Award der Woche für IheartBerlin
Sie sind verliebt in Berlin. Jeden Tag ein bisschen mehr. Und sie wollen ihre Liebe teilen. Menschen von dieser Stadt begeistern. In dem Blog IheartBerlin.de berichten vier junge Hauptstädter um den Initiator Frank Schröder regelmäßig aus ihrer Heimat.

Über Kuriositäten des Alltags, gastronomische Perlen und modische Trends. Über Kunstausstellungen und die schnelllebige Berliner Szene.
Seit 2007 versucht der Blog, Alteingesessenen und Zugezogenen Orientierung in dieser rätselhaften Stadt zu geben. Berlin hat bekanntlich viele Gesichter. Mal rau und dreckig, mal elegant und beinahe spießig. IheartBerlin.de beschäftigt sich mit dem jungen, dem impulsiven und kreativen Berlin. Die Faszination des Berlin-Mitte-Gefühls zu verstehen, das fällt einem Neuberliner zunächst nicht leicht.
Eine übersichtliche Navigation auf der Website mit verschiedenen Kategorien hilft dabei, in diese Welt zumindest ein Stück weit einzutauchen. Nun gut, warum ausgerechnet der Schnauzer eine Renaissance erfahren musste, Sonnenbrillen niemals im Dunkeln abgenommen werden und die Hosen der Jungs im Picknick enger als die von Karl Lagerfeld sind, erfahre ich auch hier nicht. Dafür aber, welche Events am Wochenende wirklich einen Besuch wert sind, welche Galerie derzeit welchen Künstler präsentiert und was von einem Michael-Jackson-Zombie-Gedächtnismarsch am Brandenburger Tor zu halten ist.
Unter der Rubrik Stories findet man viele unterhaltsame Stücke. Wie das “Irrenhaus” Berlin zu bewältigen ist beispielsweise. Sehr lehrreich für alle überforderten Neulinge in der Hauptstadt. Es wird erklärt, warum so viele Berliner vom eigenen Talent wie besessen sind. Und wie das merkwürdige Verhalten geschlechtsreifer Großstädter in Berlin interpretiert werden kann. Garniert werden die wirklich gut geschriebenen Blogeinträge von beinah noch besseren Fotos.
Die Seite ist wie Mitte: lässig durch und durch. Durchgeknallt. Kreativ. Nun mag man sich fragen, wo der journalistische Mehrwert bleibt. Das ist eigentlich ganz einfach. IheartBerlin.de liest sich stellenweise wie die Neon, angereichert mit viel Lokalkolorit. Nah dran an der Szene, mit gutem Gespür für die etwas anderen Geschichten. Ein Besuch auf der Seite lohnt sich also. Nicht nur zur Wochenendplanung. Sondern auch, um sich inspirieren zu lassen. Von dem Berlin-Mitte-Gefühl. Und um sich darin zu verlieben. Ein kleines bisschen zumindest.
Caroline Rudelt
Autor: student Kategorie: A bis Z, Zukunft des Journalismus | 6 Kommentare »
Tags: Award, Berlin, Blog, Künstler, NEON
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Am 11. September 2009 um 09:52 Uhr
“wie Mitte” heißt: krampfhaft versuchen, lässig und durchgeknall zu wirken.
Am 11. September 2009 um 10:37 Uhr
Hier die retro-coole Mitte in Bewegtbild:
http://www.youtube.com/watch?v=Hy1bUaXZRIA
Am 11. September 2009 um 10:40 Uhr
Schnauzer ist Pflicht (siehe tagwerk Seite 3)!
Am 11. September 2009 um 18:44 Uhr
Oh, danke für die Lobpreisung! Und was die Kritiker angeht: Wir schreiben auch viel über Friedrichshain, Kreuzberg und andere Bezirke
Mitte is da gar nicht unbedingt so unser Fokus.
Am 11. September 2009 um 19:53 Uhr
Im Friedrichshain heißen alle Mädchen Laura und machen als Hobby kreative Fotos vom Fernsehturm
Am 2. Februar 2011 um 12:34 Uhr
Hallo! Bin auch in Berlin verliebt und in den wunderschönen Blog.