Kulturjournalismus

Als Kulturjournalismus wird ein Teilbereich des Journalismus bezeichnet, der sich inhaltlich mit kulturellen Themen beschäftigt. Die Beiträge sind unter anderem im Feuilleton von Tageszeitungen zu finden. Kulturjournalisten werden aus diesem Grund auch als Feuilletonisten bezeichnet. Kulturreporter und Feuilletonredakteure veröffentlichen Berichte und Reportagen aus den Bereichen Literatur, Theater, Kunst, Medien, Film und Musik. Thematisiert werden unter anderem Neuerscheinungen auf dem Buchmarkt, Uraufführungen von Opern, Operetten und Musicals, Termine von überregional bedeutsamen Kulturveranstaltungen und gesellschaftliche Großereignisse. Ein wesentlicher Teil der Arbeit von Kulturjournalisten bezieht sich auf Film- und Theaterkritik, Musikkritik und Kunstkritik. Kulturredakteure sind auch im Online-Bereich tätig, wo sie für die Inhalte von Kunst- und Musikblogs und von Kulturmagazinen verantwortlich sind. In der Praxis spezialisieren sich Feuilletonisten häufig auf eine bestimmte Richtung innerhalb des Kulturjournalismus.

Journalistische Formate im Kulturjournalismus

Im Kulturjournalismus kommen unterschiedliche journalistische Formate zum Einsatz. Zu den am häufigsten eingesetzten Stilmitteln gehört die Rezension. Dabei handelt es sich um eine Kritik, die unmittelbar nach der Veröffentlichung eines Buches oder Musikalbums bzw. nach einer Theaterinszenierung, einem Konzert oder eines Computerspieles im Feuilleton erscheint. Im Print- und Online-Bereich seltener verwendet wird von Kulturjournalisten die Form des Essays. Diese Kritik ist deutlich umfangreicher als die Rezension und geht inhaltlich stärker in die Tiefe. In einem Porträt stellt der Feuilletonist bestimmte Personen näher vor. Dabei kann es sich um Schriftsteller, Komponisten, Theaterintendanten oder andere Künstler handeln. An einen Kulturjournalisten werden bestimmte Anforderungen gestellt. Neben der interkulturellen Kompetenz sind ein Gespür für Trends, Interesse an kulturellen Entwicklungen und die Fähigkeit, Zusammenhänge zu erkennen und zu bewerten wichtige Voraussetzungen für diesen Beruf.

Kulturjournalismus als integraler Bestandteil der Ausbildung

Die Entscheidung, eine berufliche Laufbahn als Kulturjournalist einzuschlagen, fällt bei vielen Redakteuren erst im Laufe eines Berufslebens. Grundvoraussetzung ist eine solide journalistische Ausbildung und die Beherrschung der journalistischen Techniken für den klassischen Printbereich und im Segment der Online-Medien. In diesem Punkt nimmt die Axel Springer Akademie in Berlin eine Vorreiterrolle ein. Die Journalistenschule legt den Schwerpunkt auf eine crossmediale Ausbildung zum Journalisten, wobei Print- und Onlinebereich gleich gewichtet werden. In einem Grundkurs lernen die angehenden Feuilletonredakteure und Kulturjournalisten das Recherchieren, Redigieren und Schreiben. Nicht nur im Kulturteil von Tageszeitungen kommt es darauf an, die Leser mit ausgefeilter Sprache und wohldurchdachter Wortwahl zu fesseln und zum Weiterlesen zu animieren.

Zukunftsfähiges Ausbildungskonzept an der Journalistenschule

Den Ruf, zu den fortschrittlichsten Journalistenschulen Deutschlands zu gehören, verdankt die Axel Springer Akademie dem zukunftsorientierten Ausbildungskonzept. Angehende Feuilletonisten und Kulturredakteure lernen den professionellen Umgang mit der digitalen Medienwelt. Auf dem Lehrplan stehen unter anderem die Arbeit mit Content-Management-Systemen, das Erstellen von digitalen Videopodcasts und der Umgang mit sozialen Netzwerken. Für eine Ausbildung zum Kulturjournalisten an der Bildungseinrichtung spricht darüber hinaus der große Praxisbezug. Während bereits im ersten Ausbildungsjahr mehrmonatige Praktika auf dem Ablaufplan stehen, folgt im zweiten Ausbildungsjahr die Vertiefung der theoretischen Kenntnisse in einer Stammredaktion des Axel Springer Verlages. Mehr als 170 Redaktionen stehen den Nachwuchsjournalisten zur Auswahl, darunter renommierte Print- und Online-Redaktionen wie WELT.DE, WELT KOMPAKT und BILD.DE.