Handyreporting – die ersten Erfahrungen
“Goodbye Joost”, titelte vor kurzem Blogger Mike Schnoor über das eigentlich doch neue Kapitel des TV-Journalismus oder zumindest der TV-Nutzung. Und was genau passte ihm nicht? “Kommentieren, Diskutieren, Bewerten, Sharing – das gesamte Repertoire des Prosumentenverhaltens aus der Sicht des Web 2.0 kann bei Joost nicht entfaltet werden.”

Handy-Reporting in der Endlosschleife: Filme jemanden, der jemanden filmt…
Mit Handyreporting wollen auch wir ein neues Kapitel aufschlagen, sind aber zuversichtlich, dass uns Mike Schnoor verschont. Unsere Studenten verfügen seit einigen Tagen alle über ein Smartphone, das wir für den Prototyp eines neuen Allround-Werkzeugs für Journalisten halten: Organizer, Messenger und Telefon ist es soundso. Hinzu kommen die Fotofunktion (mit dem ersten manuellen Fokus bei einem Handy) und natürlich die Videofunktionalität sowie die Möglichkeit, Text- und Bildmaterial direkt online zu stellen (UMTS/HSDPA). Bewegtbild ist im Moment eine der spannendsten Spielwiesen an der Schnittstelle zwischen 1.0- und 2.0-Medien.
Team 3 der Akademie testet die Geräte gerade in der ersten Praktikumsphase auf ihre Alltagstauglichkeit. Einen ersten Workshop haben die Studenten bereits absolviert:
Merle Schlesselmann fragt ihre Kollegin Cordula Posdorf im Handy-Interview: Wann war für Dich klar, dass Du Journalistin werden willst?
Und Maren Osterloh begleitete mit ihrem Handy ihre Kollegin Sarah Brech:
Wird es wirklich eine Revolution im Journalismus? Abwarten. Aber das Werkzeug ist vielversprechend und wir sind gespannt auf die Erfahrungen von Team 3.
Ps.: Für alle Technik-Interessierten: Wir arbeiten mit dem KU990 (“Viewty”) von LG.

Allzweckwaffe? Das Smartphone von Team 3.
Autor: amayer Kategorie: A bis Z, Ausbildung, Zukunft des Journalismus | 9 Kommentare »
Tags: Bewegtbild, Blog, Fernsehen, Foto, Handy, Interview, Joost, Online, Team 3, Telefon, TV, Web 2.0
Verwandte Artikel

Am 29. März 2008 um 18:24 Uhr
Zum Thema Handy-Journalismus habe ich eine Frage: warum kann man für die BILDmobil-Simkarte keine Flatrate für den Besuch des “Welt-mobil”-Portals zubuchen?
Die Beiträge auf dem “BILDmobil”-Portal sind etwas beschränkt, deshalb muss ich zur Informationskomplettierung beim Handysurfen ständig von der roten auf die blaue Springer-Seite wechseln. Das kostet richtig Geld.
Als kurzer Überblick über die aktuellen Nachrichten mag das BILDmobil-Portal ausreichen, aber Themen wie Wirtschaft oder Wissenschaft werden kaum berührt. Da sich WELT KOMPAKT rühmt, besonders junge und gebildete Leser anzusprechen, wäre es eine logische Folge, diese mobile, Handy-technisch gut ausgestattete Leserschaft mit einem attraktiven Angebot zu beglücken.
Maximal 2 euro pro Monat würde ich für eine “Welt-mobil-Portal”-Flatrate von meinem BILDmobil-Guthaben abbuchen lassen. Das wären 24 euro ZUSÄTZLICHER Einnahmen pro Jahr! Denn das Startguthaben auf meiner BILDmobil-Simkarte ist jetzt weg und deshalb wird “Welt online” wieder kostenneutral über PC und Internet angesteuert.
Am 1. April 2008 um 17:43 Uhr
Vielleicht liegt es ja daran, dass BILD mit dem Angebot in erster Linie Geld machen möchte. Und in der BILD-Zeitung findest du doch auch keine Artikel aus der WELT – warum also bei BILD-Mobil.
Aber es ist ja in jedem Fall wunderbar, dass du Deine Informationen so gerne bei Springer-Medien beziehst. Die anderen sind doch eh alle doof :/
Am 1. April 2008 um 22:00 Uhr
Ein kurzer Bericht aus der Praxis, bei dem das “viewty” quasi die Optik des Seite 2-Aufmachers der BZ gerettet hat:
Ich hatte heute das Vergnügen, mit einem Fotografen Patienten in Wartezimmern beim Arzt zu fotografieren (gestaltete sich schwierig, denn es sollte ein “Mehrpersonen-Foto” sein und ergo jeder einverstanden, und die Wartenden sollten dann auch noch möglichst brauchbare Zitate liefern – daher mehrfach Wechsel der Praxis. Und letztlich drückte der Fotograf dann zweimal drauf und ging. Ich sprach noch mit den Patienten, und daraus ergab sich: Hhm, vielleicht wäre ein Bild nur mit drei der Personen (wir wollten “Rauszieher” montieren, das wäre andernfalls nicht richtig gegangen) viel besser. Fotograf aber nicht mehr greifbar, bzw. schon auf dem Sprung. Also: Das Viewty raus und abgedrückt! Fertig war die Seite 2-Optik.
(Der Vollständigkeit halber sei hinzugesagt: Durch den Einsatz des viewty kam ich darauf: mensch, tief auf dem Grund deiner Tasche müsste sich auch noch dei Kompakt-Digitalkamera befinden – damit habe ich dann zur Sicherheit noch mal fotografiert und das Bild wurde dann verwendet.)
Aber das Handy-Foto hätte es eben auch getan!
Erstaunlich, was Geräte dieser Generation möglich machen!
Am 7. April 2008 um 20:57 Uhr
Ach Herr G., hätten Sie den Satz mit der Digicam nicht einfach weglassen können? Wie können Sie Ihrer Web2.0-Karriere nur selbst so im Weg stehen?!
Good job – gratuliere!
Am 11. April 2008 um 11:25 Uhr
[...] Premiere bei JEPBLOG: Erstmals wird der Award der Woche per Video verliehen. Und wie es sich gehört: Per Handyvideo…: [...]
Am 27. Juni 2008 um 16:51 Uhr
[...] sein englisches Vokabular wieder aufzufrischen. Denn nach der technischen Zeit mit Audio, Video und Handy-Reporting geht es zurück zum geschriebenen [...]
Am 12. Juli 2008 um 22:52 Uhr
[...] einzuschmieren oder das als Uhr genutzte iPhone eines unbekannten ASA-Fotografen gab den LG-verwöhnten und ansonsten großartigen Orga-Mädels Rätsel [...]
Am 27. August 2008 um 14:34 Uhr
[...] mit Fotokamera und digitaler Bildbearbeitung, alle besitzen Digicams und wir sind stolz auf unsere Smartphones mit ihrer 5-Megapixel-Kamera – aber auch hier wird es immer Spezialisten geben, die wir besonders fördern und besonders [...]
Am 9. Februar 2009 um 08:47 Uhr
[...] Ab heute gibt es eine neue Video-Rubrik im Jepblog: “klein&gemein – aus dem Leben einer Akademie-Studentin”. Kleine Einblicke, spitze Einwürfe – eingefangen mit dem Smartphone: [...]