5.2.2010
Boykott-Aufrufe sind albern, aber das gilt für viele andere Postings auch. Heute ist der Linksverkehr eigentlich keiner, denn ich will auf diesen Inhalt nicht verlinken, aber trotzdem rege ich mich auf:
FHM listet Guido Westerwelle unter den “Unsexiest Women 2010″. Okay, wir haben jetzt eines der drei Geheimnisse der FHM gelüftet – das “H” steht für homophob. Aber sonst?

Wie traurig muss es um den Markt der Männermagazine bestellt sein, wenn kleine Jungs Blatt machen, deren Humor auf einem Entwicklungsniveau hängenblieb, mit dessen Alter man schon kraft Gesetzes am Stammtisch nichts verloren hat?
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Geschrieben von amayer Kategorie: A bis Z, Blattkritik | 4 Kommentare »
29.1.2010
Wäre Vice ein Typ, könnten wir ihn nicht ab. Er wäre ein arroganter Dreckskerl, ein Klugscheißer, der glaubt, alles besser zu wissen und über jeden auf der Straße urteilen zu können. Ein trendbessener Szenemacker, der überall abhängt, während wir arbeiten. Der entweder beleidigende oder perverse Dinge sagt, um alles und jeden zu provozieren und der sich selten wäscht.

Allerdings Vice kein Typ. Er ist eine ganze Gang. Hinter der Marke Vice verbirgt sich ein multimediales Imperium, bestehend aus dem Onlineauftritt viceland.com, der Internet-Fernsehplattform vbs.tv, dem Label Vice Records und dem Verlag Vice Books. Das Herzstück ist aber das Vice Magazin, das es – lässig, wie es ist – nirgendwo zu kaufen gibt, sondern in angesagten Läden gratis rumliegt.
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Geschrieben von student Kategorie: A bis Z, Blattkritik | Keine Kommentare »
22.1.2010
Die Geschichte braucht nicht viel. Gerade einmal sechs Personen. Ein Professor. Zwei Banker. Ein Minister. Einen, von dem man eigentlich nicht viel weiß. Außer, dass er einmal viel Geld verdient hat. Und ein Schauspieler, der jetzt pleite ist, weil er Vespas verkaufen wollte.

Und doch reichen diese wenigen Personen aus, um das zu erklären, was in den letzten Monaten mit Island passiert ist. Und was jetzt, Ende Januar, dazu geführt hat, dass sich rund ein Viertel aller Wahlberechtigten Isländer gegen das so genannte Icesaving-Agreement gestemmt haben. Also dagegen, dass Island niederländische und britische Sparer entschädigt, die ihr Geld bei der isländischen Icesave-Bank verloren hatten.
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Geschrieben von student Kategorie: A bis Z, Blattkritik | Keine Kommentare »
8.1.2010
Werbe-Guru Lothar Leonhard sagte in einem FR-Interview voraus: “Wir haben mehr Printmedien als der Markt braucht. Wir werden vor allem bei den Zeitschriften eine Marktbereinigung erleben.” Dennoch erleben wir immer wieder vielversprechende Neugründungen – seit knapp drei Jahren gehört MONOCLE dazu und es ist höchste Zeit für einen Preis.

MONOCLE wurde von Tyler Brûlé gegründet (dem wir bereits Wallpaper zu verdanken haben) und wird in London verlegt und verdient in tiefem Respekt den Claim “decadency in style”: Großartiges Design, voluminöse Gestaltung, einzigartige Themenwahl.
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Geschrieben von amayer Kategorie: A bis Z, Blattkritik, Zukunft des Journalismus | 2 Kommentare »
1.12.2009
Okay, der Titel ist vielleicht etwas hoch gegriffen, aber was den KollegInnen der Illustrierten “die aktuelle” mit dem Fritz-Wepper-Interview gelungen ist, hat Lob und Links verdient. Unter “Jetzt sagt er alles!” folgt das Protokoll eines Gesprächs mit dem Schauspieler, in dem er mit den Vorwürfen einer angeblichen Geliebten konfrontiert wird.
Roter Faden ist Weppers Versuch, herauszufinden, um wen es sich handelt. “die aktuelle” gibt ihm Tipps:
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Geschrieben von amayer Kategorie: A bis Z, Blattkritik | 3 Kommentare »
20.11.2009
Sie ist Deutschlands erste personalisierte Tageszeitung. Ein Blatt deren Inhaltsfolge man täglich selbst bestimmt. Der Leser bleibt nicht passiv: die niiu erhebt ihn zum Blattmacher seiner Zeitung – wenn er will täglich aufs Neue. Wählt ein Abonnent vor 14 Uhr Zeitungsseiten und Blogs sowie deren Platzierung auf den täglich 24 Seiten im niiu-Internetportal aus, holt er tags darauf sein individuell zusammengestelltes Druckerzeugnis aus dem Briefkasten. Eine gute Sache, doch das innovative Produkt legte einen holprigen Marktstart hin.

Seit einer Woche versucht die kleine Berliner Firma Interti mit der niiu eine Zeitung für das Internetzeitalter zu machen.
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Geschrieben von student Kategorie: A bis Z, Ausbildung, Blattkritik, Zukunft des Journalismus | 4 Kommentare »
9.11.2009
Ist denn schon Fasching? Oder 1. April? Der “Tagesspiegel” hat der dpa gekündigt, weil die Nachrichtenagentur Mieter in der Berliner Axel-Springer-Passage wird. Ja, ernsthaft. Das sei “völlig unvereinbar” mit der Unabhängigkeit der Agentur, meint der “Tagesspiegel” – der sein Blatt seit Jahren bei Axel Springer drucken lässt. Steffen Grimberg von der “taz” findet’s lächerlich: “Dass sie beim Tagesspiegel ein bisschen verrückt sind, haben wir ja immer gewusst.”
Geschrieben von jep Kategorie: A bis Z, Blattkritik, Zukunft des Journalismus | 1 Kommentar »
11.9.2009
Schöne Fleißarbeit von ViSdP über einen Text von Benjamin Stuckrad-Barre (Autor für WELT, B.Z., Rolling Stone): Dessen Reportage über Berlins Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (Kisch-Preis 2007) hat nämlich den stern – nunja, inspiriert (ViSdP-Vergleich).
Und wo wir schon im aktuellen PDF blättern – diese Grafik veröffentlichen wir auch gerne noch mal, mit Glückwünschen an unseren Ausbildungspartner:

Geschrieben von amayer Kategorie: A bis Z, Blattkritik | Keine Kommentare »
23.6.2009
Der Dieter sucht den Superstar, das ZDF den Kanzler und die Regierung wählte 365 Orte aus, zu denen täglich eine Abordnung reist, um auf die besten Ideen des Landes zu treffen. Das Neue, das Bewundernswerte wird gesucht. Am Wochenende habe ich jemanden kennen gelernt, der mit diesen Wettbewerben nichts zu tun hat – deren Sieger macht er trotzdem nass. Darf ich vorstellen?

Phipz, ganz korrekt Philipp Riederle, wohnt in der Nähe von München, ist 14 Jahre alt, Schüler und derzeit Deutschlands erfolgreichster Podcaster. Ich bin bei der Niche09, dem Podcamp München, auf ihn gestoßen. Er ist der Macher des Video-Podcasts “Mein iPhone und ich”.
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Geschrieben von Gastblogger Kategorie: A bis Z, Blattkritik, Zukunft des Journalismus | 25 Kommentare »
22.6.2009
Seit das NDR-Medienmagazin “Zapp” vergangenen Mittwoch einen Beitrag über hoch dotierte PR-Auftritte öffentlich-rechtlicher Moderatoren gesendet hat, ist die Entrüstung in der Branche groß. Viele Zeitungen berichten, überall Kritik an Tom Buhrow & Co. Völlig zu recht, meine ich, unabhängiger Journalismus sieht anders aus. Aber wo bleibt die Recherche in den eigenen Reihen? Welche Printkollegen kassieren für Vorträge, Diskussionsrunden oder Moderationen bei Firmenveranstaltungen? Wäre doch mal ganz interessant. Oder?
(Ums Thema Glaubwürdigkeit geht es auch hier.)
Geschrieben von jep Kategorie: A bis Z, Blattkritik, Zukunft des Journalismus | 6 Kommentare »
2.6.2009
Die “taz” beschäftigt sich heute unter dem Titel “Wir lassen keinen absaufen” mit dem “schrägen Sozialismus” der Bundesregierung, die nach der “Opel-Rettung” nun mit Blick auf die Bundestagswahl weiteren maroden Unternehmen unter die Arme zu greifen droht.

“Die Zockermentalität ist anscheinend vom Bankenwesen in die Politik gewandert”, kommentiert Barbara Dribbusch. Die Steuerzahler würden “zwangsweise zu Risikounternehmern gemacht.” Dribbuschs Fazit: “Umverteilungssysteme müssen transparent sein und Grenzen aufweisen, um glaubwürdig zu wirken. Denn sind wir nicht alle irgendwie benachteiligt, zumindest als Steuer- und Beitragszahler? Diese Sorge untergräbt den Sozialstaat – vielleicht sogar nachhaltiger, als eine Opel-Insolvenz es getan hätte.” Lesenswert.
Geschrieben von jep Kategorie: A bis Z, Blattkritik | Keine Kommentare »
24.5.2009
“Mut, Kreativität, Lust auf Neues”, mit dieser Schlagzeile zur Wahl von “Horst wer?” zum Bundespräsidenten ist “Welt Kompakt” heute vor fünf Jahren zum ersten Mal erschienen. Das Motto des Staatsoberhaupts hatten wir auch auf uns bezogen. Jetzt ist Horst Köhler wiedergewählt, und Deutschlands erste überregionale Qualitätszeitung im kleinen Format feiert ihren Geburtstag morgen mit einer Jubiläumsausgabe.

Vor 5 Jahren gestartet, erscheint “Welt Kompakt”
heute – mit einem riesigen QR-Code auf dem Titel -
in 44 Städten. Und die Erfolgsgeschichte
der Kleinen ist noch nicht zu Ende
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Geschrieben von jep Kategorie: A bis Z, Blattkritik, Zukunft des Journalismus | 7 Kommentare »