Hier wird über Journalismus diskutiert, über Medienthemen von A bis Z, von der Ausbildung des Nachwuchses bis zur Zukunft der Branche. Diskutieren Sie mit!
In den USA ist The Onion Kult. Vor 21 Jahren von zwei Studenten im Käse-Staat Wisconsin gegründet, mauserte sich das kleine Witze-Blatt allmählich zum crossmedialen Phänomen.
Das Erfolgskonzept hinter der Zwiebel ist zunächst denkbar einfach: Die Welt der Nachrichten wird nach allen Regeln der Kunst parodiert.
Während in westlichen Ländern noch immer das Totenlied auf die Zeitung gesungen wird, investieren Verlage wie die WAZ und Ringier in Vietnam. “Die WAZ will in das asiatische Zeitungsgeschäft einsteigen. Bis 16. Januar war WAZ-Diplomat Bodo Hombach in Vietnam, Thailand und Indonesien unterwegs sein, um über den Kauf von Zeitungen und Zeitschriften mit potenziellen Verkäufern zu sprechen. Alleingang oder Joint-Venture – die WAZ kann sich offenbar viele Modelle vorstellen”, berichtete das Handelsblatt.
Landwirtschaftsminister Ilse Aigner tanzt 90 Minuten um brisante Themen herum und hat es im Gespräch mit uns mit nicht viel mehr als Sparringspartnern zu tun.
Die Bundes-Agrarministerin zu Gast im Roten Salon. (Foto: Matthias Knoll)
Ein guter Trick von Journalisten bei der Gesprächsführung geht so: Man stellt eine anregende Frage und lässt nach der Antwort eine, zwei, drei Sekunden wortlos verstreichen. Meist legt das Gegenüber dann von der Stille unangenehm berührt doch noch Interessantes nach.
Machen die ZDF-Mainzelmännchen Schleichwerbung für das iPhone? Warum ist die Volkspizza von Dr. Oetker und nicht von Wagner? Und was hat das mit BILD zu tun? Solche Fragen stellen die Blogger von off-the-record.de (otr) – und geben somit ihre Antwort darauf, wie unabhängig Medien heute eigentlich noch sind, ob die Zeitung bald stirbt und was das Gefährliche an Social-Media-Kampagnen ist.
Dabei sind sie mutig wie BILD, hintergründig wie die WELT und amüsant wie Casting-Shows.
Jenny De la Torre spricht leise, nicht weinerlich, sondern einfach nur ruhig. Manchmal gar nüchtern. Die Ärztin berichtet im Roten Salon der Akademie über ihren Einsatz für „Menschen, die keine Lobby haben, die zwar sichtbar für uns sind, aber gleichzeitig außerhalb des Systems“, wie sie sagt. Seit 15 Jahren engagiert sich De la Torre für Wohnungslose und Arme ohne Krankenversicherung. Die gebürtige Peruanerin gründete die Jenny De la Torre Stiftung, die 2006 die Eröffnung eines Gesundheitszentrums für Obdachlose in Berlin Mitte möglich machte.
Die Berliner Obdachlosenärztin Jenny De la Torre gibt Team 6 beim Studium Generale Einblicke in ihre Arbeit. Foto Lena Obschinsky
Es ist die Art und Weise, wie sie von ihren Patienten erzählt, die auf der Straße, in halb abgerissenen Häusern oder auf dem Friedhof schlafen: Sie berührt uns, ohne auf die Tränendrüse zu drücken. „Manche wollten einfach nicht mehr leben“, erzählt De la Torre über frühere Begegnungen.
Der ARD-Sportredaktion steht ein neues Skandälchen ins Haus, und nein, es geht ausnahmsweise nicht um die Tour de France. Es geht um das CHIO, das größte Pferdesport-Ereignis hierzulande, das Anfang des Monats in Aachen über die Bühne ging. Übertragen wurde es von der WDR-Moderatorin Sabine Hartelt, und genau die steht nach einem epd-Bericht im Zentrum der Kritik.
(Screenshot: WDR-Fernsehen, wdr.de)
Hintergrund ist der Doping-Vorfall des deutschen Springreiters Christian Ahlmann bei den Olympischen Spielen in Peking/Hongkong.
Bestandsaufnahme nach der ersten Woche: Der Newsroom ist in Beschlag genommen, der Rote Salon zum zweiten Wohnzimmer erklärt, die Namen der anderen Teammitglieder sitzen, und auf dem Weg in die Kantine verlaufen wir uns auch nicht mehr. Jenseits der Verlagsmauern klappt es bei vielen noch weit weniger gut mit der Orientierung.
(Fotos: Alexandra Kilian und Manuel Bewarder)
Deshalb hieß es am vergangenen Sonnabend: Team 6 erkundet Berlin!
Ich gehe heute bei meinem Award die Leiter der Innovation ein Stück runter und prämiere ein Konzept, das es schon sehr lange gibt. Mein Gewinner ist seit 1996 Internet-Marktplatz für den An- und Verkauf von Fahrzeugen: mobile.de
Beim ersten Studium Generale sind wir noch ein wenig schüchtern. Das muss sich ändern.
(Fotos: Christin Ilgner)
Es ist Abend im Roten Salon. 21 aufgeregte Journalistenschüler und einer, den vermutlich nichts mehr aus der Fassung bringt: Professor Michael Stürmer, Chefkorrespondent der WELT und der WELT AM SONNTAG, Historiker und ehemaliger Berater von Bundeskanzler Kohl. Er ist unser erster Gast im Studium Generale und redet sofort drauflos. Die sorgfältig vorbereiteten Karteikarten der beiden Moderatoren bleiben unbenutzt, auch für ein paar einleitende Worte bleibt keine Zeit.
Nichts hat die Medien mehr verändert als das Internet, sagen viele. Blödsinn, sage ich. Etwas anderes hat den eigentlichen Wandel hervorgerufen: Die Erfindung des Links.
Mit dem Link wurde etwas geschaffen, mit dem es möglich wurde, sich auf vielfache Weise von Inhalt zu Inhalt zu bewegen. Zuvor gab es nichts vergleichbares.