast 2000 eingereichten [...]
Am 4. November 2008 um 17:28 Uhr
[...] jeppblog [...]
Am 15. Dezember 2008 um 13:05 Uhr
[...] für das Magazin, das insgesamt vier Ausgaben umfasst, ist Dennis Buchmann, ein einfallsreicher Absolvent der Deutschen Journalisten Schule in München. Ende 2007 gewann der [...]
Am 29. April 2009 um 12:07 Uhr
[...] Trophäenwand der Akademie, und dieses Mal werden die Nägel für die Urkunden gleich mitgeliefert: “Humanglobaler Zufall”, unser Magazin mit dem roten Faden, hat beim Wettbewerb des Art Directors Club gleich zwei silberne [...]