Hier wird über Journalismus diskutiert, über Medienthemen von A bis Z, von der Ausbildung des Nachwuchses bis zur Zukunft der Branche. Diskutieren Sie mit!
Zweispaltiges Layout, Content links, Sidebar rechts – fast alle deutschen Nachrichtenseiten wählen die gleiche Architektur, um ihre Inhalte zu präsentieren. Dabei gibt es eine Reihe alternativer Ansätze, Online-News zu visualisieren.
Frohes neues Jahr! Und was für eines! In Köln beginnt bald die spaßigste Zeit, in London herrscht Nebel, und in Berlin taut so langsam das dicke Eis. Ein bisschen leer sieht die Wand aus, nachdem das handgeschriebene Protestschild “Rendite first” abgenommen wurde, doch endlich ist da Platz für neue Projektideen.
Eine kleine Zitterpartie war es zuletzt, und das lag nicht nur an den zweistelligen Minusgraden. Bei all den Wann-wird-wie-wofür-welches-Geld-an-wen-verkauft-Berichten der lieben Kollegen habe ich eine konkrete Information vermisst: Wer eigentlich wechselt den Besitzer? Von einem “Verlag” war da bei den einen die Rede, von einer “Holding” bei anderen, auch vom “Zeitungsgeschäft” oder von den “Blättern” wurde geschrieben. Hier eine kleine Auswahl:
Wenn man sich neuerdings umhört und ein wenig insbesondere bei Zeitungsmanagern nachfragt, wie sie eigentlich der kleinen Krise Herr werden wollen, hört man momentan gerne ein Schlagwort: Videos. Bewegtes Bild soll’s richten, weil es erstens neu und zweitens chic und drittens irgendwie angesagt ist.
So ganz von der Hand zu weisen ist das ja auch nicht, weil unzählige Studien und Statistiken zu dem Ergebnis kommen, dass User Video meistens ziemlich toll finden. Alles auf Video also, man kann das ja irgendwie nebenher mitmachen…
Aus, Schluss, vorbei! Sollte man meinen. Aber Team 1 hat Abnabelungsprobleme. Was uns rührt. Und so gab es, rechtzeitig vor dem ersten Ehemaligen-Treffen, noch ein allerallerletztes Abschiedsfest. Mit einer grandiosen Premiere: Anna-Beeke Gretemeiers Film von der Abschlussreise nach New York. Schön zu sehen, was jemand an der Akademie lernt, der “immer nur schreiben” wollte (Unterstützung bei der Grafik: Ertan Ertugul und Jörn Gronak).
Auf Bilddokumente zur Fest-Nacht, in der sich der rote Salon blutrot verfärbte (Stichwort: lauter Würstchen und ein toter Weihnachtsmann), verzichten wir aus Sorge vor Nachahmungstätern.
Ein wegweisendes Foto möchte ich Ihnen aber nicht vorenthalten:
Election Day in den USA, Election Night in Berlin – und die Axel Springer Akademie mittendrin: Team 1 befindet sich seit Sonntag auf Abschluss-Studienreise in New York. Heute gab es unter anderem ein Hintergrundgespräch beim Wall Street Journal.
Zeitgleich covert Team 4 der Akademie die Wahl im Videojournalisten-Einsatz für Welt.TV, morgenpost.de, bild.de und TV.Berlin. Vorab gab es bereits Stimmungsbilder aus der Hauptstadt, wie hier von Katrin Löhr und Anne Merholz (Team 3):
Bis in den frühen Morgen wird Team 4 in Berlin im Einsatz sein, um aktuell und in bewegten Bildern zu berichten. Das wird eine lange und spannende Nacht..
Schlechte Presse mag niemand; besonders Hessens SPD-Chefin Andrea Ypsilanti kann in diesen Wochen eher gute Nachrichten gebrauchen. Seit Tagen werden ihre Schlagzeilen aber durch ein Thema geprägt: Der Scherzanruf durch einen Müntefering-Imitator. Sieben Minuten soll das Gespräch gedauert haben. Kurze Zeit später tauchte das Gespräch in einer stark gekürzten Version bei YouTube auf.
Mich wundert, wie lange das Thema von der Presse am Leben gehalten wird. Je länger das Thema interessiert, desto schneller wird aus dem Scherzanruf Ernst und die Frage drängt sich auf, wer tatsächlich durch den Anruf Schaden nimmt.
Zehn Wochen Klausur, 7,5 Kilo abnehmen, von morgens bis zum Abend schuften und schwitzen. So sieht nicht das Trainingspensum für Studenten der Axel Springer Akademie aus, sondern für Arthur Abraham, den amtierenden IBF-Weltmeister im Mittelgewicht. “Wir leben hier wie im Gefängnis”, sagt er beim Besuch der Akademie und meint damit sein Trainingslager in Kienbaum, wo er sich auf den Titelkampf am 4. Oktober vorbereitet.
137 Feeds, 1.196 ungelesene Beiträgen: Wer seine Nachrichten- und Themenkanäle mit einem RSS-Reader scannt, kann leicht den Überblick verlieren und Wesentliches verpassen. Yahoo! Pipes ist ein Werkzeug, das diese Informationsflut kanalisiert. Es kombiniert beliebige RSS-Feeds und filtert aus dieser Datenflut genau jene Artikel, die bestimmte Selektionskriterien erfüllen. Das klingt kompliziert, ist aber kinderleicht.
Wer Yahoo! Pipes nutzt, arbeitet ein bisschen wie ein DJ. Es geht darum, sinnvolle Quellen auszuwählen, geeignete Bereiche zu mixen und die Steuerungsregler an den entscheidenden Stellen zu betätigen. Das Ergebnis ist eine Auswahl genauer jener Beiträge, die die eigenen Selektionskriterien erfüllen.
Musik beflügelt ja bekanntlich, und Arbeit soll Spaß machen. Mit Arbeit, Spaß und Musik hat auch die Internetseite www.officelipdub.com zu tun.
Zwar steht der Text hier nur auf Französisch und Englisch, aber das dürfte echte Netzbürger kaum schrecken. Und es geht es hier sowieso nicht um profane Buchstaben, sondern um Filme. Musikfilme. Von Menschen, die im alltäglichen Leben wohl zum Großteil nichts mit Musik zu tun haben und wohl wahrscheinlich auch nichts mit Film. Zumindest lässt die Qualität der Videos nicht auf lange Berufserfahrung in der Filmbranche schließen. Die manchmal verwackelten oder unter grausigen Lichtverhältnissen gedrehten Musikfilmchen sind aber trotz ihrer geringen Chancen auf einen Oscar, absolut sehenswert.
Sie sind viele. Und sie werden täglich mehr. In 60 Sekunden lassen sie ein Universum an Witz und Drama aufpoppen. Kurz und knackig, oft skurril, immer spannend. Kieksbunt wie Nina Hagen in “Heiß”, melancholisch wie Pink Floyd in “Wish you were here”. Punkig wie Die Toten Hosen in “Hier kommt Alex“, hip und hop wie Fanta4 in MFG. Dafür werden Sie heute mit dem jepblog-Award ausgezeichnet: die Popsplits.