Das Themenfeld Online Journalismus ist noch relativ jung und ist heute als eine Möglichkeit zu betrachten, die klassische journalistische Arbeit mit den modernen Medien zusammenbringt. Somit ergibt sich im Bereich des Online Journalismus die Gelegenheit, Inhalte auch über Webseiten, Social Media Kanäle und mehr zu präsentieren – und auf diese Weise ein breiteres Publikum ansprechen zu können. Insbesondere kommt es dabei auch auf die Möglichkeiten zur Kommunikation sowie zur Interaktion zwischen einzelner Nutzer, Zuschauer, Zuhörer oder Leser an. Dabei bietet der Online Journalismus viele neue Möglichkeiten – unter anderem sind hierbei die Teaser zu erwähnen, die als Anreißer dienen und die Leser zunächst einmal an Inhalte binden und deren Interesse wecken sollen.

Der Online Journalismus hat seine Wurzeln mit Beginn des Aufkommens von Webseiten von herkömmlichen Zeitungen und Magazinen. Somit wurden die recherchierten Inhalte zunächst auch einfach online zur Verfügung gestellt. Mitte der 1990er Jahre gab es dann erste Portale, die den Online Journalismus für sich entdeckten und einzig für das Internet Inhalte erstellten. Inzwischen gibt es zahlreiche Online Medien und Online Redaktionen, die sich dieses Potential ebenfalls zunutze machen und für die Besucher und Leser einer Webseite Inhalte erstellen – auch dies ist dem Online Journalismus hinzuzurechnen. Und: Viele Printmedien bedienen in der aktuellen Zeit auch eigene Online Portale – oftmals sogar mit einer entsprechenden Priorität.

Irgendwas mit Online Medien?

Wer im Bereich des Online Journalismus arbeiten möchte, sollte sich nicht darauf verlassen, einfach „irgendwas mit Online Medien“ zutun zu haben. Der Bereich ist viel umfassender und für den Journalisten mit vielfältigen Aufgaben verbunden. Der Onlinejournalismus ist als Form des Journalismus vielseitig und umfassend – und bedarf neben einer gründlichen Recherche und Aufbereitung von Inhalten auch das direkte Erreichen der eigentlichen Zielgruppe. Und diese kann im Internet durchaus anders sein, als es im Print-Bereich zum Beispiel der Fall wäre.

Dennoch hat man als Online Journalist natürlich vor allem mit Online Medien zu tun und arbeitet für eine Online Redaktion. Das bedeutet, dass Inhalte – in vielen Fällen ganz gezielt – für das Internet aufbereitet und hier entsprechend publiziert werden. Neben der Veröffentlichung auf der eigenen Webseite, gehört hierzu auch noch die Verbreitung in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter zum Aufgabenbereich hinzu. Im Netz spielt dabei vor allem eine Rolle, dass die Leser die Inhalte schnell erfassen können und dabei auch die Informationen vorfinden, die sie benötigen oder erwarten.

Was ist Online Journalismus?

Der Online Journalismus kann generell nicht immer klar definiert werden. Neben der Veröffentlichung von Inhalten auf Webseiten oder auch in sozialen Medien, gehört hierzu in vielen Fällen noch einiges mehr hinzu. So werden vielfach auch Inhalte für eigene Apps entwickelt und veröffentlicht oder aber es werden Newsletter für Leser und Interessenten verfasst. Als Onlinejournalist ist man somit in vielen Themenbereichen aktiv und hat eine Vielzahl an unterschiedlichen Aufgaben. Die Gemeinsamkeit dabei: Die Aufgaben beziehen sich im Großen und Ganzen allesamt auf das Internet und die Veröffentlichung von Inhalten hier.

Natürlich spielen aber auch journalistische Grundlagen wie die Recherche, die Analyse von Inhalten und mehr eine entscheidende Rolle. Das bedeutet, dass man als Online Journalist zunächst einmal den klassischen Journalismus kennenlernt, ehe man dann eine Spezialisierung oder Fokussierung auf Online Medien vornimmt. Ausnahmen davon kann es natürlich geben und auch als Quereinsteiger kann man hier eine Chance haben. Generell ist eine Journalismusausbildung an einer Journalistenschule, ein Volontariat oder auch ein Journalismus Studium aber der Einstieg in die Arbeit des Online Journalismus.

Zusätzlich umfasst der Online Journalismus in einigen Fällen auch noch das Bespielen von Blogs, die in einigen Redaktionen gepflegt und angeboten werden. Die journalistischen Angebote unterscheiden sich dabei je nach Medium und hängen zudem auch von der Zielgruppe ab. Denn auch Video- und Audioproduktionen können im Bereich des Online Journalismus eine entscheidende und damit wichtige Rolle spielen.

Berufsziel: Online Journalist?

Das Berufsziel Online Journalist ist vor allem für junge Journalisten eine Option, die mit dem Internet aufgewachsen sind und hier sozusagen „zuhause“ sind. Aber auch als Neuorientierung oder berufliche Weiterentwicklung kann die Arbeit als Online Journalist interessant sein und ein mögliches Ziel darstellen.

Der Einstieg in diesen Bereich gelingt in vielen Fällen im Anschluss an eine journalistische Ausbildung. Ein Studium im Bereich Journalismus stellt dazu ebenso eine Option dar, wie auch ein Volontariat in einer (Online) Redaktion. Zudem kann aber auch eine Ausbildung zum Journalisten die ideale Grundlage für eine Arbeit als Online Journalist darstellen und den Weg dazu ebnen. In jedem Fall erlernt man im Vorfeld die notwendigen journalistischen Skills und Fähigkeiten und kann diese dann auch entsprechend professionell anwenden.

Text, Bild und alle weiteren Darstellungsformen sind dabei von großer Relevanz und die einzelnen Plattformen zur Präsentierung von Content und Inhalten spielen eine wichtige Rolle. Wie auch im Print bietet das Web dabei eine Vielzahl an Möglichkeiten. Mit ein Grund, weshalb man als Online Journalist immer auf dem Laufenden bleiben sollte und weshalb die ständige Fort- und Weiterbildung einen entsprechenden Stellenwert hat.

Journalist werden – aber wie?

Um Journalist zu werden, hatte man früher nur die Möglichkeit, ein Volontariat in einer Redaktion durchzuführen und auf diese Weise die journalistischen Fertigkeiten und Fähigkeiten zu erlernen. Heute sind die Möglichkeiten vielseitiger und bieten für angehende Redakteure und Journalisten auch die Möglichkeit, ein Journalismusstudium an einer Hochschule oder Universität zu absolvieren. Ebenso kann man aber auch eine Journalistenausbildung an einer Journalistenschule wie der Axel Springer Akademie durchführen und hat hierbei den Vorteil, unterschiedliche Redaktionen und Bereiche des Journalismus ganz einfach kennenzulernen.

Im Anschluss an die journalistische Ausbildung hat man dann die Möglichkeit, sich entsprechend weiterzubilden und zum Beispiel in den Online Journalismus zu wechseln. In vielen Redaktionen arbeiten klassische Journalisten und Online Journalisten allerdings nach wie vor Hand in Hand.

Welche Weiterbildung passt zu mir?

Es gibt im Bereich Journalismus einige Möglichkeiten, sich weiterzubilden und somit eine Spezialisierung durchzuführen. Der investigative Journalismus ist hierbei ebenso zu erwähnen wie der Online Journalismus. Vor allem der Online Journalismus hat dabei für viele Redakteure und Journalisten einen großen Reiz. Man arbeitet mit modernen Medien, es gibt immer wieder Veränderungen und somit ein großes Potential für Abwechslung bei der täglichen Arbeit. Gekoppelt mit klassischen journalistischen Aufgaben ergeben sich daraus vielseitige und immer wieder neue Tätigkeiten.

Anhand der eigenen Interessen, Vorlieben und natürlich auch Kenntnisse kann man schnell erkennen, welche journalistische Weiterbildung passend ist und in welchem Tätigkeitsfeld man sich am ehesten sehen kann. Dabei muss man auch wissen, dass der Online Journalismus viele unterschiedliche Bereiche umfasst und somit ganz allgemein als sehr vielseitig beschrieben werden kann.

Welche Eigenschaft sollte man als Journalist mitbringen?

Als Journalist ist eine Eigenschaft wohl besonders wichtig: Eine gesunde Neugier. Man muss Dinge zudem schnell erfassen können und herausfinden, ob und in welcher Form Dinge für Menschen interessant sein können. Der Wille, andere Menschen zu informieren, zu unterhalten oder diesen auch Wissen zu vermitteln, muss zusätzlich bei einem Journalisten vorhanden sein.

Als Journalist sollte man somit in jedem Fall ein Interesse am Journalismus selber mitbringen und sich zudem auch für die Medien interessieren, mit und für die man arbeiten wird. Das muss nicht nur die klassische Zeitung sein, sondern kann sich beim Onlinejournalismus auch auf das Internet an sich beziehen. Durch eine fundierte Ausbildung im Bereich Journalismus kann man dabei nicht nur feststellen, ob man als Journalist in Frage kommt und ob man die notwendige Eigenschaften auch mitbringt. Ebenso findet man auch heraus, welcher Bereich im Journalismus einem selber liegt und wofür man sich begeistern kann. Das entscheidet letzten Endes auch darüber, welche Qualität die eigene Arbeit als Journalist haben wird und welche Qualität im Online Journalismus man den Lesern bieten kann.

Von den klassischen Print-Medien zum Online Journalismus?

Der Wechsel vom klassischen Print zum Online Journalismus ist gar nicht so selten. Zudem verschwimmen die Grenzen zwischen diesen Formen immer mehr. Viele Inhalte aus dem Print erscheinen inzwischen auch online oder umgekehrt. Vielfach sind lediglich kleinere Anpassungen erforderlich, sodass die Präsentation der Inhalte offline und online möglich ist.

Für einen Journalisten selber kann der Wechsel vom Print zum Online Bereich dennoch einige Arbeit bedeuten. Immerhin muss man sich in der Online Redaktion erst einmal zurechtfinden, die gängigen Publikationswege kennenlernen und auch einen Einblick in die Interaktion mit Lesern und Zuschauern finden.

Dennoch bietet ein Wechsel in den Online Journalismus aufgrund der veränderten Konsumstrukturen von Lesern, Zuschauern und Zuhörern vielfach ein großes Potential – nicht nur des Geldes wegen. Im Onlinejournalismus hat man als Redakteur vielfach die Möglichkeit, sein Wissen in anderer Aufmachung zu vermitteln und man kann Reportagen mit Videos, Bildern und anderen Informationen anreichern. Dieses Potential möchten viele Journalisten für sich in Anspruch nehmen.

Online Journalismus – nur ein Trend?

Es ist nicht davon auszugehen, dass es sich beim Online Journalismus lediglich um einen kurz anhaltenden Trend handelt. Dazu verlagert sich das Leben der Menschen – und damit auch der Leser von Zeitungen, Magazinen und Co. – immer mehr in den digitalen Bereich und ins Web. Der Online Journalismus ist somit viel mehr als Zukunft zu verstehen und hat dabei schon jetzt ein enorm großes Potential. Dieses kann man sich als Redakteur zunutze machen und den Lesern bereits heute entsprechende Inhalte liefern. Diese sind im besten Fall viral und bieten genau die Informationen, die man als Leser haben möchte.

Den Online Journalismus somit als Trend zu bezeichnen wäre nicht nur fahrlässig, sondern schlichtweg falsch. Viel wichtiger ist es für Magazine, Zeitungen und andere Medien, das damit verbundene, große Potential zu erkennen und sich entsprechend darum zu kümmern, eine funktionierende Online Redaktion aufzubauen. Die Nutzer konsumieren Inhalte immer mehr online, unabhängig von der aktuellen Tageszeit oder vom Aufenthaltsort. Somit ist vor allem auch die mobile Aufbereitung von großer Wichtigkeit und sollte keineswegs vernachlässigt werden.

In Zukunft wird die Bedeutung des Onlinejournalismus sicherlich noch wachsen und zunehmen – somit ist es von Bedeutung, bereits jetzt diese Option zu ziehen und sich entsprechend zu positionieren.

Wie arbeitet ein Online-Redakteur?

Ein Online-Redakteur arbeitet – wie es die Bezeichnung schon vermuten lässt – online, also im Internet. Das bedeutet, dass Inhalte für die eigene Webseite der Zeitung oder des Mediums aufbereitet werden, dass die Social Media Kanäle bespielt werden und dass auch Inhalte für mögliche Apps zur Verfügung gestellt werden. Ebenso gehört aber auch die Kommunikation mit Lesern bei Facebook und Co. zu den Aufgaben eines Online Redakteurs und auch die Moderation und Kontrolle von Kommentaren zählt hinzu.

Außerdem recherchiert ein Online Journalist natürlich und ist in ähnlicher Art und Weise journalistisch aktiv wie ein Kollege aus dem Print-Bereich. Das Aufgabenfeld eines Online Journalisten ist somit in vielen Fällen umfangreicher und bietet somit deutlich mehr Abwechslung. In dieser Hinsicht ist es vor allem wichtig, dass die anfallende Arbeit professionell und ordentlich durchgeführt wird.

Wie viele Mitarbeiter hat eine Online-Redaktion?

Eine pauschale Antwort auf diese Frage gibt es nicht. Wie immer hängt dies von einigen Faktoren ab. Wie groß ist das publizierende Medium? Wie viele Mitarbeiter gibt es insgesamt? Wie professionell wird der Online Auftritt bespielt? In vielen Redaktionen gibt es inzwischen Mitarbeiter, die vornehmlich oder auch ausschließlich für den Online Bereich zuständig sind. In anderen Redaktionen werden die anfallenden Aufgaben von Journalisten übernommen, die ansonsten in anderen Ressorts arbeiten.

Ist Online Journalismus qualitativ hochwertig?

Grundsätzlich sollte man als Redakteur und Journalist den Anspruch haben, auch im Online Bereich hochwertige und professionelle Arbeit abzuliefern. Vor allem in Anbetracht dessen, dass sich Leser und Nutzer schnell und simpel informieren möchte, sind die Erwartungen somit relativ hoch.

Ein qualitativ hochwertiger Online Journalismus fällt am Ende auch immer auf die dahinterstehenden Medien und Redaktionen zurück. Auch in dieser Hinsicht ist ein qualitativ hoher Standard natürlich von großer Relevanz. Das kommt am Ende vor allem den Lesern zugute und sorgt dafür, dass die Online Inhalte als Informationsquelle ernstgenommen werden können.

Als Online-Journalist dennoch Erfahrungen im Print sammeln?

In vielen Fällen ist es ratsam, vor der Arbeit als Online-Journalist auch im Print Erfahrungen zu sammeln. In den allermeisten Fällen ist dies sogar so vorgesehen, da innerhalb der Ausbildung oder des Volontariats entsprechend auch in klassischen Redaktionen gearbeitet wird. Das hier erlangte Wissen kann man letztlich auch im Online Bereich für sich nutzen und hat die Chance, einfach und effektiv davon zu profitieren. Die klassischen Skills im Journalismus sind in vielen Fällen auch online von großer Relevanz, auch wenn es hier natürlich auch Unterschiede geben kann.