Award der Woche für seen.by
Zufallstreffer beim Stadtwandern in Berlin. Irgendwo zwischen Invaliden- und Torstraße: die Galerie SchusterPhoto. Hinter grau-abgeschrammter Tür ein Ort der Metamorphose. Prachtstücke aus virtuellem Showroom feiern hier als Kunst zum Anfassen ihr Coming-Out.

Dahinter steckt seen.by, Präsentations-Plattform für internationale zeitgenössische Kunst. Den Award dieser Woche gibt’s für das originelle Portfolio dieses Auftritts, der sich stolz “Deutschlands größte unabhängige Website für Fotografie” nennt. Auf seen.by können faszinierende Aufnahmen entdeckt, eigene Werke gezeigt, fremde Arbeiten bewertet und gekauft werden. Der Schwerpunkt liegt auf Fotografie, aber auch Grafik ist vertreten.
Unterstützt wird das Portal von SPIEGEL ONLINE. Für Profis und Laien gelten hier dieselben Regeln: Bis zu 20 Fotos kann hoch laden, wer die seen.by-Redaktion von der Qualität seiner Bilder überzeugt. In den FAQs finden sich die Basics: Entscheidend ist der Gesamteindruck eines Bildes. Dabei spielen “ein überraschendes Motiv und die Umsetzung von Ideen” ebenso eine Rolle wie “technische Qualität und künstlerische Bildsprache”. Wie seen.by-CEO und Axel-Springer-Preis-Juror Dieter Degler im Interview mit bildwerk3 sagt: “Ein schöner Sonnenuntergang allein oder Gisela im Gegenlicht reicht nicht.”
Entsprechend vielfältig und -schichtig ist das Angebot. Der Klick auf select kann süchtig machen: Das, was hier in der Kategorie “Die Besten der Besten” gelistet ist, ist durchaus dazu angetan, Stunden vor dem Bildschirm zu verbringen.
Die Redaktion ordnet alle Arbeiten in Gattungen. Filtermöglichkeiten für den User: Name des Fotografen, Entstehungszeit und Genres – zum Beispiel Porträt, Street Art, Mode, Kinder, Architektur. So punktet die Sammlung auch als effizient durchsuchbar.
Im Beipack finden sich weitere Angebote:
500 der besten Werke bietet die Redaktion zum Kauf an. Zu Preisen von 40 bis 2.000 Euro, in Auflagen von sechs bis zu 100 Stück pro Motiv.
Wer heimische Wände lieber mit hausgemachter als mit Profi-Kunst schmücken möchte, kommt mit seen.by auch zum Ziel: Motiv einfach im Fine Art Fotolabor hochladen, spätestens nach drei Wochen wird im gewünschten Format geliefert.
Hintergründiges zum Fach gibt es in den seen.by-Gesprächen (die zum Großteil auch auf SPIEGEL ONLINE nachzulesen sind). Zum Beispiel im Interview mit Jonathan Torgovnik, der Frauen und Kinder 15 Jahre nach den Massenvergewaltigung in Ruanda in bewegenden Bildern porträtiert. Mit Peter Bialobrzeski, der Großstädte Asiens als unwirklichen Lichterdschungel in Szene setzt. Oder mit Joachim Baldauf der als Werbe- und Magazinfotograf zu den Erfolgreichen seiner Branche zählt.
Zu guter letzt noch die Rubrik des seen.by-Künstlers des Monats. Aktuell online sind u.a. Porträts über Laura Honse und Werner Stapelfeldt. Beide stellen gerade in der eingangs erwähnten Galerie SchusterPhoto aus.
Die Release-Schau dort ist übrigens nur ein Anfang. Künftig soll jeden Monat ein anderer Künstler den Sprung von der seen.by-Datenbank zu SchusterPhoto machen.
Wem die Draufschau in Netz und Galerie nicht genügt: Zur Abrundung des Konzepts steht zu jeder Ausstellung eines Künstlers eine exklusive und limitierte seen.by-Monatsedition in Aussicht. Für den ganz privaten Kunstgenuss. Abseits von Rechner und Galerie.
Autor: aldaggendner Kategorie: A bis Z | Keine Kommentare »
Tags: Degler, FAS, Foto, Fotokunst, Galerie, Künstler, Porträt, Spiegel Online
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