Der klassische Einstieg in den Beruf des Journalisten

Volontariat als Ausbildung im Journalismus

Journalist zählt seit Jahrzehnten zu den Traumberufen unter Studierenden. Kreative Menschen finden in diesem Segment ein weitläufiges Betätigungsfeld. Die vielfältige Arbeit eines Journalisten besteht nicht allein aus der Recherche und dem Verfassen von Reportagen. In Abhängigkeit von der thematischen Ausrichtung der Beiträge fallen Interviews, die Bewertung von wissenschaftlichen Erkenntnissen, das Aufspüren von Zusammenhängen und die Einordnung von politischen Ereignissen in das Tätigkeitsfeld von Journalisten. Am Anfang einer erfolgreichen Karriere steht mit dem Volontariat eine fundierte Ausbildung, die sich auf sämtliche Medienbereiche erstreckt.

An dieser Stelle finden Sie Daten, Fakten und Hintergrundwissen zu einem Volontariat in der Redaktion einer Zeitung, Zeitschrift oder eines Fernsehsenders und es werden folgende Fragen beantwortet:

Was ist ein Volontariat?

Das Volontariat gilt als klassischer Einstieg in den Journalistenberuf. Dabei handelt es sich nicht um eine Ausbildung im traditionellen Sinne. Vielmehr gleicht ein Volontariat einem Redakteurspraktikum, in deren Verlauf ambitionierte Nachwuchsjournalisten das erforderliche Rüstzeug für eine erfolgreiche Journalistenkarriere erwerben. Diese spezielle Form der Ausbildung dient zur Vorbereitung auf den beruflichen Alltag. In der Medienbranche wird mehrheitlich ein abgeschlossenes Volontariat vorausgesetzt, bevor ein Arbeitsvertrag unterzeichnet wird. Zahlreiche Berufseinsteiger sehen die Absolvierung dieser praxisbezogenen Zusatzausbildung als Karrieresprungbrett. Während der Ausbildungszeit eignen sich die Volontäre die Grundlagen des Journalismusberufs an und können ihre Talente beim Recherchieren und Schreiben unter Beweis stellen.

Volontariat: Begriffsklärung und Namensherkunft

Der Begriff Volontär hat seinen Ursprung im Frankreich des 17. Jahrhunderts. Als Vorlage für die deutsche Bezeichnung diente das französische Wort „Volontaire“, was so viel wie „freiwillig“ bedeutet. Gemeint ist eine Person, die sich aus freiem Willen einer Aufgabe widmet und bis zur Erledigung daran arbeitet. Im englischsprachigen Raum existiert die Bezeichnung „Volunteer“, die das Pendant zum deutschsprachigen Volontär ist.

Medial ausgerichtetes Volontariat mit Praxisbezug

„Training on the job“ heißt die Zauberformel für ein klassische Volontariat bei einer Zeitung, einer Zeitschrift, einem Rundfunk- oder Fernsehsender. Dieser Weg der beruflichen Ausbildung besitzt einen hohen Praxisbezug. Angehende Journalisten durchlaufen die verschiedenen Ressorts einer Redaktion und recherchieren eigenständig zu unterschiedlichen Themenbereichen wie Sport, Wissenschaft, Politik, Wirtschaft, Regionales usw. Im Zentrum steht die Arbeit in den Print- und Onlineredaktionen. Nachwuchsjournalisten führen selbstständig Interviews, recherchieren vor Ort und Verfassen nach Abschluss der Recherchetätigkeit Reportagen und Berichte. Dazu gehört unter anderem das Erstellen von aussagekräftigen Headlines, von Teasern zur Anmoderation, von Kommentaren und Porträts.

 

Für wen ist ein Volontariat geeignet?

Um den Beruf als Journalist erfolgreich ausüben zu können, sind bestimmte Fähigkeiten und Eigenschaften erforderlich. Mehrheitlich kreative Menschen mit einem umfangreichen Allgemeinwissen fühlen sich von diesem Beruf angezogen. Analytische Fertigkeiten sind ebenso von Vorteil wie die Fähigkeit zum abstrakten Denken und organisatorisches Geschick. Ein Volontariat bietet sowohl Personen mit einem abgeschlossenem Studium als auch Quereinsteigern die Möglichkeit, sich optimal auf eine Karriere in der Medienbranche vorzubereiten. Da die Beherrschung der deutschen Sprache zu den Grundvoraussetzungen zählt, eignet sich diese Zusatzausbildung auch für Menschen, die bereits erste Erfahrungen mit der Erstellung redaktioneller Inhalte gesammelt haben. Wer einen eigenen Internetblog betreibt, in der Vergangenheit Beiträge für Schüler-, Studenten- oder Vereinszeitungen erstellt hat oder Erfahrungen mit Interviewpartnern vorweisen kann, baut mit einem Volontariat die vorhandenen Fähigkeiten aus und kommt den selbst gesetzten Zielen ein großes Stück näher.

Wie lange dauert ein Volontariat?

Ein Volontariat in der Redaktion eines Zeitungsverlages oder bei einer Rundfunk- bzw. Fernsehanstalt erstreckt sich mehrheitlich über einen Zeitraum von 18 bis 24 Monaten. Unzulässig ist eine Verkürzung während des Ausbildungszeitraumes. In der Gegenwart gehen Lehranstalten wie die Axel Springer Akademie dazu über, den Volontariatszeitraum auf 36 Monate zu verlängern. Der Grund liegt in den veränderten Anforderungen an Journalisten, die sich in den modernen Arbeitsprozessen eines zunehmend komplexer werdenden Medienbetriebs zurechtfinden müssen. Im Mittelpunkt steht die crossmediale Ausbildung, die eine Brücke schlägt zwischen den klassischen Arbeitsbereichen bei einem Printmedium und der digitalen Medienwelt. Von angehenden Reportern und Journalisten werden in der Gegenwart medienübergreifende Kompetenzen erwartet und gefordert. Ein Volontariat bietet mit dem hohen Praxisbezug exzellente Bedingungen, um sich diese Grundlagen anzueignen.

Was kann man in einem Volontariat lernen?

Im Rahmen eines Redaktionsvolontariats eignen sich Nachwuchsjournalisten fundiertes Wissen zu den Aufgabenbereichen von Reportern und Redakteuren an. Während der praxisbezogenen Zusatzausbildung stehen das Recherchieren von Geschichten, das Schreiben von redaktionellen Beiträgen und Reportagen sowie das Produzieren von Headlines und Aufmachern auf dem Programm. Ein weiterer Schwerpunkt der Ausbildung liegt auf dem Führen von professionellen Interviews vor der Kamera. Bei sämtlichen Tätigkeiten werden nicht nur die rhetorischen Fähigkeiten geschult. Zusätzlich erlernen die angehenden Journalisten den logischen Aufbau einer Reportage und feilen an den Feinheiten der Sprache während sie ein Volontariat absolvieren.

Crossmediales Ausbildungskonzept im Volontariat

In den Redaktionen von Print-, Hörfunk- und Fernsehanstalten geht es in der Gegenwart nicht allein um die Beherrschung von Recherchetechniken und um das Verfassen von Beiträgen. Die komplexen Anforderungen schließen auch Kenntnisse im digitalen Mediensegment ein. Aus diesem Grund nimmt die Umsetzung von digitalen Projekten einen breiten Raum im Rahmen eines Volontariats ein. Volontäre erlernen das Erstellen von Videopodcasts, den Umgang mit Content-Management-Systemen, den Aufbau eines nonlinearen Storytellings und den professionellen Umgang mit sozialen Netzwerken. Für die Recherche, Selektion, Bündelung und Aufbereitung von Informationen sind organisatorisches Talent und eine analytische Denkweise erforderlich. Im Rahmen eines Volontariats werden diese Eigenschaften geschult und bei der Teilnahme an Praktika vertieft. Zur Ergänzung der Fähigkeiten dient die Teilnahme an überbetrieblichen Kursen und Seminaren.

Wie sind die Voraussetzungen für ein Volontariat?

Abitur als Mindestanforderung

Volontariatsplätze in der Medienbranche sind heiß begehrt und das Angebot übersteigt die Anzahl der Bewerber deutlich. Eine Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Bewerbung ist ein abgeschlossenes Abitur. Wer keine Hochschulreife nachweisen kann, muss eine mehrjährige Berufspraxis in einem erlernten Ausbildungsberuf anhand von Zeugnissen und Beurteilungen belegen. In der Praxis haben mehr als 90 Prozent aller Volontäre ein Studium absolviert und über 70 Prozent aller Absolventen besitzen einen akademischen Abschluss. Die Studienrichtung spielt für ein Volontariat in der Medienbranche eine untergeordnete Rolle. Da der Journalistenberuf ein breites Spektrum an Themenkomplexen abdeckt, ist es unerheblich, ob ein angehender Redakteur oder Reporter ein Wirtschafts-, Wissenschafts-, Informatik- oder Musikstudium abgeschlossen hat. Ein Schwerpunkt liegt auf Geistes- und Sozialwissenschaften, wobei diese Studienrichtung nicht zwangsläufig die Aussichten auf einen Volontariatsplatz verbessert.

Praktische Erfahrungen

Mit einem Bachelor- oder Masterabschluss verbessern sich zwar die Aussichten auf einen Volontariatsplatz, eine Garantie ist der akademische Grad allerdings mitnichten. Im Fokus steht weniger ein Einserdurchschnitt als belegbare Praxiserfahrungen. Wer bereits für die Schülerzeitung, ein Studentenblatt oder die Lokalnachrichten redaktionelle Beiträge verfasst hat, steigert die Chancen auf eine erfolgreiche Bewerbung zum Volontariat. Insbesondere in den Semesterferien bieten sich für Studierende verschiedene Möglichkeiten, im Rahmen eines Praktikums bei einer Lokalzeitung oder einem regionalen Rundfunksender Erfahrungen zu sammeln. Alternativ kann das Studium für ein halbes Jahr unterbrochen werden, um in dieser Zeit Redaktionsluft in der Medienbranche zu schnuppern und ein Praktikum zu absolvieren.

Kommunikationsfreude und Schreibtalent

Neben den bildungsbezogenen Voraussetzungen und praktischen Erfahrungen müssen Volontariatsbewerber über bestimmte Eigenschaften verfügen, die für eine erfolgreiche Tätigkeit als Journalist unabdingbar sind. Gute Chance haben Bewerber, die kommunikationsfreudig, aufgeschlossen und belastbar sind. Darüber hinaus sollte ein Gespür für Trends und die Freude an kreativer Arbeit vorhanden sein. Da die Arbeitsbelastung in bestimmten Zeiten überdurchschnittlich hoch sein kann, sind Erfahrungen mit einem erfolgreichen Stressmanagement vorteilhaft. In der Regel werden mit dem Einreichen einer Bewerbung für ein Volontariat Arbeitsproben verlangt. Aus den Texten, Videopodcasts oder Interviewaufzeichnungen entnehmen Lehranstalten wie die Axel Springer Akademie Hinweise auf das Talent des Bewerbers. Nicht zuletzt gehören organisatorische Fähigkeiten und analytisches Denkvermögen zu den Voraussetzungen für ein Volontariat, da ein Teil der journalistischen Arbeit aus dem Filtern, Bündeln und Aufarbeiten von Informationen besteht.

Wie bewerbe ich mich auf ein Volontariat?

Wer sich entschließt, ein Volontariat zu absolvieren, muss sich zunächst mit den Bewerbungsbedinungen auseinandersetzen. Die meisten Redaktionen in den Zeitungsverlagen und Rundfunk- und Fernsehanstalten setzen bei der Bewerbung für einen Volontariatsplatz auf Online-Formulare. Bei renommierten Bildungseinrichtungen wie die Axel Springer Akademie gibt es keine formellen Zulassungsbeschränkungen bezüglich des Alters, der Ausbildung, der Herkunft oder des Notendurchschnitts. Das Bewerbungsformular wird online ausgefüllt und die Angaben sollten mit entsprechenden Nachweisen belegt werden. Die Beantwortung zahlreicher Fragen ist optional, allerdings sorgen umfassende Angaben zur eigenen Person und zum beruflichen Werdegang dafür, dass sich die Ausbilder ein konkretes Bild vom Bewerber machen können. Elementarer Bestandteil einer Bewerbung als Volontär ist eine selbst verfasste Arbeitsprobe. Den Umfang geben in der Regel die Redaktionen vor. Bei der Auswahl eines geeigneten Themas haben die Bewerber hingegen freie Hand. Die Reportage sollte im Idealfall die Leser fesseln und die Begeisterung des Verfassers für ein spezielles Thema zum Ausdruck bringen.

Anschreiben und Lebenslauf

In der Bewerbung auf einen Volontariatsplatz müssen sämtliche Daten enthalten sein, die auch für eine traditionelle Bewerbung auf einen Ausbildungsplatz relevant sind. Anschreiben und Lebenslauf spielen in diesem Kontext eine zentrale Rolle. Die Freude am Schreiben und das große Interesse an einer journalistischen Laufbahn sollten sich inhaltlich im Anschreiben widerspiegeln. Kreativität ist bei der Formulierung und der Wortwahl gefragt, wobei eine klare Struktur erkennbar sein muss. Eine übersichtliche Gliederung mit einem logischen Aufbau kann sich als hilfreich erweisen. Da für angehende Journalisten das Verfassen von Beiträgen, Reportagen und Berichten zum Arbeitsalltag gehört, sind Form- und Rechtschreibfehler im Anschreiben und im Lebenslauf zwingend zu vermeiden.

Der Lebenslauf dokumentiert den persönlichen Werdegang und sollte in tabellarischer Form erstellt werden. Er enthält die wichtigsten Stationen des Lebens. Allerdings sollten sich Bewerber nicht zu ausschweifenden Schilderungen hinreißen lassen. Im Lebenslauf zählen nur Fakten und eine stichpunktartige Aufzählung der bisherigen beruflichen Stationen. Zur Überprüfung der Glaubwürdigkeit der Angaben benötigen die Entscheider Belege, die die Aussagen untermauern und den aktuellen Qualifikationsstand nachweisen.

Welche Unterlagen brauche ich für eine Volontariatsbewerbung?

Die Unterlagen für eine Volontariatsbewerbung unterscheiden sich nicht wesentlich von klassischen Bewerbungsunterlagen. Die Bewerbung sollte alle wichtigen Dokumente, Zeugnisse, Befähigungsnachweise und Urkunden enthalten. Auch Referenzschreiben sollten der Bewerbung auf einen Volontariatsplatz beigefügt werden, sofern sie Relevanz für Beurteilung des Bewerbers besitzen. Wer bereits ein Praktikum bei einer Lokalzeitung oder einem Regionalsender absolviert hat, sollte mit diesen Erfahrungen nicht hinter dem Berg halten. Das Beifügen von Schulzeugnissen, Ausbildungsnachweisen und Studienabschlüssen ist im Bewerbungsprozess für ein Volontariat zwingend erforderlich.

Auswahlprozess und Bearbeitungsdauer

Gängige Praxis von Unternehmen der Medienbranche ist es, nach einer Vorauswahl die infrage kommenden Bewerber zu einem Test-Tag einzuladen. An diesem Tag können die Bewerber ihre Schreib- und Recherchefähigkeiten unter Beweis stellen, indem sie eine Probe ihres Könnens abliefern. Zu einem vorgegebenen Thema muss in einer exakt definierten Zeitspanne eine Reportage mit einem bestimmten Umfang erstellt werden. Bewertet werden neben dem Inhalt die Struktur und der Aufbau der Arbeitsprobe. Ziel der Prozedur ist es, die Fähigkeiten der Bewerber bei der Arbeit unter Zeitdruck zu bewerten. Wer sich erfolgreich auf einen Volontariatsplatz bewerben möchte, muss im Anschluss einen Wissenstest bestehen, bei dem Allgemeinbildung gefragt ist. Bei diesem Wissenstest werden Fragen zu verschiedenen Themenbereichen wie Sport, Politik, Technik, Wirtschaft und Literatur gestellt. In der Regel legt das Unternehmen der Medienbranche einen Abgabetermin für die Volontariatsbewerbung fest. Das erste Auswahlverfahren kann sich über einen Zeitraum von mehreren Wochen hinziehen.

Sind Praktika wichtig für die Bewerbung um ein Volontariat?

Die Frage nach der Bedeutung von Praktika für ein Volontariat stellen sich zahlreiche Bewerber im Vorfeld. Die Antwort lautet grundsätzlich: Erfolgreich abgeschlossene Praktika in der Medienbranche erhöhen die Chancen auf eine erfolgreiche Bewerbung für einen Volontariatsplatz beträchtlich. Im Idealfall können die Bewerber Praxiserfahrungen bei einer Lokalzeitung bzw. bei einer Rundfunkstation oder Fernsehanstalt vorweisen. Praktikumsplätze werden regelmäßig ausgeschrieben und bieten für Interessenten eine exzellente Möglichkeit Redaktionsluft zu schnuppern. Im Verlauf mehrerer Wochen oder Monate lernen angehende Journalisten den Alltag in den Redaktionsstuben kennen und werden in die Prozesse eingebunden. Sie schauen erfahrenen Reportern und Redakteuren über die Schulter und eignen sich Grundwissen bezüglich der Recherche- und Schreibtätigkeit an.

Ressortübergreifende Praktika

Ein Praktikum bei einem Medienunternehmen ist eine erstklassige Vorbereitung auf ein Volontariat. Der Alltag in vielen Redaktionsstuben sieht eine zeitgleiche Bearbeitung von Print- und Online-Inhalten vor. Selbst in den Redaktionen von Lokalblättern steht der Online-Auftritt gleichberechtigt neben der gedruckten Ausgabe. Praktikanten erhalten einen ressortübergreifenden Einblick in die redaktionellen Abläufe. Sie sind bei der Produktion von Videobeiträgen, bei Interviews vor laufender Kamera, bei der Vor-Ort-Recherche und bei der Auswahl von Fotos zugegen und nehmen aktiv am Geschehen teil. Bei der Bewerbung auf einen Volontariatsplatz tragen Nachweise über Praktika zu einer positiven Bewertung des Antragstellers bei.

Durch wen wird man in einem Volontariat betreut?

Im Rahmen eines Volontariats werden die Volontäre in den Praxisalltag der Redaktion eingebunden. Die Betreuung ist in diesem Zusammenhang ein wichtiger Bestandteil des Ausbildungskonzeptes. In den Redaktionsstuben von Lokalzeitungen übernehmen in der Regel stellvertretende Chefredakteure oder erfahrene Redaktionsmitarbeiter die Betreuung der Auszubildenden. Die Betreuer organisieren regelmäßige Gesprächsrunden, Zusammenkünfte und Seminare. Darüber hinaus werden Zwischenbewertungen erstellt, die den Volontären einen Überblick über die erworbenen Fähigkeiten und die Umsetzung in der Praxis geben. Das Betreuungspersonal übernimmt auch die Bewertung von Arbeitsproben, die in den meisten Redaktionen regelmäßig von den Volontären erstellt werden müssen.

Die Betreuung während eines Volontariats ist keine freiwillige Leistung der Redaktion oder Ausbildungseinrichtung, sondern in Tarifverträgen geregelt. Darin ist festgelegt, dass jeder Volontär Anspruch auf Anleitung und Beratung durch einen dazu befähigten Redakteur hat. Gleiches gilt für die schriftliche Beurteilung nach Abschluss des Volontariats. Auch hier ist im jeweiligen Tarifvertrag festgelegt, dass Volontäre einen Anspruch auf eine schriftliche Beurteilung ihrer Leistungen nach Abschluss der Ausbildung haben.

Welches Gehalt bekomme ich im Volontariat?

Tarifverträge für Volontariate

Obwohl es sich bei einem Volontariat der Wortbedeutung nach im engeren Sinne um ein freiwilliges Engagement handelt, wird die Tätigkeit selbstverständlich bezahlt. Wie hoch das Gehalt ist, wird im jeweiligen Tarifvertrag geregelt. Das bedeutet für die Volontäre ein hohes Maß an Planungssicherheit, denn die Höhe des Einkommens steht für den gesamten Zeitraum fest. Bei der Ermittlung der Einkommenshöhe spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Im ersten Volontariatsjahr spielt unter anderem noch das Alter eine Rolle. Volontariate, die tarifvertraglich abgesichert sind, existieren in Deutschland flächendeckend für den Journalismus. Dessen ungeachtet liegt das Gehalt im Rahmen eines Volontariats im unteren Drittel des durchschnittlichen Einkommens in der Bundesrepublik.

Einkommen von Volontären

Die Höhe der Bezahlung im Volontariat weicht in Abhängigkeit von der jeweiligen Branche voneinander ab. Der Durchschnitt liegt zwischen 1.400 und 1.800 Euro brutto im Monat. Generell staffeln die meisten Unternehmen in der Medienbranche das Gehalt. Eine Erhöhung wird meist nach den ersten paar Monaten fällig. Da es keine gesetzlichen Regelungen zur Bezahlung für ein Volontariat gibt, entscheidet der ausgehandelte Tarifvertrag über die Höhe des Einkommens. Selbst eine Bezahlung unterhalb der angegeben Spanne ist möglich. Allerdings sollten bei der Entscheidung für die Bewerbung auf einen Volontariatsplatz nicht finanzielle Interessen, sondern die beruflichen Perspektiven ausschlaggebend sein. Ein Volontariat bei einer renommierten Bildungseinrichtung wie der Axel Springer Akademie bedeutet einen Karriereschub, der im Verlauf eines Arbeitslebens nicht selten mit der Position eines gut bezahlten Chefredakteurs einen Höhepunkt findet.

Wie sind die Berufschancen nach dem Volontariat?

Ein abgeschlossenes Volontariat kann einen Kickstart in eine erfolgreiche berufliche Zukunft als Reporter oder Redakteur sein. In der Medienbranche wird diese Form der Spezialausbildung vorausgesetzt, um einen festen Arbeitsvertrag zu erhalten. Ein Volontariat ist ein Karrieresprungbrett und ebnet den Weg in die Redakteursstuben, unabhängig davon, ob es sich um ein Lokalblatt, eine überregionale Tageszeitung oder eine Illustrierte handelt.

Gute Perspektiven haben vor allem Fachjournalisten, die sich auf ein bestimmtes Ressort spezialisiert haben. Als Wissenschafts-, Wirtschafts- oder Kulturjournalist geht es vorrangig darum, komplizierte Zusammenhänge allgemein verständlich darzustellen und abzubilden. Das erforderliche Know-how eignen sich ambitionierte Nachwuchsjournalisten im Rahmen eines Volontariats an. Wer neben dem fundierten journalistischen Wissen zusätzlich ein abgeschlossenes Naturwissenschafts- oder Ingenieursstudium vorweisen kann, erhöht die beruflichen Chancen zusätzlich.

Vielfältige Tätigkeitsbereiche

Nach einem abgeschlossenen Volontariat stehen den Absolventen vielfältige Tätigkeitsbereiche zur Auswahl. Der Einstieg kann in sämtlichen Bereichen erfolgen, in denen redaktionelle Arbeit erforderlich ist. Dazu gehören die Senderbetriebe von Fernseh- und Rundfunkanstalten, Zeitungen, Zeitschriften, Buchverlage und PR-Abteilungen von Unternehmen. In der Praxis kommt es vor, dass Volontäre nach der Beendigung der Ausbildung direkt einen Arbeitsvertrag bei der jeweiligen Redaktion erhalten und auf diese Weise zu einem Bestandteil des Teams werden. Allerdings setzt dieses Angebot eine freie Stelle voraus, was nicht überall gegeben ist. Um die Karrierechancen zu steigern, knüpfen die meisten Volontäre während der Ausbildung Kontakte zu Entscheidungsträgern aus der Medienbranche. Diese können sich noch Jahre später als nützlich erweisen, wenn beispielsweise der nächste Schritt auf der Karriereleiter in Angriff genommen wird.

Online-Bewerbung

Bevor Sie das Bewerbungsformular  online ausfüllen, sollten Sie folgende Dokumente in digitaler Form bereit haben:

  • Ihre Bewerbungsreportage, d.h. eine Reportage mit rund 3.600 Zeichen (inkl. Leerzeichen) über ein Thema Ihrer Wahl

Folgende Angaben sind in der Bewerbung optional. Wir bitten Sie jedoch, Ihre Bewerbung möglichst vollständig auszufüllen, um uns einen umfassenden Eindruck von Ihnen und Ihren Fähigkeiten zu vermitteln. Es ist wünschenswert, dass Sie diese Daten, sofern vorhanden, ebenfalls in digitaler Form bereithalten.

  • Ein Bewerbungsfoto (.jpg)
  • Zeugnisse von journalistischen Tätigkeiten (.pdf)
  • Arbeitsproben (.pdf)

Das Ausfüllen des Bewerbungsformulars dauert ca. 60 Minuten. Bitte nehmen Sie sich also etwas Zeit. (Selbstverständlich können Sie die Bewerbung zwischenzeitlich ab- oder unterbrechen, Ihre bis dahin eingegebenen Daten speichern und später mit der Bewerbung fortfahren).

Ihre Bewerbung für den Ausbildungsstart 2017 müssen Sie bis spätestens 1. Juni 2016 hier online abgeschlossen haben.

Danach endet die Anmeldefrist für den Start der Ausbildung 2017.

Die Sichtung und Auswertung der Bewerbungen startet zum 16. Juni. Erfahrungsgemäß dauert dies mehrere Wochen. Im Sommer 2016 folgen dann die nächsten Stufen des Auswahlverfahrens – vom Wissens- über den Schreib-Test bis hin zum Vorstellungsgespräch an der Akademie.