Modejournalismus

Modejournalismus gewinnt als ein Teilbereich des Kulturjournalismus zunehmend an Bedeutung. Eine berufliche Laufbahn als Modejournalist schlagen vorrangig Personen mit einem ausgeprägten Gespür für aktuelle Trends, Mode und Lifestyle ein. Längst hat sich das Berufsbild des Moderedakteurs in der Gegenwart gewandelt. Während früher das Verfassen von Artikeln und Reportagen für Mode- und Lifestylemagazine im Vordergrund stand, erstellen Modereporter heute auch Beiträge für Videoplattformen wie You Tube und für soziale Netzwerke. Zunehmend im Fokus der Öffentlichkeit stehen Mode-Blogger, die aktuelle Themen aus der Modewelt aufgreifen und mit persönlichen Kommentaren versehen ins Netz stellen. Diese Form des Modejournalismus gewinnt alljährlich mehr Anhänger, da die News aus der internationalen Modeszene in den Weblogs häufig mit Hintergrundinformationen zu Prominenten und Modemarken angereichert werden. Einige Modejournalisten mit eigenem Blog haben sich zu Trendsettern in der Szene entwickelt.

Leidenschaft und Gespür im Modejournalismus

Modereporter und Moderedakteure sind Fachjournalisten mit einem Gespür für aktuelle Trends. Modejournalisten besetzen die Schnittstelle zwischen Modemachern und Konsumenten. Sie informieren die Leserschaft über angesagte Strömungen im Modesegment, nehmen den Style der Kollektionen einzelner Modelabels unter die Lupe und erklären allgemein verständlich die Zusammenhänge in der Branche. Bei einer Tätigkeit als Modejournalist ist es notwendig, die Form der persönlichkeitsunabhängigen Analyse zu beherrschen. In den Berichten und Reportagen für Modezeitschriften und Illustrierte rückt der individuelle Modegeschmack in den Hintergrund. Ausnahmen bilden Medien wie Modeblogs, wo die Leserinnen und Leser ausdrücklich dem fachkundigen Urteil der Modejournalisten vertrauen und Kaufentscheidungen nicht selten nach dem Inhalt der Beiträge ausrichten. Die journalistischen Techniken für eine erfolgreiche Arbeit im Modejournalismus werden im Rahmen einer Ausbildung an einer Journalistenschule oder während eines Journalismus Studiums vermittelt.

Modejournalismus: Klassische Ausbildungsvarianten

Für eine erfolgreiche Karriere als Modejournalist stehen interessierten jungen Leuten zwei Ausbildungsvarianten zur Auswahl. Das klassische Modejournalismus Studium an einer Universität setzt in der Regel die Hochschulreife voraus. Der Fokus liegt auf der Vermittlung der theoretischen Grundlagen für den Journalistenberuf mit Schwerpunkt auf Lifestyle und Mode. Für die crossmediale Ausbildung an einer Journalistenschule ist keine Hochschulreife erforderlich. Als eine der fortschrittlichsten Bildungseinrichtungen für Journalisten setzt die Axel Springer Akademie bei der Auswahl der Bewerber auf Modekompetenz, eine Affinität zu Life-Style-Themen, Schreibtalent und Leidenschaft. Interessierte junge Leute können im Bewerbungsprozess ihr Talent beim Verfassen einer Bewerbungsreportage zu einem frei wählbaren Thema unter Beweis stellen. Alljährlich schließen 40 angehende Journalisten erfolgreich die Ausbildung an Deutschlands fortschrittlichster Journalistenschule ab.

Crossmediale Ausbildung an der Journalistenschule

Stärker als in vielen anderen Teilbereichen des Fachjournalismus kommt es beim Modejournalismus auf eine Beherrschung der digitalen Medienwelt und der klassischen Printmedien an. In der zweijährigen Ausbildung an der Axel Springer Akademie liegt der Schwerpunkt auf einer engen Verknüpfung dieser Segmente. Nach der Vermittlung der journalistischen Grundlagen im Rahmen eines Grundkurses folgt der praxisbezogene Teil der Ausbildung in einer Stammredaktion des Medienunternehmens. Angehende Modejournalisten erlernen unter anderem nonlineares Storytelling, das Erstellen von Videopodcasts und Modereportagen, den Umgang mit Social Media sowie die professionelle Umsetzung von digitalen Projekten. Darüber hinaus erstellen die Auszubildenden eigene Reportagen für Print- und Online-Ausgaben von Modezeitschriften, Tageszeitungen und Lifestylemagazinen.