Hier wird über Journalismus diskutiert, über Medienthemen von A bis Z, von der Ausbildung des Nachwuchses bis zur Zukunft der Branche. Diskutieren Sie mit!
Bitte eines vorweg: Dass hier im Folgenden von einem Buch die Rede ist, das ich geschrieben habe, soll bitte nicht als neuer Fall von Schleichwerbung verstanden werden. Dass es desweiteren um eine Kritik geht, die an diesem Buch geübt wurde, hat auch nichts damit zu tun, dass ich übermäßig schnell beleidigt wäre – sondern mit einer sehr grundsätzlichen Debatte darüber, wie wir den Journalismus der Zukunft gestalten wollen. Ok?
Sie sind viele. Und sie werden täglich mehr. In 60 Sekunden lassen sie ein Universum an Witz und Drama aufpoppen. Kurz und knackig, oft skurril, immer spannend. Kieksbunt wie Nina Hagen in “Heiß”, melancholisch wie Pink Floyd in “Wish you were here”. Punkig wie Die Toten Hosen in “Hier kommt Alex“, hip und hop wie Fanta4 in MFG. Dafür werden Sie heute mit dem jepblog-Award ausgezeichnet: die Popsplits.
Roman Herzog geht mit gutem Beispiel voran. Der Alt-Bundespräsident plädiert öffentlich für einen umgekehrten Generationenvertrag: Nicht nur die Jungen müssen die Alten ernähren, nein – die Älteren sollen auch die Interessen der Jungen stützen. Ganz in diesem Sinne war Herzog Gast der Axel Springer Akademie.
Begleitet von seiner Ehefrau, Alexandra Freifrau von Berlichingen, nahm sich das ehemalige Staatsoberhaupt mehr als zwei Stunden Zeit, mit uns Journalistenschülern beim Studium Generale über große Politik und sein Leben zu sprechen.
Ich erwarte jetzt kein Mitleid – aber mein Arm tut mir trotzdem weh. Ich unterschreibe gerade hunderte Briefe, wie gestern schon und nach diesen paar Zeilen im Blog gleich wieder. Ja, es ist soweit: Die erste Entscheidung im Bewerbungsverfahren 2008 für einen Platz an der Akademie ist gefallen. Die Zusagen für den Auswahltest in Berlin gehen morgen per Post raus, und die Absagen an alle anderen Bewerber auch.
Über 56.000 Mal wurde das YouTube-Video mit Mathias Döpfner angeklickt , in dem er eine spannende Ankündigung macht: Springer wird seine IT auf Apple-Computer umstellen! Das ist unglaublich. Wenige Unternehmensnachrichten dürften auf so ein Interesse -auch außerhalb des Unternehmens- stoßen. Es haben sich mehr als zwei Mal so viele Menschen diese Videobotschaft angesehen, als neue iPhones in den T-Punkten verkauft werden konnten.
Jetzt am Wochenende hat mich eine E-Mail von einem Freund erreicht. “WTF iPhones erst wieder im Oktober???” schreibt er und verlinkt auf die entsprechende Nachricht. Demnach können sich iPhones-Kunden auf lange Wartezeiten einstellen. Das wäre eine peinliche Panne. Wenn das zutrifft, passen Apple und das Big Business genauso wenig zusammen wie Oskar Lafontaine und die CSU.
Hat auch eins: René Obermann mit I-Phone in der Akademie Foto: Burchard
Es ist die Wahrheit: Die Mädels aus Team 4 sind verliebt. In René Obermann, haben sie selbst gesagt. Nicht alle, aber die meisten. Der smarte Telekom-Chef war Donnerstag Abend unser Gast im Studium Generale, und heute sind sie immer noch ganz aus dem Häuschen. Da so etwas aber erfahrungsgemäß schnell vorübergeht, sollten wir uns den wirklich wichtigen Fragen widmen.
Was hat Obermann denn gesagt über die Spitzelaffäre, über den T-Börsenwert und über Lebensgefährtin Maybrit Illner?
…das tut uns jetzt unheimlich leid für die Ehre und die weiße Weste von Team 3. Aber was Paul R. hier an anderer Stelle wirklich noch knapp geschafft hat (okay, es war eine spannende Geschichte und sie musste in die Verlängerung) – das hat Christian K. jetzt in der Nachspielzeit versiebt: der allerletzte “Award der Woche” in der Akademie-Geschichte von Team 3 – fällt aus.
Ob es mit der Schmach vom Jahnsportpark zu tun hat? Wo Christian K. doch zu den Sportjournalisten im Team gehört? Oder ob er sich schlicht in letzter Sekunde nicht getraut hat, Johannes B. Kerner auszuzeichnen, weil ihm die erforderlichen Argumente fehlten? Wir wissen es nicht
In Bayern greift mal durch: Internet-TV, das im Streaming-Verfahren mehr als 500 Zuschauer gleichzeitig hat, ist genehmigungspflichtig. So beschlossen von der Bayerischen Landesmedienanstalt.
Hinsichtlich der Genehmigung von Internet-Fernseh-Angeboten sieht die geänderte Satzung eine zweistufige Unterscheidung dieser Angebote vor, wenn sie im Streaming-Verfahren verbreitet werden:- Von 500 bis 10.000 gleichzeitigen Zugriffsmöglichkeiten: Lesen Sie den Rest dieses Beitrags »
Der neue Deutsche Fußball-Meister der Journalistenschulen: das jubelnde Team der Uni Leipzig; rechts Vize-Meister Köln, links die Mannschaft der Journalistenschule Ruhr, im Vordergrund die umkämpften Pokale.
Man muss es wohl so sagen: Aktion Gipfelsturm endete für unser Team am ersten Basislager. Was aber mitnichten am Kampfesgeist und am Siegeswillen der ASA-Fußballer lag! Die anderen waren einfach einen Tick besser und hatten vielleicht ein Quäntchen mehr Glück. Kopf hoch Jungs – halten wir es bei der Spielbeschreibung einfach mit den alten Fußball-Weisheiten von Icke Häßler – “Wir wollten kein Gegentor kassieren. Das hat auch bis zum Gegentor ganz gut geklappt” und Jürgen Wegmann – “Zuerst hatten wir kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu.”
Freuen können wir uns aber genauso mit den Leipzigern, denen wir nächstes Jahr einen Besuch abstatten und uns unseren Pokal zurückerobern werden. Frei nach Matthäus: “Wir dürfen jetzt nur nicht den Sand in den Kopf stecken.”
Und es gibt ihn doch noch. Den ursprünglichen, echten, authentischen Fußball. Fernab von Schiedsrichterkorruption, Rudelbildung und Millionengehältern. Unter www.hartplatzhelden.de gibt es die letzten Straßenkünstler und Amateurkicker. Die gelungensten Videobeiträge werden mit einem Award prämiert und auf der Seite prominent vorgestellt.
Jeder talentfreie Edelkicker kann sich sein eigenes Denkmal setzten. So wie Torjäger Toni, der das Kabinettstücken fertig bringt, den Ball völlig freistehend aus zwei Metern am leeren Tor vorbeizuschieben. Seine Mitspieler vom RSV Göttingen 05 sind entsetzt. Toni vergräbt sich im Tornetz, der Ball trudelt ins Aus.
Der Claim für das Fußballjahr ist nun mal besetzt: Bergtour 2008. Was der deutschen Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft nicht gelang, erledigte die Axel Springer Akademie mit aller Sorgfalt schon 2007. Und weil es an der Spitze so einsam ist, hat sich der amtierende Deutsche Fußball-Meister der Journalistenschulen für das Wochenende Herausforderer eingeladen. Die Gipfelverteidigung steht an. Damit die Gäste auch ihre Bergtour haben, wird am Samstag im Jahn-Sportpark gespielt. Der Prenzlauer Berg ruft!
“Journalismus und Fußball – geht auch spannender!”