Kriegsreporter

Der Beruf des Kriegsreporters zählt zu den gefährlichsten und anspruchsvollsten journalistischen Tätigkeiten. Sobald an einem Ort in der Welt eine bewaffnete Auseinandersetzung droht, ein Diktator seine Interessen mit Waffengewalt durchsetzt oder kriegerische Handlungen Menschenleben fordern, sind Kriegsjournalisten vor Ort und berichten über die Geschehnisse. Kriegsreporter erstellen Hintergrundberichte zu den Ursachen, die zum Kriegsausbruch geführt haben, und kommentieren die Ereignisse am Ort des Geschehens. In der Gegenwart ist der Kriegsjournalismus eine eigenständige Spezialform des Journalismus. Korrespondenten, die an den Brennpunkten eingesetzt werden, sehen sich nicht selten mit realen Gefahren konfrontiert. Es besteht stets die Möglichkeit, dass Kriegsreporter zwischen die Fronten geraten und körperlichen Schaden davontragen. Selbst die eindeutige Kennzeichnung als Journalist schützt nicht automatisch davor, in einen Schusswechsel zu geraten oder in einem Krisengebiet entführt zu werden.

Herausforderungen für Kriegsjournalisten

Für den Beruf des Kriegsjournalisten entscheiden sich sowohl junge als auch ältere und erfahrene Korrespondenten. Die vordringlichste Aufgabe für Kriegsreporter ist eine objektive Schilderung der Ereignisse. Das bezieht sich sowohl auf Journalisten, die für das Fernsehen vor der Kamera ihre Berichte und Reportagen abliefern, als auch auf Vertreter der Presse, die für Tageszeitungen und Magazine tätig sind. Zu den größten Herausforderungen im Kriegsjournalismus gehört es, auch in brenzligen Situationen die Nerven zu bewahren. Eine hohe Stressresistenz ist für diesen Beruf eine wichtige Voraussetzung. Darüber hinaus müssen Kriegsberichterstatter die Berichte und Reportagen sachlich unter Berücksichtigung der aktuellen Geschehnisse formulieren. Die Berichte von Kriegsreportern liefern eine Momentaufnahme und können Emotionen wecken. Eine fundierte Journalismus-Ausbildung bildet die Grundlage für das Erstellen objektiver Reportagen und ebnet den Weg in eine berufliche Zukunft als Kriegsjournalist.

Fundierte Berufsausbildung an der Journalistenschule

Junge Leute, die den Beruf des Kriegsreporters ergreifen und die Zuschauer oder Leser in der Heimat mit Informationen aus Krisengebieten versorgen wollen, benötigen eine fundierte Journalismus-Ausbildung. Zu den fortschrittlichsten Bildungseinrichtungen dieser Art in Europa zählt die Axel Springer Akademie in Berlin. An der Journalistenschule lernen angehende Kriegsreporter die Grundlagen journalistischer Techniken und den professionellen Umgang mit digitalen Medien. Die Auszubildenden erfahren, worauf bei der Interviewführung, beim Erstellen von redaktionellen Beiträgen und bei der Produktion von Reportagen zu achten ist. Darüber hinaus nehmen die gezielte Recherche und das Verfassen von Artikeln unter Zeitdruck einen breiten Raum in der Ausbildung ein. Dieser Punkt ist für künftige Kriegsreporter besonders wichtig, da in der Praxis häufig mehrfach täglich Berichte vom Einsatzort erstellt werden müssen.

Ressortübergreifendes Ausbildungskonzept

Bei der Ausbildung zum Kriegsjournalisten an der Axel Springer Akademie werden Schwerpunkte auf bestimmte Segmente gelegt. Vorteilhaft für die Auszubildenden ist das ressortübergreifende und crossmediale Ausbildungskonzept. Die Nachwuchsjournalisten lernen die Unterschiede in der Berichterstattung für Print- und Online-Medien kennen und absolvieren in verschiedenen Stammredaktionen des Medienunternehmens Axel Springer ein Praktikum. Kameraführung und Tontechnik sind ebenso Teil des Ausbildungsprogramms wie das Recherchieren, das Schreiben und das Redigieren. An der Journalistenschule setzt man auf einen hohen Praxisbezug. Bereits im ersten Ausbildungshalbjahr steht ein einmonatiges Praktikum in einer Stammredaktion auf dem Lehrplan. Den Einsatzort können die angehenden Kriegsreporter frei wählen. Renommierte Redaktionen wie WELT KOMPAKT und WELT.DE stehen zur Auswahl.