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	<title>Kommentare zu: GASTBLOG: Kampf der Unübersichtlichkeit im Medien-Dschungel</title>
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		<title>Von: Christoph Kappes</title>
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		<dc:creator>Christoph Kappes</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Oct 2009 21:26:17 +0000</pubDate>
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		<description>Geht m.E. in die richtige Richtung. Ich würde aber noch weiter gehen:

1. Der Wettlauf um die Zeit geht zu Lasten der Qualität. Daher würde ich versuchen, statt des Hase-Igel-Spiels diesen Konflikt gleich aufzulösen: Nachrichten der Agenturen (bei Zweifeln ggf. mit einem kleinen Kommentar) durchreichen und als Agenturmeldung kenntlich machen. So entstehen zwei Schichten von Nachrichten unterschiedlicher Absender mit unterschiedlicher Verlässlichkeit.

2. Keine der Nachrichtensites passt sich meinem Leseverhalten an. Im Gegenteil: durch stetiges Ändern wird ein Nutzungsverhalten erzwungen, dass ich ständig wiederkehren muss. Das steigert Traffic, ist aber nicht leserfreundlich und wird, da in jedem Markt der Kunde zählt, der Branche irgendwann in die Hacken fahren. Es wäre technisch und konzeptionell ohne weiteres möglich, dass mir eine Website die Differenz zur Nachrichtenlage seit meinem letzten Besuch zeigt.

Es gäbe so viele Möglichkeiten, doch die Verlagsbranche scheint mir Relaunches vor allem unter dem Gesichtspunkt von Optik und Usability zu betrachten. Unter Retailern ist beides längst eine ständige Produktverbesserung, über die man nicht halb so viele Worte verschwendet.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Geht m.E. in die richtige Richtung. Ich würde aber noch weiter gehen:</p>
<p>1. Der Wettlauf um die Zeit geht zu Lasten der Qualität. Daher würde ich versuchen, statt des Hase-Igel-Spiels diesen Konflikt gleich aufzulösen: Nachrichten der Agenturen (bei Zweifeln ggf. mit einem kleinen Kommentar) durchreichen und als Agenturmeldung kenntlich machen. So entstehen zwei Schichten von Nachrichten unterschiedlicher Absender mit unterschiedlicher Verlässlichkeit.</p>
<p>2. Keine der Nachrichtensites passt sich meinem Leseverhalten an. Im Gegenteil: durch stetiges Ändern wird ein Nutzungsverhalten erzwungen, dass ich ständig wiederkehren muss. Das steigert Traffic, ist aber nicht leserfreundlich und wird, da in jedem Markt der Kunde zählt, der Branche irgendwann in die Hacken fahren. Es wäre technisch und konzeptionell ohne weiteres möglich, dass mir eine Website die Differenz zur Nachrichtenlage seit meinem letzten Besuch zeigt.</p>
<p>Es gäbe so viele Möglichkeiten, doch die Verlagsbranche scheint mir Relaunches vor allem unter dem Gesichtspunkt von Optik und Usability zu betrachten. Unter Retailern ist beides längst eine ständige Produktverbesserung, über die man nicht halb so viele Worte verschwendet.</p>
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		<title>Von: Pierro Marie (pierro) 's status on Wednesday, 07-Oct-09 20:44:57 UTC - Identi.ca</title>
		<link>http://www.axel-springer-akademie.de/blog/2009/10/06/gastblog-kampf-der-unubersichtlichkeit-im-medien-dschungel/comment-page-1/#comment-342854</link>
		<dc:creator>Pierro Marie (pierro) 's status on Wednesday, 07-Oct-09 20:44:57 UTC - Identi.ca</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Oct 2009 20:34:03 +0000</pubDate>
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		<description>[...]  http://www.axel-springer-akademie.de/blog/2009/10/06/gastblog-kampf-der-unubersichtlichkeit-im-medi...       a few seconds ago  from web [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...]  <a href="http://www.axel-springer-akademie.de/blog/2009/10/06/gastblog-kampf-der-unubersichtlichkeit-im-medi.." rel="nofollow">http://www.axel-springer-akademie.de/blog/2009/10/06/gastblog-kampf-der-unubersichtlichkeit-im-medi..</a>.       a few seconds ago  from web [...]</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Ulrike Langer</title>
		<link>http://www.axel-springer-akademie.de/blog/2009/10/06/gastblog-kampf-der-unubersichtlichkeit-im-medien-dschungel/comment-page-1/#comment-342853</link>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Oct 2009 20:33:46 +0000</pubDate>
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		<description>Die Idee, sich auf wenige Schwerpunktgeschichten plus Links zu anderen guten Beiträgen zu konzenrieren, finde ich gut. 

Das Problem ist bloß: Das setzt eine Kooperation der Verlage untereinander und Link-Karma voraus. Die Websites müssten, statt voneinander abzuschreiben bzw. alle die gleichen Agenturmeldungen zu bringen, auf die jeweils besten originären Beiträge untereinander verlinken - egal, ob diese auf der eigenen oder auf fremden Domains stehen. 

Die meisten Verlage gehen bei ihren Websites aber noch immer von einem geozentrischen Weltbild aus - sprich, vom Portaldenken der späten 90er Jahre: Sie sind der Fixstern im Web, um den die Nutzer kreisen. Natürlich wäre jeder Provinzverlag mit seiner Website gerne die Startseite im Browser, von welcher der Nutzer sich für Ausflüge zu Ebay, Amazon und Spiegel Online entfernen, dann aber brav zurückkehren, um sich die Nachrichtenlage in Agenturbereichten servieren zu lassen. 

So lange Internetwerbung nach Visits, PIs und Clicks bezahlt wird, wird sich daran auch so schnell nichts ändern. Erst wenn z.B. Verweise zu einer Währung werden (je mehr Traffic ich Dir schicke, desto mehr bekomme ich von Deinen Werbeeeinnahmen ab), würden Webportalbetreiber wohlgrundlegend umdenken. 

Aber die Denkweise in den Verlagschefetagen geht ja momentan absurderweise in die entgegengesetzte Richtung: Mit einer Leistungsschutzabgabe würden eingehende Verlinkungen sogar noch abgestraft.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die Idee, sich auf wenige Schwerpunktgeschichten plus Links zu anderen guten Beiträgen zu konzenrieren, finde ich gut. </p>
<p>Das Problem ist bloß: Das setzt eine Kooperation der Verlage untereinander und Link-Karma voraus. Die Websites müssten, statt voneinander abzuschreiben bzw. alle die gleichen Agenturmeldungen zu bringen, auf die jeweils besten originären Beiträge untereinander verlinken &#8211; egal, ob diese auf der eigenen oder auf fremden Domains stehen. </p>
<p>Die meisten Verlage gehen bei ihren Websites aber noch immer von einem geozentrischen Weltbild aus &#8211; sprich, vom Portaldenken der späten 90er Jahre: Sie sind der Fixstern im Web, um den die Nutzer kreisen. Natürlich wäre jeder Provinzverlag mit seiner Website gerne die Startseite im Browser, von welcher der Nutzer sich für Ausflüge zu Ebay, Amazon und Spiegel Online entfernen, dann aber brav zurückkehren, um sich die Nachrichtenlage in Agenturbereichten servieren zu lassen. </p>
<p>So lange Internetwerbung nach Visits, PIs und Clicks bezahlt wird, wird sich daran auch so schnell nichts ändern. Erst wenn z.B. Verweise zu einer Währung werden (je mehr Traffic ich Dir schicke, desto mehr bekomme ich von Deinen Werbeeeinnahmen ab), würden Webportalbetreiber wohlgrundlegend umdenken. </p>
<p>Aber die Denkweise in den Verlagschefetagen geht ja momentan absurderweise in die entgegengesetzte Richtung: Mit einer Leistungsschutzabgabe würden eingehende Verlinkungen sogar noch abgestraft.</p>
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