10.3.2009

GASTBLOG: Google wird zur Informationsmaschine

Google ist eine Datenkrake und ein Monopolist. Dem würde heute kaum noch jemand widersprechen. Die Suchmaschine ist trotzdem Liebling vieler Nutzer, und das aus gutem Grund. Doch Googles Suchergebnisse sind schon lange nicht mehr integer.

Zurück zum Anfang. Da war Google eine verdammt gute Suchmaschine. Alle Informationen weltweit verfügbar machen, das sei ihr Ziel und Unternehmensgrundsatz, sagen die Unternehmensgründer Sergej Brin und Larry Page. Insgesamt ist Google damit derart erfolgreich, dass der Marktanteil in einigen Ländern bis zu 90 Prozent beträgt.

Damit wurde Google auch zum Partner für die Verlage. Auch Welt Online profitiert heute wesentlich davon, dass Menschen etwa 800.000 Zeitungsartikel und zudem Bilder und Videos bei Google finden und darüber auf unsere Website kommen. Google wurde in Teilen auch zum Innovationstreiber: Verlage erkannten durch Google, wie wertvoll ihre Archive sind und stellten möglichst viele Artikel ins Internet, um noch mehr Besucher auf die eigene Website zu bringen. Ich schätze Google für diesen Ansatz.

Brin und Page haben zudem eine einzigartige Unternehmensphilosophie etabliert. Sie haben zehn Grundsätze formuliert, die heute auch im Netz nachzulesen sind. Ganz oben auf dieser Liste steht: Der Nutzer steht immer an erster Stelle. Dieser Grundsatz ist richtig und wichtig, und sollte eigentlich in allen Unternehmen gelten.

Ergänzend dazu formuliert Google unter Punkt 6: Es darf keine Kompromisse in der Integrität der Suchergebnisse geben, Platzierungen werden niemals manipuliert, um für Partner eine höhere Stelle in den Suchergebnissen zu erzielen.

Google bietet das Suchergebnis selbst

Bis heute würde kein seriöser Experte daran zweifeln, dass Google diesen Grundsatz auch einhält. Zumindest, wenn man die Websites betrachtet, die nicht zum Google-Universum gehören. Das Problem ist: Der Suchmaschinen-Konzern beantwortet viele Suchanfragen inzwischen selbst. Innerhalb der Ergebnisse finden sich heute Finanzinformationen, Videos, Wetter, Straßenkarten, Kinoprogramme und andere Dinge, die Google selbst vorhält. Egal ob ich heute ein Hotel in Berlin suche, ein neues Video über Britney Spears oder den aktuellen Stand des Dow Jones, ich brauche mich dazu gar nicht mehr von Google wegzubewegen. Die Suchmaschine ist selbst zum Inhalteanbieter geworden.

Wer zum Beispiel nach “wetter berlin” sucht, erhält die Google-eigene 4-Tage-Vorhersage als erstes Ergebnis. Mit einem Mausklick auf “zu iGoogle hinzufügen” lässt sich der Wetterservice abonnieren, und damit zugleich der komplette iGoogle-Service.

Exakt an dieser Stelle wird Google zum Konkurrenten. Für andere Websites wie “Welt Online” macht es immer weniger Sinn, Wetter oder Finanzübersichten oder gar ein Kinoprogramm anzubieten – wenn es für den Nutzer einfacher ist, gleich bei Google zu bleiben.

“Vertikale Suche” auf die eigenen Inhalte

Verschärft wird das Problem durch die “vertikale Suche”, von Google auch “Universal Search” genannt. Damit hebt Google seit zwei Jahren bestimmte Informationstypen (News, Videos, Bücher, etc.) hevor, die Relevanz zum Suchbegriff haben.

Was ein Zusatznutzen für den Suchenden sein soll, bietet für Google sie beste Möglichkeit, eigene Inhalte hervorgehoben zu präsentieren. Schließlich gibt es die meisten Videos bei “Youtube”, Finanzergebnisse auf “Google Finance”, Literatur bei “Google Book Search” usw. Google erlaubt sich auf diese Art und Weise eine Vielzahl von Sprungmarken in das eigene Inhalte-Angebot. In vielen Fällen konkurriert deren Angebot aber mit Inhalten anderer Anbieter.

Wer beispielsweise ein Video sucht, wird eine Fülle von “Youtube“- und “Google Video”-Ergebnissen vorfinden – weil die beiden Websites schlicht die meisten Videos im Angebot haben. Beispiel: Die Suche nach Angela Merkel enthält unter den ersten zehn Treffern derzeit vier von “Youtube” und zwei von “Google Video”. Gleiches gilt für viele andere Suchbegriffe. Da macht es für Google Sinn, Video-Suchergebnisse mit der “Universal Search” in der normalen Suche einzublenden gesondert hervorzuheben.

Google mutiert zur Informationsmaschine

Google wird damit von der Suchmaschine mit Monopolstellung zum Inhalte-Anbieter mit Zugangsmonopol, der nach Belieben immer mehr eigene Inhalte hervorheben kann.

Am Ende könnte ein Google stehen, das nicht nur die besten Informationen aus dem Internet für alle Suchenden bereithält. Das Horrorszenario ist eine Suchmaschine, die selbst schon über alle relevanten Informationen verfügt. Google wäre dann eine Informationsmaschine, die nach Belieben andere Inhalteanbieter ausschließen oder abwerten kann.

Genau das aber wird nicht passieren. Schließlich ist Google auf das Vertrauen seiner Nutzer angewiesen. Dieses würde der Konzern mit allzu radikalen Schritten verlieren. Deshalb sind der Mutation zur Informationsmaschine natürliche Grenzen gesetzt.

Die aufgeführten Beispiele zu “Youtube” und “iGoogle” zeigen aber, wie hemmungslos Google bereit ist, eigene Inhalte gegen die der Konkurrenz auszuspielen. Die Gefahr besteht deshalb in der schleichenden Veränderung und dem Einbau vieler unauffälliger Verweise ins immer umfangreicher werdende Google-Angebot.

Peter Schink

Autor: Gastblogger Kategorie: A bis Z, Zukunft des Journalismus | 17 Kommentare »
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17 Kommentare zu “GASTBLOG: Google wird zur Informationsmaschine”

  1. STES

    Heißt dann eine Deiner Ableitungen, Du willst Google’s Aktivitäten reguliert wissen? Wenn ja, wer sollte das tun? Warum vertraust Du nicht einfach auf die kollektive Intelligenz des Heringsschwarms? Schließlich wird ja niemand gezwungen, sich ausschließlich mit Google über die Welt zu informieren. Sobald Goggle aus Sicht der Anwender nicht mehr “die beste aller möglichen Suchmaschinen” anbietet, bleiben die Klicks aus. Etwas mehr Zuversicht in den mündigen User, bitte!

  2. Peter Schink

    Gute Frage. Auf jeden Fall haben wir es mit einem Monopol zu tun. Für die braucht es Regulierungen. Auf die Schwarmintelligenz würde ich jedoch nicht unbedingt vertrauen – gerade die vielen kleinen schleichenden Änderungen fallen ja gar nicht auf (was ja auch These meines Textes ist).

  3. AM

    @ Peter Schink:

    Letztlich hast Du doch auch genau das geschrieben, dass nämlich der “Mutation zur Informationsmaschine natürliche Grenzen” gesetzt seien. Da gibst Du Dich zuversichtlicher als jetzt in Deinem Kommentar. ;-)

    Aber nachdem am Wochenende die FAS verkündete, dass “Brave New World” überholt sei (“Gute Bücher, die wir hassen”), machen wir uns wohl schon wieder zu viel Gedanken?

  4. Peter Schink

    @AM: Nein, ich glaube zwar, dass es natürliche Grenzen für die Mutation zur Informationsmaschine gibt. Regulierungsbedarf gibt es aber auch, wenn die Entwicklung nur schleichend von statten geht.

  5. Christian

    Mit deinem Beitrag hast Du natürlich Recht, aber ist es nicht so, dass wir bereits jetzt schon viel zu abhängig von diesem Konzern mit seinen unzähligen Diensten oder Inhalten sind?
    Oder könntest du einen Tag lang auf sämtliche Google-Dienste und alle, die damit zusammenhängen, verzichten? (Abgesehen davon, dass man vermutlich keine Minute lang surfen könnte, ohne auf Google-Ausläufer zu stoßen)
    Schon beunruhigend, aber unter dem Strich glaube ich, Google kann mit uns im Grunde machen, was sie wollen. Folgen werden wir sowieso…

  6. JollyJ

    “Don’t do evil” ist das Motto der Google-Gründer. Ein löbliches Ziel, aber auch ein realistisches? Wird es ab einer bestimmten Größe nicht fasst unmöglich? Bedeutet dann nicht schon die kleinste Veränderung in der Konzern-Strategie oder Produkt-Palette, die sicherlich ohne bösen Willen vorgenommen wird, den Jobverlust, potentielles Leid für viele andere Menschen?

    Regulierung ist eine Möglichkeit, Zerschlagung eine andere. Die Suche von Youtube trennen, Google Book Search verselbständigen, die anderen Dienste in eine eigenständige Firma zusammenfassen, aber vor allem: Die Datenzentren aller dieser Dienste voneinander trennen.

  7. Kay Oberbeck

    Peter Schink´s Artikel basiert auf einer fundamentalen Fehlprämisse: Dass Google Inhalte wie Wetter, Kino oder dergleichen selbst erstellen würde. Dem ist nicht so. Bei den von Peter Schink angeführten Beispielen handelt es sich um *Verweise* auf Inhalte, die von anderen Anbietern im Netz angeboten werden und die von Google lediglich angezeigt werden. Google erstellt keine Wetterprognosen. Google erstellt keine Kinoprogramme oder Filmrezensionen. Google ist kein Inhalteanbieter. Google ist kein “Autor”. Google schreibt keine Bücher. Google beschäftigt keinen einzigen Redakteur. Google ist ein Technologiekonzern. Google macht Informationen anderer zugänglich. Google ordnet. Dagegen redaktionelle Inhalte zu erstellen ist Sache solcher Unternehmen, die dieses sehr viel besser können und als ihren Kern sehen. Das ist uns, das ist Google sehr wohl bewusst.

    Zudem sei an dieser Stelle die Frage an Peter Schink gestattet, wie eine kostenlos zugängliche Suchmaschine wie Google, die mit Hunderten anderer kostenlos zugänglicher Suchmaschinen weltweit konkurriert, überhaupt ein Monopol darstellen kann. Solch eine Monopoldefinition ist mir unbekannt und wohl kaum in irgendeinem Kompendium definiert. Niemand ist dazu gezwungen, Google zu nutzen. Weder durch ein fest installiertes Betriebssystem noch auf andere technische Art und Weise. Google ist eine webbasierte, kostenlose Suchmaschine, die freiwillig aufgerufen werden kann oder auch nicht. Viele machen es sich wie Peter Schink in seinem Artikel zu leicht und vergleichen eine hohe Beliebtheit eines Produktes mit einem Monopol. So leicht ist es aber nicht, Herr Schink….

    Abschließend: Was ist so schlecht daran, Dienste von einem Unternehmen angeboten zu bekommen, die augenscheinlich gut, verlässlich und für viele Menschen besser als Wettbewerbsangebote eingeschätzt werden? Zumal dieses Unternehmen das Wohl des Nutzers in den Vordergrund stellt und die härtesten Datenschutzrichtlinien aller großen Suchmaschinenanbieter hat (zb werden IP-Adressen bei Google nur für 9 Monate gespeichert, die bei Microsoft zum Beispiel für 18 Monate)? Begriffe wie “Datenkrake” sind vor diesem Hintergrund Totschlagbegriffe, die scheinbar dem Zweck dienen, sich nicht mit den tatsächlichen Fakten auseinandersetzen zu müssen und komplexe Sachverhalte – auch noch falsch gedeutet – reduzieren zu wollen. Da erwarte ich von Redakteuren sehr viel mehr.

  8. Peter Schink

    @Kay Oberbeck: Erst mal danke für die Replik. Um mich nicht misszuverstehen: Ich schätze Google sehr, sowohl als Technologieunternehmen mit großartigem Ansatz als auch für seine Art, Inhalte einfach für alle verfügbar zu machen.

    Ich habe nicht gesagt, Google würde Inhalte wie Wetter und Videos selbst erstellen. Die Inhalte sind in Teilen zusammengesucht oder gekauft/gepartnert. Auf jeden Fall werden sie auf Googles Seiten angeboten. Darin besteht das Problem.

    Die heute gängige Monopol-Definition ist durchaus eine andere, dass ist richtig. Vielleicht passt besser “marktbeherrschende Stellung”. Auf jeden Fall ist die Verknüpfung von Suchmaschine und Inhalteangebot in diesem Fall problematisch und muss diskutiert werden, dass müssen Sie doch zugestehen, Herr Oberbeck?

  9. jepblog » Blog Archive » Linksverkehr (13): Die Grenzen von Twitter

    [...] In die Diskussion um den Gastbeitrag “Google wird zur Informationsmaschine” von Peter Schink hat sich jetzt auch Google selbst [...]

  10. Das neue Verständnis von “gut informiert” sein: Lesen, was Freunde lesen — CARTA

    [...] wenn sie sich von Google bedroht fühlen und den Eindruck haben, diese Suchmaschine habe zu viel Einfluss. Google ist ein Kind aus der Zeit der Seiten und Dokumente im Internet und damit geprägt von [...]

  11. NP

    Ich verstehe das Problem nicht. Natürlich hat Google eine marktbeherrschende Stellung und ist mit den benannten Funktionen eine klare Konkurrenz zu journalistischen Angeboten und Websites. Natürlich wird es anderen Anbietern damit schwerer gemacht, die Aufmerksamkeit des Suchenden auf das eigene Angebot zu lenken. Und natürlich finde ich das als Journalistin nicht gut, weil es ein Stück weit an meiner Existenz kratzt.
    So hart es vielleicht klingt, aber so ist es nun mal in einer nicht-regulierten Wirtschaftswelt. Im Vordergrund steht – zu Recht – der Konsument und Nutzer, und wenn der das Wetter oder die DAX-Werte wissen will, ist es egal, ob sie von Google-Partnerseiten oder einer journalistischen Plattform kommen.
    Google als Technologieunternehmen bietet mir als User nun mal einen guten Service, den ich so lange anklicke, bis es woanders einen besseren gibt. Und an dieser Stelle ist keinesfalls Regulierung gefragt, sondern die Kreativität der Erfindungsgeist der anderen! Marktwirtschaft eben.

  12. Christian

    “Google als Technologieunternehmen bietet mir als User nun mal einen guten Service, den ich so lange anklicke, bis es woanders einen besseren gibt. Und an dieser Stelle ist keinesfalls Regulierung gefragt, sondern die Kreativität der Erfindungsgeist der anderen!”

    Absolut richtig!

  13. maTze

    Google-Kritik ist immer gut und meist auch berechtigt. Man könnte sich aber auch fragen, welche Schwächen Google eigentlich hat, mit welchen Stärken dagegen eine redaktionell geführte Nachrichten-Website punkten kann – und welche Möglichkeiten zur besseren Positionierung sich daraus ergeben.

    Wir alle wissen, dass Google-Suchergebnisse aufgrund eines wie auch immer gearteten Algorithmus zustande kommen. Da sitzen keine Menschen, die einen Artikel nach Relevanz und Stil bewerten, sondern alles läuft weitgehend maschinell. Schneller sein als Google-News kann keiner, umfassender sein schon gar nicht.

    Bloß, wie immer bei Google: bevor man nicht draufklickt weiß man auch nicht, was man kriegt. Bei Google-News steht der Nutzer einem Wust aus Nachrichten gegenüber, die sich alle ähnlich scheinen. Man klickt meist einfach den obersten an (und das ist in jüngster Zeit oft welt.de) und hofft, alle Infos zu bekommen.

    Eine Tageszeitung aber hat Redakteure. Und die können nicht nur schreiben, sondern auch lesen – und auch bewerten, welcher Artikel sich zu lohnen wirklich lohnt. Es liegt also nahe, dass eine moderne Redaktion Lese-Tipps an ihre Leser gibt. Die angepriesenen Artikel liest der Nutzer dann zwar woanders – aber er wird sich erinnern, woher der Tipp kam.

    welt.de hat das schon vor längerer Zeit erkannt und ganz unten rechts auf der Startseite den Block “Zweite Meinung” eingeführt. Das ist super, ist aber leider ziemlich versteckt und funktioniert augenscheinlich nach dem Google-Prinzip. Angezeigt wird nämlich nicht das Lesenswerteste, sondern das, was die Maschine gerade für interessant hält.

    Ich warte gespannt darauf, welche Redaktion als erste die Größe besitzen wird, die Konkurrenz so ins eigene Produkt einzubinden, dass der Nutzer einen echten Mehrwert davon hat. Warum stellt welt.de nicht täglich zwei Kollegen ab, die Texte anderer Nachrichtenportale lesen und eine Art Echtzeit-Presseschau daraus zusammenstellen?

    Hier könnte man nicht nur auf große Reportagen der Spon-Redaktion verweisen, sondern auch auf lesenswerte Texte zum Beispiel in den Regionalzeitungen. Eine redaktionell erstellte Linkliste eben, mit den lohnenswertesten journalistischen Tipps des Tages.

    Wenn dazu noch eine Prise Humor kommt, zum Beispiel indem man jepblog-ähnlich auch den einen oder anderen Schnitzer heraushebt… dann wäre das ein echter Anreiz, statt Google-News doch lieber welt.de zu besuchen.

    Und wer welt.de dann als Startseite hat, lieber Peter Schink, der liest auch das Wetter, die Finanzübersichten oder gar das Kinoprogramm bei der “Welt”.

  14. Peter Schink

    @maTze Das wäre ein Schritt in die richtige Richtung. Mein Blogbeitrag von gestern zielt in die gleiche Richtung – http://www.axel-springer-akademie.de/blog/2009/04/21/gastblog-die-suche-nach-dem-trampelpfad/ .

    Nimmt man das Prinzip der altehrwürdigen Presseschau ernst und übersetzt es ins Internet-Zeitalter, könnte eine großartige Website entstehen: Die Konkurrenz nicht nur verlinken, sondern tatsächlich Übersicht im Informationsdschungel schaffen, so etwas ist längst überfällig. Das ist allerdings mehr als nur ein Addon für Welt Online.

  15. presse-kostenlos.de

    Das Google die Suchergebnisse nicht manipuliert ist so nicht richtig. Google setzt seit einigen Jahren sogenannte “Quality Teams” ein, welche die Aufgabe haben Webseiten nach einem entsprechenden durch Google verfassten Fragekatalog zu bewerten und entsprechend einzustufen. Diese Teams teilen sich in Gruppen auf und bewerten eine Webseite unabhängig voneinander. Sollte ein bestimmtes Ergebnis für eine Webseite zweifelhaft sein, bewertet am Ende der Beste “Rater” von allen. Damit ist gemeint, dass alle “Rater” zuvor durch Google für diese Aufgabe geprüft wurden und erst dann für diese Aufgabe eingesetzt werden. Meist soll es sich hier um Studenten handeln die sich nebenbei etwas Geld verdienen möchten.

    Da Google diese Investition tätigt kann nur davon ausgegangen werden das auch diese “Prüfergebnisse” in die Suchergebnisse einfließen. Damit wird ein, zuvor angenommenes algorithmisches Suchergebnis, zu einem durch Menschenhand manipulierten (geschönten) Suchergebnis.

    Prüft man auch die Informationen zu einer Webseite, zum Beispiel über die “link:” Abfrage, werden diese schon lange nicht mehr korrekt angezeigt, lässt jedoch entsprechend der Positionierungen der Suchergebnisse folgern, dass diese falschen Ergebnisse trotzdem den Rank der betroffenen Webseite in den Suchergebnissen bestimmen.

    Um dies selbst zu prüfen, sucht eine Domain eurer Wahl, ruft die Linkanfrage auf und betrachtet das Ergebnis. Dann ruft die Domain mit Anführungszeichen über die allgemeinen Suche auf. Bei meiner Webseite ergibt sich folgendes Ergebnis:

    Links (die Google angeblich nur (!) kennt und auf die Webseite zeigen, ohne (!) eigene Webseitenlinks, diese müssen subtrahiert werden) : ~8 (+/-)

    Allgemeine Suche der Domain “die tatsächlich sichtbare Verlinkung” auf die Domain: ~ 8000 Links.

    Aus diesem Grund finde ich die Kritik und das Hinterfragen des oben genannten Kommentar nur berechtigt und sogar teilweise zu vorsichtig formuliert. Es sollten mehr User heutzutage die Praxis des Unternehmen (!) Google hinterfragen und die tatsächlich angezeigten Suchergebnisse kritischer betrachten.

    Lieben Gruß

  16. Hype^2 » Datenkrake Google? «

    [...] Friday, 17. July 2009 |  Autor: aw_2.0 http://www.axel-springer-akademie.de/blog/2009/03/10/gastblog-google-wird-zur-informationsmaschine/ [...]

  17. Datenkrake Google?

    [...] http://www.axel-springer-akademie.de/blog/2009/03/10/gastblog-google-wird-zur-informationsmaschine/ [...]

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