27.1.2011
Die M-Days, größte zentraleuropäische Mobile-Fachmesse? Oder doch lieber die Christmas-World? Die Eingangstore verlangen das erste Bekenntnis – also kein Weihnachtsmann. Stattdessen der Auftakt zu einem zweitägigen Kongress, der schon zur Halbzeit unheimlich viel Hoffnung ausstrahlt und Mut macht. Auch und gerade dem Journalismus.

Oben wie unten: Zukunftskongresse.
Fahim Alefi vom Beratungsunternehmen Mücke, Sturm und Partner konstatierte schon zu Anfang des Panels über “Mobile Publishing und Media”: “Content is King”. Steilvorlage, um das iPad-Magazin KRAFTWERK D vorzustellen: “Storytelling reloaded” (auf Mobile-Kongressen sollte man immer mit englischen Kunstworten um sich werfen). Inhalte für iPad und Co. wollen neu und aufwendig inszeniert werden. 3D, Interaktion, spielerische Elemente, opulente Optiken, Überraschungsmomente (Mobile-Deutsch: “magic moments”) – das zeichnet ein kluges Produkt aus.
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Autor: amayer Kategorie: A bis Z, Zukunft des Journalismus | Keine Kommentare »
Tags: Award, ProSiebenSat.1, Storytelling, Team 8
2.7.2010
Nein, wir hatten nicht mehr damit gerechnet. Als die deutsch-türkische Autorin Hatice Akyün bei der Verleihung des Grimme Online Award 2010 in Köln ihre hinreißende Laudatio auf eine Website hielt, die sie nicht mehr losgelassen habe, krochen wir nervlich längst auf allen Vieren.

Gruppenbild mit Laudatorin: Die Delegation von Team 5 samt Trophäe
(Foto: Adolf-Grimme-Institut/Jens Becker)
In unserer Preiskategorie “Wissen und Bildung” waren zuvor nämlich bereits drei unserer Mitbewerber ausgezeichnet worden – darunter das Kinder-Lernportal Ein Jahr auf dem Bauernhof, auf dem die Nutzer unter anderem den kompletten Verdauungsprozess einer Kuh interaktiv miterleben können. Ernsthaft: Auch Team 5 hat sich bei der Recherche in der ländlichen Idylle Mödlareuths wirklich ins Zeug gelegt – aber an solche O-Töne hatten wir nun wirklich nicht gedacht.
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Autor: student Kategorie: A bis Z, Ausbildung, Zukunft des Journalismus | Keine Kommentare »
Tags: Award, Grimme Online, Journalistenschüler, Jury, Mödlareuth, Newsroom, Team 5
29.1.2010
Wäre Vice ein Typ, könnten wir ihn nicht ab. Er wäre ein arroganter Dreckskerl, ein Klugscheißer, der glaubt, alles besser zu wissen und über jeden auf der Straße urteilen zu können. Ein trendbessener Szenemacker, der überall abhängt, während wir arbeiten. Der entweder beleidigende oder perverse Dinge sagt, um alles und jeden zu provozieren und der sich selten wäscht.

Allerdings Vice kein Typ. Er ist eine ganze Gang. Hinter der Marke Vice verbirgt sich ein multimediales Imperium, bestehend aus dem Onlineauftritt viceland.com, der Internet-Fernsehplattform vbs.tv, dem Label Vice Records und dem Verlag Vice Books. Das Herzstück ist aber das Vice Magazin, das es – lässig, wie es ist – nirgendwo zu kaufen gibt, sondern in angesagten Läden gratis rumliegt.
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Autor: student Kategorie: A bis Z, Blattkritik | Keine Kommentare »
Tags: Award, Fashion, Kreuzberg, Lifestyle, Mode, Neukölln, Vice
22.1.2010
Die Geschichte braucht nicht viel. Gerade einmal sechs Personen. Ein Professor. Zwei Banker. Ein Minister. Einen, von dem man eigentlich nicht viel weiß. Außer, dass er einmal viel Geld verdient hat. Und ein Schauspieler, der jetzt pleite ist, weil er Vespas verkaufen wollte.

Und doch reichen diese wenigen Personen aus, um das zu erklären, was in den letzten Monaten mit Island passiert ist. Und was jetzt, Ende Januar, dazu geführt hat, dass sich rund ein Viertel aller Wahlberechtigten Isländer gegen das so genannte Icesaving-Agreement gestemmt haben. Also dagegen, dass Island niederländische und britische Sparer entschädigt, die ihr Geld bei der isländischen Icesave-Bank verloren hatten.
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Autor: student Kategorie: A bis Z, Blattkritik | Keine Kommentare »
Tags: Award, Hauke Goos, Island, Kaupthing, Spiegel, Wirtschaftskrise
15.1.2010
Es ist ein weltumspannendes Ereignis mit Spitzenleistungen, eine soziale und kulturelle Bewegung, ein Massenphänomen, das zu einem (Medien-) Spektakel geworden ist. Auf kein anderes Ereignis passen so viele Beschreibungen wie auf die Olympischen Spiele. Trotz des oft kritisierten Gigantismus geht von ihnen auch heute eine enorme Faszination aus.

Alexander Picolin (27) aus Niederkassel hat sich so sehr mitreißen lassen, dass er auf www.olympiastatistik.de und www.paralympia.de jeweils eine riesige Datenbank mit Namen, Zahlen und Daten zu den Spielen der Neuzeit erstellt hat – so ganz nebenbei. In seiner Freizeit. Besonders jetzt kurz vor den Olympischen Spielen in Vancouver, die am 12. Februar beginnen, lohnt es sich, mal wieder in die Tiefen der Datenbank abzutauchen. Im Moment arbeitet er an einer Aktualisierung und neuem Layout.
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Autor: student Kategorie: A bis Z, Zukunft des Journalismus | 1 Kommentar »
Tags: Award, Olympia, Peking, Sport, Statistik
18.12.2009
Macht ein Journalist seinen Job gut, nimmt er durch seine Berichterstattung auf die öffentliche Diskussion und Meinungsbildung Einfluss. Weil der WDR-Hörfunkjournalist Jürgen Döschner einen guten Job gemacht hat, öffnete der Umweltausschuss des Bundestags am Mittwoch [pdf] ein Fass – mit radioaktivem Inhalt.

Vor einigen Monaten war Döschner auf eine Meldung über neue EU-Richtlinien für den Transport von radioaktivem Abfall gestoßen, unter anderem aus der Öl- und Gasindustrie. Das ließ den Energie-Experten aufhorchen: “In den fast acht Jahren, die ich mich mit Öl und Gas beschäftige, habe ich noch nie etwas von radioaktiven Rückständen gehört.” Döschner begann mit Recherchen.
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Autor: student Kategorie: A bis Z, Zukunft des Journalismus | 3 Kommentare »
Tags: Award, Berichterstattung, Bundestag, Jürgen Döschner, radioaktiv, Recherche, WDR
11.12.2009
“Unfassbar”. Es gibt Momente, da belässt es Matthias Stach bei diesem einzigen Wort. Und das obwohl Matthias Stach von Beruf aus ein Mann der vielen Worte ist. Seit mehr als 20 Jahren ist er Sportkommentator. “Die Faszination am Job ist ungebrochen”, sagt der 46-jährige Braunschweiger. Und das hört man bei jedem einzelnen Spiel.

Welcher Sportfan kennt das nicht: Man schaut Fernsehen, alles ist gut, nur der Kommentator stört, diese Nervensäge! Eigentlich könnte man den auch abstellen. Erzählt doch sowieso nichts Neues. Doch manchmal gibt es auch Situationen, da sitzt man auf der Couch und denkt: “Woher weiß der das denn?” Und schnell erklärt sich alles von allein: Matthias Stach sitzt am Mikrofon.
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Tags: Award, Eurosport, Leidenschaft, Reporter, Sky, Sport
20.11.2009
Sie ist Deutschlands erste personalisierte Tageszeitung. Ein Blatt deren Inhaltsfolge man täglich selbst bestimmt. Der Leser bleibt nicht passiv: die niiu erhebt ihn zum Blattmacher seiner Zeitung – wenn er will täglich aufs Neue. Wählt ein Abonnent vor 14 Uhr Zeitungsseiten und Blogs sowie deren Platzierung auf den täglich 24 Seiten im niiu-Internetportal aus, holt er tags darauf sein individuell zusammengestelltes Druckerzeugnis aus dem Briefkasten. Eine gute Sache, doch das innovative Produkt legte einen holprigen Marktstart hin.

Seit einer Woche versucht die kleine Berliner Firma Interti mit der niiu eine Zeitung für das Internetzeitalter zu machen.
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Autor: student Kategorie: A bis Z, Ausbildung, Blattkritik, Zukunft des Journalismus | 4 Kommentare »
Tags: Award, niiu
13.11.2009
Es ist schön. Und prall. Überrascht auf jeder Seite. Noch steht nicht fest, ob dieser Küchen-Schatz für Männer in Serie geht. Es ist zu hoffen. Auch wenn die meisten Kritiküsse am Nölen sind und kleine Gemeinheiten wie “Testosteron-Stau” vor sich hin mümmeln. Der Award dieser Woche geht an das erste Kochmagazin für Männer: “Beef!” Weil frech. Weil derb. Weil witzig. Weil noch nie so temperamentvoll gewürzt vorgeführt wurde, wie fad kulinarische Recherche bei chefkoch.de und Konsorten ist.

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Autor: aldaggendner Kategorie: A bis Z, Zukunft des Journalismus | Keine Kommentare »
Tags: Award, beef, Küche, Kochen, Lifestyle, Magazin
6.11.2009
Martin Scharfe ist auf der Jagd. Seine Beute: Menschen, die für ihn lesen. Jede Woche zieht Scharfe mit Camcorder und Ansteckmikro durch die Straßen Berlins und filmt vier Menschen einer bestimmten Gruppe mit deren Lieblingslektüre. So lesen Steuerflüchtlinge ebenso wie Kripobeamte aus Büchern vor, die ihnen wichtig sind.

VolksLesen.tv ist eine virtuelle Bibliothek, die seit 2008 existiert. Klickt man sich durch das Angebot der Anfangstage, ist die Filmqualität oft schlecht. Das ist aber nicht sonderlich schlimm, denn in den Videos geht es nicht um Perfektion, sondern um Authentizität. Der Charme der Seite liegt darin, dass lesende Menschen gezeigt werden, wie sie sind – auch wenn sie gebrochen Deutsch sprechen, einen Dialekt haben oder lispeln.
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Tags: Award, Internet, Literatur, MySpace, VolksLesen
30.10.2009
Nichts im Leben von Matt Harding wies darauf hin, dass er mal weltberühmt wird. Er entwickelte Computerspiele bei den Pandemic Studios und war glücklich mit seiner Rolle im Hintergrund der Spieleindustrie. Eines Tages präsentierte er ein Konzept für eine ganz neue Form von Spiel. Es sollte sich an Familien und Kinder richten und sich vom Ballerspiel-Einerlei abzusetzen.

Die Marktforschungsabteilung aber verhinderte die Entwicklung. So ein Spiel kaufe niemand, hieß es. Matt war genervt und schlug im Zorn ein Spiel vor, bei dem Aliens die Erde überfallen und die Menschheit vernichten wollen.
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Autor: student Kategorie: A bis Z | 3 Kommentare »
Tags: Award, Computerspiel, Matt Harding, YouTube
16.10.2009
Die Diskussion ist im Gange. Unaufhaltsam. Die Medienwelt verändert sich, und Medienmacher wie Mediennutzer diskutieren gleichermaßen, inwieweit sich das auswirkt. Auf das Fernsehen, dessen Qualität ja immer schlechter wird. Auf Zeitungen sowieso, die ganz bestimmt aussterben. Und natürlich auf das Internet, das die Veränderungen hervorgerufen hat und denen auch selbst ausgesetzt ist. Über das Radio wird kaum noch diskutiert. Old-fashioned, nicht zeitgemäß, eigentlich jetzt schon tot.

Trotzdem – und ein Stück weit auch gerade deshalb: Heute geht der Award der Woche an einen Radiojournalisten. Philipp Grohm ist 24 Jahre alt, ein Jungjournalist.
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Tags: 107.7, Audio, Award, Boulevard, Radio, Reporter, Sport, Stuttgart, VfB
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