Lorenzos Legende (Linksverkehr 21)
“Bitte keine neuen Legenden,” sagt Giovanni di Lorenzo heute im “Spiegel” zum Gerücht, er könnte 2010 neuer Chefredakteur der “Süddeutschen Zeitung” werden. “Es gibt nicht einmal den Ansatz eines Gesprächs. Und ich habe auch nicht vor, meine Zeitung zu verlassen.”
Neue Legenden?
Meint der Chef der “Zeit” damit die harmlose Personalspekulation im kleinen “Cicero”, der Lorenzo durch sein Dementi im großen “Spiegel” mal so richtig Breitenwirkung gibt? Oder denkt er an die Legende, man könne ihm bei solchen Dementis trauen?
Es ist genau fünf Jahre her, da berichtete die “Welt” über einen bevorstehenden Wechsel des damaligen “Tagesspiegel”-Chefs zur “Zeit”. Die Quelle war sehr gut, aber die Lorenzo bestritt den Wahrheitsgehalt der Meldung und beschwerte sich persönlich. Geschichten müsse man doch, so riet er fürsorglich, von ihrem Ende her erzählen.
Das Ende der Geschichte ist bekannt.
Autor: jep Kategorie: A bis Z, Blattkritik, Zukunft des Journalismus | 4 Kommentare »
Tags: Giovanni di Lorenzo, Süddeutsche Zeitung, Spiegel, Tagesspiegel, Welt, ZEIT
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Am 30. März 2009 um 11:41 Uhr
Köstlich!
Am 30. März 2009 um 12:06 Uhr
you have to be careful. der direktor vergisst nie!
Am 30. März 2009 um 12:42 Uhr
@ Frank Schmiechen
Die Basis jeder guten Geschichte ist eine gründliche Recherche. Oder ein gut sortierter Aktenschrank.
Am 30. März 2009 um 18:24 Uhr
Aber logisch, so ein Gerücht genießt man, weil man es so schön dementieren kann! Der eitle Lorenzo würde bestimmt herzallerliebst an diealte Wirkungsstätte zurück.