Gerichtsreporter

Gerichte und Richter wachen in einem demokratischen Rechtsstaat über die Einhaltung der bestehenden Gesetze. Transparente Ermittlungsverfahren und nachvollziehbare Urteile spielen für das Vertrauen der Bürger eine wichtige Rolle. Gerichtsreporter begleiten Prozesse, die für die Öffentlichkeit von besonderer Bedeutung sind und von vielen Menschen verfolgt werden. In der Regel handelt es sich um aufsehenerregende Strafverfahren, bei denen sich Prominente aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Sport oder Showbusiness vor Gericht verantworten müssen. Ein Gerichtsjournalist hat die Aufgabe, das Gerichtsverfahren zu verfolgen und die Sachverhalte von der Prozesseröffnung bis zur Verkündung des Urteils für jedermann verständlich darzustellen. Dafür benötigt ein Gerichtsreporter juristisches Fachwissen. Mit diesem Wissen im Hintergrund gelingt es dem Journalisten, Sachverhalte und Zusammenhänge plausibel zu erklären und in verständlichen Worten einer breiten Öffentlichkeit zu kommunizieren.

Objektive Berichtserstattung durch Gerichtsreporter

Oberste Priorität besitzt für einen Gerichtsreporter die Bewahrung der Unabhängigkeit und Objektivität. In einem Gerichtsverfahren, das von öffentlichem Interesse ist, versuchen medienerfahrene Rechtsanwälte die Position und Interessen ihrer Mandanten vor einem breiten Publikum darzustellen. Einige Anwälte suchen offensiv den Kontakt zu Gerichtsjournalisten. Während die Staatsanwaltschaft früher eher zurückhaltend agierte, leisten einige Vertreter in der Gegenwart vermehrt Pressearbeit und geben Gerichtsreportern bereitwillig Interviews. Im Gerichtsjournalismus ist es von größter Bedeutung, sich nicht von einer der beiden Prozessparteien instrumentalisieren zu lassen. Solange kein Urteil gefällt ist, gilt für Gerichtsreporter: Beide Meinungen sind gleich wichtig und es darf keine Vereinnahmung stattfinden. Das nötige Rüstzeug für eine objektive Berichterstattung erwerben angehende Gerichtsreporter im Rahmen eines Journalisten Studiums oder einer Ausbildung an der Journalistenschule.

Crossmediale Ausbildung zum Gerichtsreporter

Die Tätigkeit als Gerichtsreporter erfordert auf der einen Seite juristisches Fachwissen und auf der anderen Seite eine fundierte journalistische Ausbildung. In der Praxis entscheiden sich häufig Jurastudenten für eine Tätigkeit als Gerichtsjournalist. Die Axel Springer Akademie in Berlin bietet mit ihrem crossmedialen Ausbildungskonzept optimale Voraussetzungen für junge Leute, die eine berufliche Laufbahn als Gerichtsreporter einschlagen wollen. Die Ausbildung dauert zwei Jahre, schließt eine Ausbildungsvergütung ein und eröffnet nach einem erfolgreichen Abschluss neue Perspektiven für eine Karriere im journalistischen Bereich. Das crossmediale Ausbildungskonzept gewichtet die digitale Medienwelt und den klassischen Zeitungsjournalismus gleich. Die Auszubildenden erlernen das Recherchieren, Schreiben und Redigieren sowie den Umgang mit Social Media, das Erstellen von Video Podcasts und das professionelle Führen von Interviews.

Journalistenschule mit hohem Praxisbezug

Die Axel Springer Akademie zählt mit ihrem crossmedialen Ausbildungskonzept und dem hohen Praxisbezug zu den fortschrittlichsten Bildungseinrichtungen für Journalisten in Europa. Nach einem Grundlagenkurs stehen mehrere Praktika in den Stammredaktionen der Axel Springer SE auf dem Programm. Als Teil der Redaktion schreiben die Nachwuchsjournalisten über Gerichtsprozesse und nehmen aktiv an der redaktionellen Arbeit teil. Der enge Kontakt zu erfahrenen Gerichtsreportern bildet die Basis für einen regen Gedankenaustausch. Junge Leute, die sich für eine Ausbildung zum Gerichtsjournalisten an der Journalistenschule entscheiden, haben bei der Auswahl eines Praktikumsplatzes die freie Wahl. Über 170 Stammredaktionen des Medienhauses Axel Springer stehen den Auszubildenden zur Verfügung. Die Bewerbung an der Axel Springer Akademie ist an keinen Studienabschluss gebunden. Gefragt sind talentierte, begeisterungsfähige junge Leute mit einer Affinität zu juristischen Themen.