25.9.2009

Award der Woche für “Die Hölle auf Erden”

Irgendwie hat man als Journalist oft das Gefühl, dass man jede Geschichte schon einmal gehört, gelesen – oder sogar selbst geschrieben hat. Bei “Die Hölle auf Erden” ging es mir ganz anders.

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Der Printartikel ist aus der 36. Ausgabe des “Stern” (27.8.2009). Viele Artikel vergisst man noch am selben Tag – dieser ist mir noch Wochen später so sehr im Gedächtnis geblieben, dass ich ihn hiermit mit dem Award der Woche auszeichne.

Inhaltlich geht es um eine Frau, die ihren Mann mit einer Axt getötet hat. Doch was klingt wie eine von tausenden Geschichten, beinhaltet viel mehr.

Es handelt sich um keinen Racheakt wegen vorangegangener Misshandlung, Unterdrückung oder Vergewaltigung.

Es ist die Geschichte einer Frau, die ihren Mann und ihre drei Kinder jahrelang terrorisierte, weil sie an ihrem krankhaften Ehrgeiz scheiterte. Sie heiratete einen Mann, von dem sie sich die perfekte Zukunft erhoffte – die er ihr nicht geben konnte.

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Auszug (zum Reinlesen klicken)

Redakteurin Anette Lache beschreibt detailliert aus der Sicht der drei zurückgelassenen Kinder, der Frau, des Mannes. Sie erzählt von einem Vater, der so sehr liebt, dass er sich demütigen lässt. Von Kindern, die sich ohnmächtig fühlen, weil die Mörderin ihre eigene Mutter war.  Und von der Mutter, die sich selbst am Ende noch ihrer Verantwortung entzieht – und sich vor der Verhandlung in ihrer Zelle erhängt.

Persönliche Fotos, ungewöhnliche Geschichte, emotional verpackt – ein Printartikel, der zu crossmedialen Zeiten den Award der Woche verdient hat!

Lena Obschinsky

Autor: student Kategorie: A bis Z, Ausbildung, Zukunft des Journalismus | Keine Kommentare »
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