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	<title>asablog &#187; Gäste der Akademie</title>
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		<title>Der Tod riecht nach Moos</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 11:01:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>student</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gänsehaut am Anfang, eine Exklusiv-Nachricht am Schluss: Der Berliner Gerichtsmediziner Professor Michael Tsokos beim Studium generale an der Axel Springer Akademie

Michael Tsokos (2.v.l.) bei Team 11.
Tote Menschen riechen gut. Nicht dann, wenn sie gerade erst gestorben sind, auch nicht nach vier oder fünf Tagen. Aber wenn sich der beißende Gestank von verwestem Fleisch nach einigen Wochen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Gänsehaut am Anfang, eine Exklusiv-Nachricht am Schluss: Der Berliner Gerichtsmediziner Professor Michael Tsokos beim Studium generale an der Axel Springer Akademie</em></p>
<p><a href="http://www.axel-springer-akademie.de/blog/wp-content/uploads/2012/01/Tsokos1.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-7356" title="Tsokos1" src="http://www.axel-springer-akademie.de/blog/wp-content/uploads/2012/01/Tsokos1-300x211.jpg" alt="" width="300" height="211" /></a><em><br />
Michael Tsokos (2.v.l.) bei Team 11.</em></p>
<p>Tote Menschen riechen gut. Nicht dann, wenn sie gerade erst gestorben sind, auch nicht nach vier oder fünf Tagen. Aber wenn sich der beißende Gestank von verwestem Fleisch nach einigen Wochen verzieht, setzt ein süßlicher Duft ein. „Wie Moos in der Sonne“, sagt Deutschlands bekanntester Rechtsmediziner <a href="http://www.stern.de/kultur/tv/jan-josef-liefers-und-michael-tsokos-im-gespraech-ausflug-ins-reich-des-todes-1622571.html" target="_blank">Michael Tsokos</a>. Wir schlucken.</p>
<p><span id="more-7352"></span></p>
<p>Verbrannt, verätzt, zerstückelt – so präsentieren sich Professor Tsokos‘ „Patienten“: Die Fakten, von denen er als Leiter der <a href="http://remed.charite.de/" target="_blank">Gerichtsmedizin an der Berliner Charité </a>berichtet, hören auch wir angehende Journalisten nicht jeden Tag. Der Rechtsmediziner und sein Team obduzieren etwa 2100 Menschen im Jahr. Untersuchte er auch den Mord aus Marienburg, fragen wir: den Mann, dessen Körper zerstückelt und dessen Kopf gekocht wurde? „Ja klar, der lag auch bei uns auf dem Tisch!“ sagt Tsokos lässig, ganz leicht dahin, als hätte er keine Leiche, sondern ein Brot aufgeschnitten.</p>
<p>Die Ermittler aus dem amerikanischen „Todes-TV“ entsprächen in keiner Weise der Realität, sagt Tsokos – depressiv sei er nicht und einen morbiden Charakter könne er auch nicht vorweisen. Die Wirklichkeit sieht anders aus als bei „CSI“, „Crossing Jordan“ oder „Bones“: In Deutschland sichert kein Rechtsmediziner Spuren oder verhaftet gar den Täter! Aber der „Tatort“, sagt Tsokos und lächelt wieder, der ist gut. Bestehen also Ähnlichkeiten zu Professor Boerne aus Münster? „Ja genau, Jan Josef Liefers und seine Rolle kommen meiner Tätigkeit am nächsten.“</p>
<p>Nur dass Boerne eben nur in Münster arbeitet, Tsokos aber nicht nur in Berlin: mit seinem Team reist der 45-Jährige in die verschiedensten Länder, um Kollegen vor Ort im Katastrophenfall zu unterstützen. Wir erfahren, dass er in Kriegsgebieten wie Bosnien oder Kosovo unterwegs gewesen ist, und selbst der Präsident von Kasachstan ihn zu einer Leichenschau bat. Dann die größte Herausforderung: Ende 2004 fliegt Tsokos nach Thailand. Hier identifiziert er tausende Opfer der Tsunami-Katastrophe. Und dann ist er wieder da, der beißende Gestank, so der Gerichtsmediziner, der irgendwann süßlich wird, der aus den vom Wasser aufgedunsenen Leichen strömt. „Manche Menschen waren bis zur Unkenntlichkeit entstellt“.</p>
<p><a href="http://www.axel-springer-akademie.de/blog/wp-content/uploads/2012/02/Tsokos2.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-7357" title="Tsokos2" src="http://www.axel-springer-akademie.de/blog/wp-content/uploads/2012/02/Tsokos2-300x198.jpg" alt="" width="300" height="198" /></a><br />
<em>Tsokos mit den Moderatoren des Abends, Christin Bohmann<br />
</em><em>und Moritz Leihkamm.  (Fotos: Nadja Lucas)</em></p>
<p>Gibt es keine Aufgabe, vor der Tsokos zurückschreckt? „Doch“, sagt er und wird einen Moment still. „Wenn ich Kinderleichen aus Müllsäcken ziehen muss.“ Die Obduktion von Kindern sei ihm früher leichter gefallen. Mit zunehmendem Alter werde es immer schwieriger für ihn.<br />
 <br />
Ablenkung von seinem Beruf findet er zu Hause, bei der Familie. Und beim Schreiben. Tsokos, der bereits <a href="http://www.ullsteinbuchverlage.de/ullsteintb/autor.php?id=9417&amp;page=buchaz&amp;sort=autor&amp;auswahl=A&amp;pagenum=1" target="_blank">zwei Bücher </a>über seine spektakulärsten Fälle veröffentlicht hat, arbeitet an einem neuen Buch, gemeinsam mit einem „bekannten Autor“, will uns aber nicht verraten, mit wem. Das sei noch ein Geheimnis. Unser Jagdinstinkt ist geweckt, also recherchieren wir – und finden heraus: Tsokos schreibt zusammen mit <a href="http://www.sebastianfitzek.de/" target="_blank">Sebastian Fitzek</a>, einem der erfolgreichsten Thriller-Autoren Deutschlands („Der Augensammler&#8221;) an einem Kriminalroman, zu dem er die Idee hatte. Eine Exklusivnachricht von Team 11.</p>
<p><a href="http://www.axel-springer-akademie.de/blog/wp-content/uploads/2012/02/Tsokos-BM-Blog.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-7362" title="Tsokos BM Blog" src="http://www.axel-springer-akademie.de/blog/wp-content/uploads/2012/02/Tsokos-BM-Blog-300x186.jpg" alt="" width="300" height="186" /></a><br />
<em>Berliner Morgenpost vom 2. Februar 2012.</em></p>
<p><a href="http://20zwoelf.de/static,Blog,PressesprecherJournalisten_de.htm"></a></p>
<p>Zum Abschluss des Abends gab es für uns noch den &#8220;Tsokoschen Tipp&#8221; fürs Leben: Heftigen Streit mit dem Partner oder der Partnerin gilt es möglichst zu vermeiden: Die meisten Tötungsdelikte sind nämlich Beziehungstaten.</p>
<p><em>Anja Richter</em></p>
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		<title>„Wir haben nicht nur Business, wir haben auch Überzeugungen!“</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Jan 2012 17:49:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>student</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
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		<category><![CDATA[Meinungsfreiheit]]></category>
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		<category><![CDATA[Team 11]]></category>

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		<description><![CDATA["Grundsätze sind Grundsätze, nicht Handelsanweisungen. Zensur findet nicht statt."]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Puuh! Das war es also – unser erstes <a href="http://www.axel-springer-akademie.de/ausbildung/studium-generale.html" target="_blank">Studium generale</a> als <a href="http://www.axel-springer-akademie.de/blog/2012/01/02/willkommen-team-11/" target="_blank">Team 11</a> im Roten Salon. Zu Gast: der Historiker Prof. Michael Stürmer. Die Nerven lagen blank bei den Moderatoren. Gut zu beobachten an der &#8220;Kork-Affäre&#8221; kurz vor Beginn. Der Versuch, den Korken unversehrt aus der Riesling-Flasche zu ziehen, scheiterte im ersten Anlauf. Es blieb allerdings das einzige Missgeschick an diesem Abend.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-7265" title="Stürmer_1" src="http://www.axel-springer-akademie.de/blog/wp-content/uploads/2012/01/Stürmer_1.jpg" alt="" width="483" height="338" /><br />
<em>(Fotos: Nadja Lucas)</em></p>
<p>Souverän führten die beiden dann durch das Gespräch über die fünf <a href="http://www.axelspringer.de/artikel/Unternehmensgrundsaetze_40574.html" target="_blank">Unternehmensgrundsätze der Axel Springer AG</a>.</p>
<p>Keine einfache Angelegenheit. Den Vortrag von Prof. Stürmer mit höchst interessanten Details konnten (und wollten) wir oft nicht stoppen.</p>
<p><span id="more-7255"></span></p>
<p>Bei den Erklärungen, was eigentlich mit &#8220;Aussöhnung zwischen Juden und Deutschen&#8221; oder &#8220;politischem Totalitarismus&#8221; gemeint sei, führte uns Prof. Stürmer die Bedeutung von Sprache vor Augen. Genauigkeit sei das Handwerk von uns Journalisten und meinte etwa zur Erklärung von Kanzlerin Angela Merkel, das Existenzrecht Israels sei Teil der &#8220;Staatsräson&#8221;: &#8220;Ein starkes Wort. Ich hätte es ihr nicht in die Rede geschrieben.&#8221;</p>
<p>Auch in der Diskussion des Grundsatzes &#8220;Unterstützung des transatlantischen Bündnisses&#8221; bezog Prof. Stürmer deutlich Stellung. Er kritisierte die Zurückhaltung der Bundesregierung im Libyen-Konflikt und sagte, es gelte allein das Verbot einen Angriffskrieg zu führen:  &#8220;Alles andere ist eine schäbige, bequeme Ausrede, politischer Opportunismus. Europa muss bündnisfähig sein, um seine Lebensinteressen zu verteidigen. Wir müssen uns selber retten. Amerika kann dies nicht auf immer leisten.&#8221;</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-7267" title="Stürmer_2" src="http://www.axel-springer-akademie.de/blog/wp-content/uploads/2012/01/Stürmer_2.jpg" alt="" width="486" height="215" /><br />
<em>Team 11 beim Studium generale: &#8220;Gefühl einer Prüfungssituation&#8221;</em></p>
<p>Hin und wieder befiel uns das unangenehme Gefühl einer Prüfungssituation. Mit bohrenden Fragen testete der Professor unser Wissen, nicht nur in Neuerer Deutscher Geschichte: &#8220;Wie hoch war der erste festgelegte Wechselkurs vom Dollar zur D-Mark? Seit wann bekennt sich die SPD zur sozialen Marktwirtschaft?&#8221;</p>
<p>Es war die Auftaktveranstaltung beim Studium generale &#8211; so waren wir mit unseren Fragen oft zaghaft. Aber zu den zentralen Themen konnten wir ihm interessante Aussagen entlocken:</p>
<p>Wieso gibt es die Grundsätze bei Axel Springer, sind sie nicht selbstverständlich? &#8220;Was man auf dem Papier besitzt kann man getrost nach Hause tragen. Wenn alle Menschen billig und gerecht wären, bedürfte es der Gesetze nicht.&#8221; (in Anlehnung an Immanuel Kant)</p>
<p>Fliegt man bei Axel Springer raus, wenn man sich nicht an die Grundsätze hält? Sind sie nicht fraglich im Hinblick auf die Meinungsfreiheit?</p>
<p>&#8220;Grundsätze sind Grundsätze, nicht Handelsanweisungen. Zensur findet nicht statt.&#8221;</p>
<p>Und was müsste geschehen, damit man bei Axel Springer die Unternehmens-Grundsätze ändert oder ergänzt? Bei dieser Frage musste der Professor sogar einige wenige Sekunden nachdenken, ehe er antwortet: Das müsste ein &#8220;Game-Changer&#8221; sein, der Maßstäbe komplett verändert, etwa durch gefährlichen Missbrauch wissenschaftlichen Fortschritts – beispielsweise in der Gentechnik oder bei der Provokation schwerer Umweltkatastrophen. Dann sei es gut, sagen zu können: &#8220;Wir haben nicht nur Business, wir haben auch Überzeugungen!&#8221;</p>
<p>Damit hatten wir also viel gelernt an diesem Abend – aber auch dem Herrn Professor etwas Neues geboten – zumindest war er sichtlich erfreut, dass auch Frauen Führerschein und IT-Kenntnisse haben und mit Begeisterung nach der Akademieausbildung zu Auto-BILD und Computer-BILD gehen wollen.</p>
<p>Für unsere Nachfolger aus Team 12, die mit hoher Wahrscheinlichkeit ebenfalls die Ehre haben werden, mit Herrn Prof. Stürmer zu diskutieren, schon jetzt ein paar Tipps für einen gelungenen Abend:</p>
<ul>
<li>Lest folgende Bücher: George Orwell – 1984 UND Das Alte Testament</li>
<li>Werdet Experten in Verteidigungspolitik, andernfalls werdet ihr Ausführungen über die Bedeutung von Luftbetankung von Flugzeugen im Spannungsfeld des Mittleren Osten und der Stealth-Technologien nicht folgen können.</li>
<li>Stellt folgenden Tropfen bereit: Riesling 2005, Weingut Robert Weil</li>
</ul>
<p><em>Alexandra Grauvogl </em></p>
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		<title>„Ich bin nicht sehr religiös“</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Aug 2011 15:30:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>student</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Frau, die Team 10 zum Studium Generale erwartet, könnte auch die liebe Oma von nebenan sein. Eine zierliche Dame, kurzes Haar, sanftmütiges Lächeln, schlichtes Kleid.

Lala Süsskind zu Gast an der Akademie.  (Foto: Kuiper)
Doch Lala Süsskind, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, kommt mit zwei Personenschützer in die Akademie. Die Frau ist gefährdet, meint das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Frau, die Team 10 zum Studium Generale erwartet, könnte auch die liebe Oma von nebenan sein. Eine zierliche Dame, kurzes Haar, sanftmütiges Lächeln, schlichtes Kleid.</p>
<p><a href="http://www.axel-springer-akademie.de/blog/wp-content/uploads/2011/08/Süsskind1.bmp"></a><a href="http://www.axel-springer-akademie.de/blog/wp-content/uploads/2011/08/SüsskindBlog.bmp"><img class="alignnone size-full wp-image-6992" title="SüsskindBlog" src="http://www.axel-springer-akademie.de/blog/wp-content/uploads/2011/08/SüsskindBlog.bmp" alt="" /></a><br />
<em>Lala Süsskind zu Gast an der Akademie.  (Foto: Kuiper)</em></p>
<p>Doch Lala Süsskind, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, kommt mit zwei Personenschützer in die Akademie. Die Frau ist gefährdet, meint das LKA, sie braucht bewaffneten Schutz. „Den hatte ich aber noch nie nötig“, sagt Lala Süsskind energisch.</p>
<p><span id="more-6988"></span></p>
<p>Die <a href="http://www.berlin.de/imperia/md/content/sen-kultur/bkrw/staatsvertrag_jued_gemeinde.pdf?start&amp;ts=1216383242&amp;file=staatsvertrag_jued_gemeinde.pdf" target="_blank">Jüdische Gemeinde zu Berlin </a>hat rund 12.000 Mitglieder – die meisten sind in den letzten zwanzig Jahren aus der ehemaligen Sowjetunion zugezogen. Lala Süsskind kam aus Oberschlesien schon 1947 im Alter von einem Jahr nach Berlin. Kurz nach dem größten Verbrechen der Menschheit lebt sie, deren halbe Familie im Holocaust ermordet wurde, in der ehemaligen Reichshauptstadt. „In einer Opferrolle habe ich mich aber nie gesehen“, sagt sie heute. Mit sieben oder acht Jahren habe sie dann plötzlich verstanden, wo ist lebte. Was der Holocaust war. Wie er ihr Leben für immer verändern würde. Damals seien alle Zwanzigjährigen für sie potenzielle Mörder gewesen.</p>
<p>Heute gehört sie zu den Alteingesessenen. Und es sind die Neuen, die es zu integrieren gilt. „In ihrer Heimat durften sie ihre Religion nicht ausüben. Die haben hier riesigen Nachholbedarf“, so die 65-Jährige. In den jüdischen Schulen lernen die Zugezogenen die Grundlagen des Judentums. Die Frage, ob diese 80 Prozent der Gemeinde nicht durch einen Russen vertreten werden sollten, wischt Süsskind vom Tisch. „Wir wissen gar nicht mehr, wer aus Russland kommt.“ Im <a href="http://www.jg-berlin.org/ueber-uns/struktur/vorstand.html" target="_blank">Vorstand </a>seien es zwei.</p>
<p>„Ich bin nicht sehr religiös, ich bin traditionsbewusst“, erklärt die Vorsitzende der jüdischen Gemeinde überraschenderweise. Deren größtes Problem seien heute die Schulden. Süsskind kennt die Zahlen natürlich in- und auswendig. 5,9 Millionen Euro Schulden beim Senat. Dazu noch mal 3,6 Millionen Zinsen. Da hilft nur das Griechenland-Programm: Renten kürzen, Leute entlassen, aber beim Kirchensteuern-Eintreiben wird es schon schwer. Weil kein Jude Mitglied der Gemeinde sein muss, um <a href="http://www.jg-berlin.org/institutionen.html" target="_blank">deren Vorzüge </a>zu nutzen: Synagogen, Schulen, Kindergärten. „Das Steueraufkommen ist minimal“, sagt Süsskind. Das meiste komme vom Senat.</p>
<p>Nicht nur Wowereit, Künast und Co. sind im Wahlkampf, auch Lala Süsskind. In sechs Monaten geht es wieder um den Vorsitz. Sollte es nicht klappen mit der Wiederwahl – halb so wild: „Ich habe drei Enkelkinder in den vergangenen drei Jahren bekommen.“ Dann, sagt sie und lacht, könne sie auch einfach nur Freude daran haben, Oma zu sein.</p>
<p><em>Julien Wilkens</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Der Berlin-Macher</title>
		<link>http://www.axel-springer-akademie.de/blog/2011/08/01/der-berlin-macher/</link>
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		<pubDate>Mon, 01 Aug 2011 12:11:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>student</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Leiter von "Berlin-Partner" besuchte die Akademie zum Hintergrundgespräch.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Berlin hat Platz. Berlin boomt. Berlin ist sexy. Und doch prügeln sich viele Firmen nicht gerade um einen Standort in der Hauptstadt. René Gurka, Leiter der <a href="http://www.berlin-partner.de/" target="_blank">Wirtschaftsförderung &#8220;Berlin Partner&#8221;</a>, muss aktiv um Unternehmen werben, auch deren Chefs umwerben: Bei Golf und Hockey geht es um hunderte Arbeitsplätze. Was sich wie bezahltes Hobby anhört, sei harte Arbeit. &#8220;Und wenn ich am Samstag im Flugzeug nach Peking sitze, dann war’s das mit meinem Wochenende&#8221;, so der 40-jährige Vater einer kleinen Tochter im Hintergrundgespräch mit <a href="http://www.axel-springer-akademie.de/blog/2011/07/04/willkommen-team-10/" target="_blank">Team 10</a>.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-6959" title="untitled" src="http://www.axel-springer-akademie.de/blog/wp-content/uploads/2011/08/untitled.bmp" alt="" width="503" height="279" /><br />
<em>Rene Gurka mit den Moderatoren Sally Meukow und Andreas Rickmann (Team 10; Foto: Anja Bleyl)</em></p>
<p>Heute sei Berlin sein Zuhause und sein Beruf zugleich. &#8220;Ich musste aus Osnabrück raus, weil da Stillstand war&#8221;, sagt er. In der norddeutschen Stadt hat er Jura mit Schwerpunkt Wirtschaftsrecht studiert. Jetzt ist er in der Hauptstadt, sein Job ist es, dass möglichst viele es ihm gleichtun. Sein Job schafft Arbeit. 4.000 bis 5.000 neue Stellen entstünden jedes Jahr durch &#8220;Berlin Partner&#8221;. Rund 140 Mitarbeiter verteilen sich auf die zwölf Bezirke der Stadt.</p>
<p><span id="more-6946"></span></p>
<p>Sie kümmern sich um alle Anliegen der Firmen. Von der &#8220;lästigen Bushaltestelle&#8221; vor der Werkstür bis zum &#8220;unnötigen Naturschutzgebiet&#8221; hinter den Parkplätzen. Wirtschaft geht vor, so scheint das Selbstverständnis des Kommunikationsexperten.</p>
<p>Dass dabei die <a href="http://www.morgenpost.de/berlin-aktuell/article1715169/Zahl-der-Arbeitslosen-in-Berlin-wieder-gestiegen.html" target="_blank">Arbeitslosigkeit</a> trotz der neuen Arbeitsplätze nicht gesunken ist, dafür hat Gurka keine Erklärung. Und doch: &#8220;Ich bin überzeugt, dass alle vom wirtschaftlichen Wachstum profitieren&#8221;, so der 40-Jährige. Berlin sei nun mal im Trend. &#8220;Nicht mal die Politik kann das positive Image der Stadt bremsen&#8221;, sagt er. Piercings, Tattoos, das sei der Lifestyle, den Firmen wie Sony und Universal Studios schätzten. Dass genau diese Gruppe gegen den Ausbau der Media Spree in Friedrichshain <a href="http://www.ms-versenken.org/" target="_blank">demonstriert</a>, erwähnt er nicht. Es ist die Gruppe junger Kreativer, die sich gegen die Gentrifizierung wehrt.</p>
<p>Wer ist verantwortlich dafür, dass die Künstler und Schichten mit niedrigen Einkünften aus ihren Kiezen verdrängt werden? Die Künstler selbst, die heute gegen die Gentrifizierung protestieren, meint Gurka. &#8220;Niemand kommt auf die Idee, die zu kritisieren, obwohl sie es doch sie sind, die als erste in die angesagten Kieze gezogen sind.&#8221;</p>
<p>Auf die Frage nach dem größten Problem der Stadt, die er verkauft, kommt eine erstaunliche Antwort: <a href="http://www.hundeinberlin.de/aktiv/ag/freie-hunde/docs/ka16-15297.pdf" target="_blank">Hundehaufen [PDF]</a>!</p>
<p>Parallelgesellschaft, Arbeitslosigkeit, Haushaltsloch? &#8220;Da müssen Sie mal durch New Yorker Stadtteile wie Harlem gehen&#8221;, kontert der Wirtschaftsmanager, der sechs Jahre in den USA gearbeitet hat, dort sei es ja viel schlimmer. Solange es anderen schlechter geht, soll sich Berlin freuen, so scheint es. Wieso beschweren sich die 15 Prozent Arbeitslosen überhaupt?</p>
<p>Berlin ist Berlin, ein Mikrokosmos der Gegensätze. Wenn René Gurka spricht, fällt es schwer, Berlin nicht zu lieben. Der Mann verkauft Berlin. Er versteht seinen Job nur zu gut.</p>
<p><em>Julien Wilkens</em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Schalom, Ihre Exzellenz!</title>
		<link>http://www.axel-springer-akademie.de/blog/2011/05/26/schalom-ihre-exzellenz/</link>
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		<pubDate>Thu, 26 May 2011 14:14:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>student</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Yoram Ben-Zeev]]></category>

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		<description><![CDATA[Israels Botschafter zu Gast an der Axel Springer Akademie.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Er war der protokollarisch hochrangigste Gast in diesem Halbjahr an der Akademie. Zum ersten Mal rief die Akademieleitung einen Dresscode aus. Yoram Ben-Zeev, Botschafter des Staates Israel, war zu Besuch bei Team 9.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-6818" title="IMG_2351" src="http://www.axel-springer-akademie.de/blog/wp-content/uploads/2011/05/IMG_2351.jpg" alt="" width="465" height="310" /><br />
<em>Botschafter Yoram Ben-Zeev im Roten Salon der Akademie (Fotos: Christian Mutter)</em></p>
<p>Schwarze Limousinen fahren in hohem Tempo auf das Verlagsgelände und halten abrupt vor dem Haupteingang. Ein Tross von Sicherheitsleuten entsteigt den Wagen. Ihre Augen scannen die Umgebung, Blicke in alle Himmelsrichtungen. Alles sicher. Der Botschafter steigt aus dem Fond.</p>
<p><span id="more-6814"></span></p>
<p>Tagelang hat sich Team 9 mit der Geschichte Israels und des Nahen Ostens beschäftigt, Dossiers gelesen und Notizen gemacht: Grenzen von 1967, grüne Linie, Westbank. Hamas, Fatah, Hisbollah. Siedlungspolitik, Intifada und Zweistaatenlösung. Die Köpfe rauchten.</p>
<p>Doch eine ganz naheliegende Sache war während der Vorbereitung völlig untergegangen &#8211; wie spricht man einen Botschafter eigentlich an?</p>
<p>Schnell noch beim Pressesprecher nachfragen.</p>
<p>&#8220;Mit Ihre Exzellenz, aber bitte nur bei der allerersten Anrede, sonst könnte das befremdlich wirken.&#8221;</p>
<p>Die israelische Botschaft, lässt uns Pressesprecher Yinam Cohen weiter wissen, ist da ein bisschen lockerer im Umgang mit dem sonst so strengen diplomatischen Protokoll.</p>
<p>Dann ist es soweit. Seine Exzellenz begrüßt uns leger und überaus freundlich: &#8220;Schalom, Hallo.&#8221;</p>
<p>Auf dem Weg hoch in den 6. Stock zum Roten Salon trifft er im Verlagsgebäude alte Bekannte wieder. Ein Freund des Hauses also. Wie wir später erfahren war Yoram Ben-Zeev beeindruckt von Axel Springers Vision eines ungeteilten Jerusalem.</p>
<p>Im Roten Salon angekommen, gibt der Botschafter ein kurzes Statement zur aktuellen Lage in Nahost. Zeitgleich spricht der israelische Premier Netanyahu vor dem Kongress in Washington über dasselbe Thema. Also gleich nachfragen: Weiß der Botschafter wie die Gespräche zwischen Obama und Netanyahu, zwischen den USA und Israel tatsächlich laufen?</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-6825" title="Zwischenablage01" src="http://www.axel-springer-akademie.de/blog/wp-content/uploads/2011/05/Zwischenablage01.jpg" alt="" width="498" height="190" /><br />
<em>&#8220;Israel aufs Härteste kritisieren&#8221; &#8211; Ben-Zeev im Hintergrund-Klartext mit Team 9</em></p>
<p>Er sei nicht dabei, könne es also nicht en detail wissen. Aber er kann sich in beide Parteien hineinversetzen, gehört er doch seit Jahrzehnten dem diplomatischen Dienst an. Und so erzählt Yoram Ben-Zeev im vertraulichen Hintergrundgespräch von Friedensverhandlungen, an denen er mitgewirkt hat, von Oslo-Verträgen, Friedensgespräche mit Ehud Barak, Bill Clinton und Yassir Arafat in Camp David, Treffen mit George Bush senior und junior. Er redet &#8211; klar &#8211; über Tel Aviv als boomende Touristenattraktion. Über seine Vorliebe &#8211; nicht so klar &#8211; für die Musik Richard Wagners. Als ein Journalistenschüler eine Frage stellt, will der Botschafter erst wissen:</p>
<p>&#8220;Für welche Publikation schreiben Sie?&#8221;</p>
<p>&#8220;Musikexpress&#8221;, sagt der Kollege.</p>
<p>&#8220;Ah&#8221;, freut sich Ben-Zeev &#8220;wollen wir über Wagner sprechen?&#8221;</p>
<p>&#8220;Nein.&#8221;</p>
<p>&#8220;Ich will aber gerne über Wagner sprechen&#8221;</p>
<p>&#8220;Aber ich will nicht über Wagner sprechen&#8221;</p>
<p>Man darf als Journalist also auch einen hochrangigen Diplomaten in Schranken weisen.</p>
<p>Aber was hat der Kollege denn jetzt gefragt?</p>
<p>Ob wir Deutschen uns in Sachen Israelkritik besonders schwer tun, aufgrund unserer dunklen Vergangenheit. Ob man in Deutschland Israel kritisieren dürfe.</p>
<p>&#8220;Schauen Sie doch in die Zeitungen, auch in die Ihres Verlages&#8221;, sagt Ben-Zeev. &#8220;Haben Sie da das Gefühl, dass man sich nicht traue, Israel aufs Härteste zu kritisieren?&#8221;</p>
<p>Der Botschafter sprach noch über die Rolle der Medien im Nahost-Konflikt. Über die Siedlungspolitik in Ostjerusalem und der Westbank. Und auch das erstaunlich offen.</p>
<p>Es war ein lehrreicher und spannender Abend. Ein wenig staatstragend sogar.</p>
<p>Ein Hauch erlebter Zeitgeschichte für neunzig Minuten in der Akademie.</p>
<p><em>Oliver Jeges</em></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Let me tell you about my country&#8230;</title>
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		<pubDate>Tue, 10 May 2011 11:01:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Administrator</dc:creator>
				<category><![CDATA[A bis Z]]></category>
		<category><![CDATA[Gäste der Akademie]]></category>
		<category><![CDATA[Columbia School of Journalism]]></category>
		<category><![CDATA[CU ASAP!]]></category>

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		<description><![CDATA[Hani Yousuf, 28, graduate of the Columbia School of Journalism, is currently a scholarship holder at the Axel Springer Academy in Berlin within the framework of the &#8220;CU ASAP&#8221; exchange program (Columbia University Axel Springer Academy Program). She wrote this report on how the people of Pakistan reacted to Bin Laden&#8217;s Death for the cover [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hani Yousuf, 28, graduate of the Columbia School of Journalism, is currently a scholarship holder at the <a href="http://www.axelspringer.de/en/presse/Helping-to-shape-the-digital-future-of-media-Apply-now-for-cross-media-training-at-the-Axel-Springer-Academy_1769355.html" target="_blank">Axel Springer Academy</a> in Berlin within the framework of the &#8220;<a href="http://www.journalism.columbia.edu/page/59-internships/59" target="_blank">CU ASAP&#8221; exchange program </a>(Columbia University Axel Springer Academy Program). She wrote this <a href="http://www.welt.de/print/wams/vermischtes/article13359132/Ich-erzaehle-euch-von-meinem-Land.html" target="_blank">report on how the people of Pakistan reacted to Bin Laden&#8217;s Death </a>for the cover story &#8220;The most dangerous country in the world&#8221; of WELT am SONNTAG, Germany&#8217;s market leader among the quality sunday newspapers.</p>
<p><a href="http://www.axel-springer-akademie.de/blog/wp-content/uploads/2011/05/Hani2.jpg"></a><a href="http://www.axel-springer-akademie.de/blog/wp-content/uploads/2011/05/Hani3.jpg"></a><a href="http://www.axel-springer-akademie.de/blog/wp-content/uploads/2011/05/Hani4.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-6777" title="Hani" src="http://www.axel-springer-akademie.de/blog/wp-content/uploads/2011/05/Hani4-223x300.jpg" alt="" width="223" height="300" /></a><br />
<em>Hani Yousuf</em></p>
<p><strong><a href="http://www.axel-springer-akademie.de/blog/wp-content/uploads/2011/05/Hani1.jpg"></a></strong></p>
<p> <a href="http://www.axel-springer-akademie.de/blog/wp-content/uploads/2011/05/Titelseite-Wams-Hani.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-6746" title="Titelseite Wams Hani" src="http://www.axel-springer-akademie.de/blog/wp-content/uploads/2011/05/Titelseite-Wams-Hani-214x300.jpg" alt="" width="214" height="300" /></a> <a href="http://www.axel-springer-akademie.de/blog/wp-content/uploads/2011/05/Hani-Text1.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-6748" title="Hani Text" src="http://www.axel-springer-akademie.de/blog/wp-content/uploads/2011/05/Hani-Text1-214x300.jpg" alt="" width="214" height="300" /></a></p>
<p><span id="more-6721"></span>I was woken up last Monday morning to the news that Osama Bin Laden was dead in my country. As a 28 year old Pakistani journalist I felt this was the news I was born to cover. Most fascinating was that he wasn’t smoked out of a hole in lawless Waziristan in the northwest of the country bordering Afghanistan. Instead, he was found and shot in sleepy Abbottabad, the home of our major military academy, army men and their wives and suburban Pakistani families. Obviously, I was keen to know people inside Pakistan were thinking and feeling about the news.</p>
<p>A couple of phone calls later I realised that people were more inclined to believe conspiracy theories rather than the facts. The rational were also sceptical. And most were enraged that the sovereignty of the country had been violated by the west, particularly America. The wound is especially fresh after CIA agent, Raymond Davis killed two Pakistanis and was fished out of the country instead of being tried in our courts. Multiple drone attacks carried out by the US government in the north of the country hasn’t helped the cause.</p>
<p>As a Pakistani living in the west I find western ideas of the region often simplistic and naïve and sometimes condescending and disrespectful. Conversely, many Pakistanis have a strange and non-nuanced idea of the world outside, believing everything to be a Zionist, Indian and American, or preferably all three, conspiracy to destabilise Pakistan and eventually, the Muslim world. The developed world, where politicians are elected, the unemployed get benefits and education is free, cannot understand the multi-faceted mess that Pakistan is. The country finally made it on the map, in a rather undesirable fashion, in 2001, when the twin towers fell. Before that, we were India&#8217;s little neighbour. Now, we are the Af-Pak region. The world has understood the country&#8217;s problems in terms of only Islamism and the Taliban.</p>
<p>Reality check: The country has had problems with aggression and violence since before the Taliban made its way into collective consciousness. Karachi, where I grew up, has for many years been in dire straits, security-wise. My oldest friend&#8217;s brother was kidnapped and murdered in 2002, my best friend&#8217;s father was shot in front of her in 2005, my sister has had a gun to her head during a mugging just outside our house in our upper class neighbourhood and my father constantly receives threats from tribal bandits operating in the area his corporation is located. And I lived a relatively privileged and sheltered life. These crimes are all unconnected to Islamism, unless we take a conspiracy theorist&#8217;s standpoint and argue that it all is connected. When I spoke to my father after Bin Laden&#8217;s death about what the security and economic implications would be, he said it would all remain the same. That sounds very strange to western ears, but the fact is that Islamism has only just added one more layer of insecurity and crime to multiple layers already existing.</p>
<p>The west is usually surprised that the standard Pakistani doesn&#8217;t really think about the Taliban as a constant security threat. The Taliban problem has been one that has effected the north of the country more severely than any other. There it is an everyday reality, for the rest of us it is a more distant fear that they will make their way south. That is another part of the problem: the country has been ethnically divided and the north-west provinces have suffered neglect from the government. For the rest of us, the fear of Islamism is that it is moving southwards and threatens to take over the rest of the country. Bin Laden&#8217;s discovery in Abbottabad is testimony to this.</p>
<p>And, on the other hand, in Pakistan, extreme skepticism of the west, in particular America, borders on the ridiculous. Some Pakistanis are having trouble believing that Bin Laden is dead at all. Some say he is an American agent. Omer Tahir, a 22 year old student studying to be a Chartered Accountant, said that many of his peers, upper middle class young people working with him or studying at universities in Pakistan have had trouble believing the news at all. “Conversations, instead of starting with, “Have you heard about Osama’s death?” will be “did you hear the latest story cooked up by the American media?” Tahir said if the international media and community confirms it, then the default position should be that it is the truth. But, his peers are more inclined to believe the alternative.</p>
<p>Mistrust is an innate characteristic of most Pakistanis. We have been lied to and betrayed by various governments and the international community alike that it is hard to believe anything. The media, after decades of suppression, was finally freed during General Pervez Musharraf&#8217;s dictatorship. However, with a media so young one can hardly expect objectivity, accuracy or responsibility.</p>
<p>Another misconception the west has about Pakistanis is that they do not criticise their own government. After the Bin Laden event last week, many Pakistanis want explanations and are enraged that the country&#8217;s sovereignty was violated once more. A popular question in the west is why is the country not being criticised and why is the army not being questioned about their knowledge of this mysterious building in a garrison town. Well, that is because the country has no expectations from its corrupt government, corrupt army and its shady spy network, the ISI. You cannot expect answers from them and to criticise them would be to express what is as obvious and natural to any Pakistani as saying, “I breathe.”</p>
<p><em>Hani Yousuf</em></p>
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		<title>Impressionen vom 20. Axel-Springer-Preis für junge Journalisten</title>
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		<pubDate>Mon, 09 May 2011 18:11:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Administrator</dc:creator>
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