Investigativer Journalismus wird in vielen Fällen als „Vierte Gewalt“ im Staat bezeichnet. Als Journalist in diesem Ressort zählt man umfangreiche Recherche und intensive Vorbereitung auf einzelne Artikel, Videoproduktionen oder auch Audiobeiträge zu seinen Fähigkeiten und Fertigkeiten. Vor allem im Bereich Politik und Wirtschaft ist der investigative Journalismus ansässig und hat dort vor allem die Aufgabe, Missstände aufzudecken oder über Affären zu berichten.

Wenn man sich für eine Arbeit im Investigativjournalismus interessiert, führt der Weg dorthin in meisten Fällen über ein Volontariat oder eine Journalismusausbildung. Unterschiedliche Methoden kommen in diesem Tätigkeitsfeld zum Einsatz und das Aufdecken von Skandalen spielt hierbei eine große Rolle. Intensive Recherche, die Befragung von Informanten und das Heranziehen von Whistleblowern sind hierbei grundsätzlich zu nennen.

Im Folgenden sind umfangreiche Informationen rund um den investigativen Journalismus zu finden, sodass man sich als angehender Journalist oder Interessent einfach und komfortabel darüber informieren kann.

Exklusive Geschichten, tiefgründig recherchiert: Wie funktioniert investigativer Journalismus heute?

Exklusive Inhalte spielen für den investigativen Journalismus eine entscheidende Rolle. Dabei ist es besonders bedeutsam, dass die Inhalte ausführlich, korrekt und umfassend recherchiert wurden und am Ende für Leser, Zuschauer oder auch Zuhörer einen echten Mehrwert bieten. Nicht nur Journalisten wie Wallraff, die öffentlichkeitswirksam im TV mit ihren Enthüllungen auf sich aufmerksam machen, sind dabei von Bedeutung. Auch im Hintergrund sind entsprechende Arbeitsschritte erforderlich und der investigative Journalismus lebt nicht selten von der Zusammenarbeit verschiedener Redakteure, Journalisten und weiterer Mitarbeiter.

Das Untersuchen von einzelnen Institutionen und Einrichtungen ist als Bestandteil dieser Form des Journalismus unerlässlich. Hier kommen dann auch die sogenannten Whistleblower zum Einsatz. Dabei handelt es sich vielfach um Mitarbeiter von entsprechenden Unternehmen, die ihr Wissen über Missstände in anonymer Form weitergeben und somit die Recherchearbeit erleichtern können.

In Deutschland sind als Beispiele für den investigativen Journalismus unter anderem die Kießling-Affäre und die Barschel-Affäre zu erwähnen. Ohne umfangreiche Recherche wären derartige Dinge wohl nur schwer aufzudecken gewesen. Die „Undercover“-Arbeit ist zusätzlich als Bestandteil dieser Form der Berichterstattung zu nennen. Das bedeutet, dass man als Journalist in andere Rollen oder auch Berufe schlüpft und sich einen anderen Blickwinkel verschafft. Die eigentliche Arbeit als Journalist sollte dabei von Außenstehenden unerkannt bleiben.

Wie wichtig sind Enthüllungsmedien für die Demokratie?

Für die Demokratie ist investigativer Journalismus in vielen Fällen von besonderer Bedeutung. Durch das Aufdecken von politischen und wirtschaftlichen Zusammenhängen, Affären und auch Skandalen erhält oftmals auch die breite Masse der Bevölkerung Einblicke in die aktuellen Entwicklungen und kann sich diesbezüglich ein Bild machen.

Durch den Enthüllungsjournalismus kann dazu beigetragen werden, dass sich Skandale reduzieren und schwerwiegende Affären in geringerer Anzahl vorkommen. Immerhin kann man sich nie sicher sein, ob vielleicht gerade ein Journalist als Praktikant getarnt das eigene Unternehmen oder die Federführung der eigenen Partei analysiert und bewertet.

Welche Aufgabe hat investigativer Journalismus?

Der investigative Journalismus hat sich generell zur Aufgabe gemacht, Missstände aufzudecken und dabei Debatten, Geschichten und auch aktuelle Entwicklungen miteinzubeziehen. Durch umfangreiche Recherche, tiefgründige Analysen und Arbeit, die teilweise über Jahre andauert, können dabei für die Zeitung, für Film und Rundfunk Inhalte entstehen, die auf verschiedene Sachlagen aufmerksam machen. Durch das Befragen von Informanten, die Arbeit in unterschiedlichen Redaktionen und das Analysieren und Heranziehen von unterschiedlichen Quellen können investigative Reportagen entsprechend gestützt werden.

Ob Political Correctness, Auseinandersetzungen in der Wirtschaft oder auch andere Aspekte, die für viele Menschen eine wichtige Rolle spielen – der investigative Journalismus ermöglicht es, in diesen Bereichen Aufklärungsarbeit zu leisten und ist daher in Deutschland und anderen Ländern zumeist als ein hohes Gut anzusehen.

Darf man investigativen Journalismus kritisieren oder ist das ein Sakrileg?

Die Frage, ob man investigativen Journalismus kritisieren darf, stellt sich generell gar nicht. Kritik ist in den allermeisten Fällen erlaubt, sofern sie sachlich und konstruktiv vorgetragen wird. So darf sich Günter Wallraff nach seinen Reportagen für den Fernsehsender RTL immer wieder mit Kritik und auch Anfeindungen auseinandersetzen – dennoch liefert er mit der Aufklärungsarbeit zu den Situationen in Pflegeheimen oder auch in Fastfood-Ketten einen wichtigen Beitrag und öffnet nicht wenigen Menschen die Augen. Bei aller erlaubter Kritik ist es der investigative Journalismus, der informiert und dazu anregt, sich einmal selber Gedanken zu machen.

Investigativer Journalismus – Gelten die Strafgesetze auch für den Pressemitarbeiter?

Wer als Journalist im Bereich des investigativen Journalismus arbeitet, muss zum Teil auch abwägen, welche Grenzen überschritten werden und wie weit man für die Berichterstattung gehen will. Denn auch dann, wenn man durch die Berichterstattung auf Missstände oder Skandale aufmerksam machen möchte, gelten die generellen Strafgesetze auch für Journalisten. Das Betreten von No go-Areas, das Konsumieren von Drogen oder das Bestechen von Beamten – alles das sind Straftatbestände. Dennoch gehören in einigen Fällen auch solche Aspekte zur Arbeit im investigativen Journalismus dazu. Lediglich in Ausnahmefällen dürfte dabei das Informationsinteresse der Allgemeinheit überwiegen, wodurch das Begehen einer Straftat laut Paragraph 34, StGB gerechtfertigt sein kann.

Wie läuft investigativer Journalismus ab?

Zu Beginn der Arbeit steht in den allermeisten Fällen erst einmal ein Thema. Als Journalist hat man einen Hinweis bekommen, hat selber herausgefunden, dass irgendwo etwas passiert oder hat die erledigte Arbeit von Kollegen als Anhaltspunkt dazu genutzt, noch einmal selber, tiefer zu recherchieren. Der erhaltene Hinweis oder der Verdacht muss dann überprüft und verifiziert werden.

Die Recherche muss dazu in jedem Fall vollständig, intensiv und korrekt durchgeführt werden. Denn nach Wochen der Arbeit ist es dann meist soweit, dass man die Betroffenen mit den Vorwürfen konfrontiert. In diesem Fall ist es besonders wichtig, dass man die eigenen Behauptungen auch entsprechend belegen und nachweisen kann. Entweder wird dann eine Stellungnahme eingeholt oder auf andere Weise eine entsprechende Reaktion erwartet. Am Beispiel der Watergate-Affäre aus den USA lässt sich sagen, dass der Rücktritt von Präsident Nixon die Reaktion auf die Enthüllungen gewesen ist. Bis heute gilt die Watergate-Affäre daher als größter politischer Skandal in den USA – ohne den investigativen Journalismus wäre dies allerdings nur schwer aufzudecken gewesen.

Ausbildung im Investigativjournalismus

Als Journalist in diesem Ressort zu arbeiten, erfordert harte Arbeit und den unbändigen Drang, alle Fakten und Informationen nicht nur zusammenzutragen, sondern auch auszuwerten und zu analysieren. Als ausgebildeter Journalist an einer Journalismusschule oder durch ein Volontariat in einer Redaktion hat man alle dazu notwendigen Fertigkeiten erlernt und kann entsprechend professionell agieren. Durch Fort- und Weiterbildungen und die eigene Bereitschaft, sein Können immer wieder und weiter zu verbessern, hat man im investigativen Journalismus die Möglichkeit, Skandale aufzuklären und auf Missstände hinzudeuten.

Auch das Journalismus Studium kann als Grundlage für eine Arbeit in diesem Bereich in Frage kommen. Ganz allgemein ist allerdings in den meisten Fällen eine entsprechende journalistische Erfahrung notwendig und zudem auch äußerst hilfreich.